Versetzung zwingt Trainer zum Ausstieg / Wulferdings Wunschkandidat übernimmt

Metschulat weiß HTB bei Peuker in guten Händen

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Nach drei Spielzeiten als Trainer ist für Marcus Metschulat am Saisonende beim HTB Schluss.

Harpstedt - Von Sven Marquart. Der sportliche Erfolg ist da, die Chemie stimmt – und trotzdem wird es beim Fußball-Kreisligisten Harpstedter TB am Saisonende einen Trainerwechsel geben. Notgedrungen. „Ich schaffe es dann leider nicht mehr pünktlich zum Training“, sagt Noch-Coach Marcus Metschulat und grinst. Sein Anfahrtsweg zu den Übungseinheiten verlängert sich demnächst erheblich.

Bislang war Berufssoldat Metschulat an der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt (Kreis Osterholz) stationiert. Doch im Mai wird der Stabsfeldwebel ins bayerische Roding abkommandiert. Die gut 700 Kilometer aus der Oberpfalz bis ins heimische Hude wird er dann voraussichtlich nur noch alle zwei Wochen auf sich nehmen.

„Als klar war, dass ich versetzt werde, habe ich den Verein sofort informiert“, berichtet Metschulat. Dabei hätte er sein Engagement beim HTB sehr gerne fortgesetzt. Der 39-Jährige hatte vor der Saison 2013/2014 in Harpstedt die Nachfolge von Marc Wulferding angetreten. Nach Platz elf in seiner ersten Spielzeit führte Metschulat das Team in der vergangenen Serie trotz des Verlustes wichtiger Leistungsträger auf Rang vier.

Diese Position hat der HTB auch aktuell inne. „Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt und sind auf einem guten Weg. Deshalb ist es sehr, sehr schade, dass ich im Sommer aufhören muss“, bedauert Metschulat und kündigt an: „Wir haben noch 18 Spiele, und da wollen wir das Maximale herausholen.“

Der bevorstehende Verlust des C-Lizenzinhabers schmerzt Marc Wulferding. Doch der HTB-Fußballabteilungsleiter kann bereits einen Nachfolger für Metschulat präsentieren: Neuer Mann auf der Harpstedter Trainerbank wird Jörg Peuker. Der 42-Jährige war zuletzt für den Kreisliga-Rivalen Ahlhorner SV verantwortlich, wo er Ende September entlassen wurde. Zuvor war der Visbeker Co-Trainer beim damaligen Bezirksligisten VfL Wildeshausen und nach dem Rücktritt von Klaus Ebel dann Chefcoach.

„Ich habe mich mit Kapitän Jannis Bunzel und Michael Würdemann zusammengesetzt und ein paar Namen diskutiert – und jeder von uns hatte Jörg Peuker ganz oben auf dem Zettel“, berichtet Marc Wulferding. Nach einem „sehr, sehr schönen Gespräch“ sei er sich mit dem Wunschkandidaten „ganz schnell einig“ geworden. Peukers Engagement beginnt nach der Mannschaftsfahrt am 28. Juni mit der Vorbereitung auf die neue Saison.

Fünf Monate nach dem Ende seines letzten Trainerjobs ist Jörg Peuker „froh, dass die fußballlose Zeit vorbei ist“, wenngleich ihn die HTB-Anfrage „schon ein wenig überraschend erreicht“ hat. Doch nachdem er sich alles in Ruhe angehört und überdacht hatte, stand für ihn fest: „Das passt ganz gut.“

Dass seine zukünftige Crew einen passablen Ball spielt, weiß Peuker seit Anfang September – damals noch in Diensten des ASV – aus eigener Anschauung: Der HTB behauptete sich nach einer 3:0- und 4:1-Führung am Ende mit 4:3. Seine Einschätzung: „Das ist schon eine gute Truppe.“ Zu der inzwischen auch Rene Kube, Musa Balko und Nico Wegner gehören, die Peuker bereits in Ahlhorn unter seinen Fittichen hatte. Außerdem trifft der A-Lizenzinhaber in Harpstedt auf einen alten Weggefährten: Mit Torjäger Christian Goritz kickte Peuker zu Landesliga-Zeiten gemeinsam beim TuS Heidkrug.

HTB-Fußballchef Wulferding erwartet von dem neuen Übungsleiter, „dass er die gute Arbeit von ,Metsche‘ fortführt“, aber auch eine Weiterentwicklung auf technisch-taktischer Ebene: „Ich hoffe, dass die Mannschaft einen Sprung macht.“ Auch in der kommenden Saison wollen die Harpstedter „auf jeden Fall wieder oben mitspielen“. Eine exakte Zielvorgabe hat Wulferding indes nicht formuliert: „Ein Trainer braucht immer ein Jahr, bis seine Handschrift zu sehen ist, und diese Zeit bekommt Jörg Peuker beim HTB.“ Mit Geduld und harter Arbeit sei „einiges machbar“, glaubt Peuker. Gleich vom Aufstieg zu sprechen, verbiete sich aber.

„Bei Jörg weiß ich die Mannschaft in guten Händen. Ich werde mit Interesse verfolgen, wie es weitergeht“, sagt Marcus Metschulat, der dem HTB verbunden bleiben will.

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