Frühes DM-Aus für TV Brettorf und Ahlhorner SV / Pfungstadt verteidigt Titel

Verschnaufpause bringt Nils Carl aus dem Rhythmus

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Spielte mit zwei gebrochenen Fingern: Ahlhorns Christoph Johannes.

Ahlhorn - Von Sven MarquartDer TSV Pfung stadt bleibt das Nonplusultra im Männer-Faustball: Durch ein 3:1 (11:4, 4:11, 15:13, 13:11) über den VfK 1901 Berlin sicherte sich die Mannschaft um Ausnahme-Angreifer Patrick Thomas und Weltklasse-Abwehrspieler Ajith Fernando gestern zum vierten Mal in Folge den deutschen Meistertitel.

Katzenjammer herrschte hingegen beim Ausrichter Ahlhorner SV und seinem Lokalrivalen TV Brettorf, die beide schon in der Qualifikation gescheitert waren.

Gleich zum Auftakt hatte der TV Brettorf gegen den DM-Neuling TV Schweinfurt-Oberndorf mit 2:3 die Segel streichen müssen. Als Knackpunkt der Niederlage hatte Trainer Klaus Tabke den dritten Satz ausgemacht: „Wenn du 5:1 führst und dann noch abgefangen wirst, ist das ganz bitter.“ Zwar glich seine Mannschaft zum 2:2 aus, doch im Entscheidungssatz (5:11) hatte sie dem Zweiten der Bundesliga Süd nicht mehr viel entgegen zu setzen. „Das Spiel müssen wir eigentlich gewinnen“, meinte Brettorfs Kapitän Christian Kläner, der sich wegen Kreislaufproblemen „ab dem zweiten Satz nur noch aufs Wesentliche beschränkt“ hatte.

War schon Brettorfs Pleite ein Stimmungskiller, erhielt die Laune der einheimischen Fans gleich anschließend noch zwei weitere Dämpfer: Nachdem die Frauen des Ahlhorner SV überraschend gegen den TV Vaihingen/Enz ausgeschieden waren (siehe Bericht unten), zogen auch die ASV-Männer im Duell der beiden Vereine den Kürzeren.

Der verletzte Christoph Johannes nahm zunächst auf der ASV-Bank Platz. Der 24-Jährige hatte sich beim Beachvolleyball Ring- und Mittelfinger der rechten Hand gebrochen. Für ihn spielte Nils-Christoffer Carl am Schlag – und das sehr gut. Bis Thomas Neuefeind bei einer 2:1-Satzführung dann doch Christoph Johannes brachte.

„Nils brauchte den Satz zum Verschnaufen – ich hatte den Eindruck, dass ihm ein bisschen die Luft fehlte“, meinte der ASV Coach. Zwar legte Johannes zunächst ein 3:1 vor, trotzdem ging der Durchgang mit 7:11 verloren. Im Entscheidungssatz tauschte Neuefeind zurück, doch Nils-Christoffer Carl kam nicht mehr in seinen Rhythmus – 8:11. Dennoch fand er es müßig, über die Wechsel zu diskutieren: „Es war die Entscheidung des Trainers, die ich voll und ganz mittrage.“

Während der TSV Pfung stadt, der VfK 1901 Berlin, der TV Schweinfurt-Oberndorf und der TV Vaihingen/Enz um die Medaillen kämpften, blieb dem Ahlhorner SV und dem TV Brettorf nur das Spiel um Platz fünf. Weil am ersten DM-Tag sieben der neun Partien über die volle Distanz gingen, war der Zeitplan völlig aus dem Ruder gelaufen. Deshalb fand das „Spiel der Enttäuschten“ unter Flutlicht statt.

Nachdem die Brettorfer in der Punktrunde beide Derbys verloren hatten, sicherten sie sich in drei Sätzen (11:2, 10:12, 15:13) den fünften Rang, der in der kommenden Saison zur Teilnahme am IFA-Pokal berechtigt – ein schwacher Trost.

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