Tabellenzweiter TuS BW Lohne beim 1:0 „einen Tick abgezockter“

VfL verliert Spiel und Kapitän Görke

Verbissen geführtes Duell: Die Wildeshauser um Lukas Schneider (l.) gestatteten dem Tabellenzweiten TuS BW Lohne kaum nennenswerte Offensivaktionen. Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Es ging nicht! Die malträtierte Wade von Marius Krumland ließ keinen Einsatz zu. Doch auch ohne seinen verletzten Abwehrchef bot der Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen gegen den offensivstarken TuS BW Lohne defensiv eine äußerst disziplinierte Vorstellung und ließ kaum Chancen des Titelaspiranten zu. So resultierte das einzige Tor der Partie fast zwangsläufig aus einer Standardsituation: Felix Övermann köpfte in der 64. Minute einen Freistoß von Aaron Goldmann zu Lohnes 1:0 (0:0)-Siegtreffer in die Maschen.

„Es ist eine Aktion, die das Spiel entscheidet. Da stehen wir einen Tick zu weit weg. Insgesamt haben wir gegen die beste Offensive der Liga ein gutes Spiel gemacht und wenig zugelassen“, war VfL-Coach Marcel Bragula mit dem Auftritt seiner Crew durchaus einverstanden: „Die Leistung passt, das Ergebnis nicht – wenn beides nicht stimmen würde, müssten wir uns Gedanken machen.“

Für den verletzten Krumland rückte Lukas Schneider in der Viererkette nach innen, seine Position als Linksverteidiger nahm Flügelstürmer Steven Müller-Rautenberg ein. Das Dreier-Mittelfeld bildeten Sechser Alexander Kupka und die beiden Achter Sascha Görke und Jan Lehmkuhl. Mit den drei flinken Angreifern Robin Ramke, Maximilian Seidel und Michael Eberle setzten die Krandel-Kicker offensiv hauptsächlich auf schnelles Umschaltspiel.

In zivil sah Krumland von der Bank aus, wie seine Teamkollegen dem Tabellenzweiten kaum nennenswerte Offensivaktionen gestatteten. Lennard Prüd zögerte zu lange, so dass die VfL-Abwehr seinen Schuss ins Toraus klären konnte (14.). Den folgenden Eckstoß von Goldmann setzte Övermann fast unbedrängt neben den Kasten von Keeper David Lohmann, der ansonsten im ersten Durchgang nicht eingreifen musste.

Auf der Gegenseite zog Lehmkuhl aus 20 Metern ab, doch sein Schuss stellte Lohnes Torhüter Jannik Wetzel vor keine Probleme (26.). Ganz anders der satte Freistoß von Schneider, den Wetzel nicht festhalten konnte. Den folgenden Nachschuss von Seidel parierte der Schlussmann überragend (29.). „Den muss Maxi machen. In so einem Spiel musst du solche Chancen nutzen“, trauerte Bragula der vergebenen Möglichkeit nach. Abgesehen von einem weiteren Schneider-Freistoß, der gut einen Meter über den Querbalken zischte (45.+2), war es das schon an Wildeshauser Gelegenheiten. Denn auch Lohne konzentrierte sich nach den Pleiten gegen Aufsteiger VfR Voxtrup (0:4) und GW Firrel (0:1) zuvorderst auf die Defensive. „Bei uns hat jeder für jeden gefightet. Deshalb hatte es Wildeshausen schwer, gegen uns Torchancen zu erspielen“, erläuterte Trainer Henning Rießelmann.

Mit Ausnahme von Övermanns erfolgreichem Kopfball kamen die Blau-Weißen im zweiten Abschnitt noch einmal gefährlich zum Abschluss. Doch Lohmann rettete gegen den heranstürmenden Goldmann (48.). „Hier musst du erstmal gewinnen. Wildeshausen ist schließlich keine Laufkundschaft“, meinte Rießelmann anerkennend. „Lohne war vielleicht einen Tick abgezockter“, erklärte Bragula. Bei der dritten Wildeshauser Niederlage in Folge verletzte sich Sascha Görke. Der VfL-Kapitän humpelte mit einer Oberschenkelzerrung vom Feld (62.).

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