VfL verabschiedet sich trotz bester Chancen aus dem Pokal

„Das war verkehrte Welt!“

Sascha Abraham war an alter Wirkungsstätte kein Treffer vergönnt. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Ab sofort kann sich der VfL Wildeshausen voll und ganz auf den Abstiegskampf in der Fußball-Landesliga konzentrieren. Durch das 0:1 (0:0) beim SV Wilhelmshaven war für die Krandel-Kicker am Mittwochabend im Achtelfinale des Bezirkspokals Endstation. Durch seinen Treffer in der 86. Minute bescherte Torjäger Robert Plichta dem Bezirksligisten ein Viertelfinal-Heimspiel gegen den Landesligisten SV Hansa Friesoythe (Ostermontag, 17. April, 15 Uhr).

Bei den ohnehin schon mit dem allerletzten Aufgebot angereisten Wildeshausern verletzte sich zu allem Überfluss auch noch Pascal Hesselmann beim Aufwärmen. Die Viererkette bildeten deshalb Marius Meier, Niklas Heinrich, Lukas Schneider und Frederik Dittmar. Aber auch SVW-Trainer Lars Klümper musste auf einige Leistungsträger verzichten. Angreifer Murat Agackiran fehlte verletzt. Mittelfeldspieler Florian Janssen war genauso wie Stammtorhüter Robin Krey beruflich verhindert.

Dass bei den Gastgebern Jonas Besuden zwischen den Pfosten stand, sollte sich nicht als Nachteil erweisen. Denn mit mehreren starken Paraden war der Ersatzkeeper ein Garant fürs Weiterkommen. „Das war verkehrte Welt! Eigentlich müssen wir gewinnen. Ein 3:0 wäre ein angemessenes Ergebnis gewesen“, sagte Marcel Bragula. So hatte der VfL-Coach für seine Crew „fünf hundertprozentige Chancen“ notiert, für die Jadestädter keine einzige.

Bereits in der vierten Minute fischte Besuden einen Schneider-Freistoß aus dem Winkel. „Überragend!“, urteilte Bragula. An seiner alten Wirkungsstätte Jadestadion verzog Sascha Abraham aus guter Schussposition zunächst knapp (14.) und scheiterte dann aus spitzem Winkel am stark reagierenden Besuden (41.).

Die „Schlüsselszene“ der Partie sah Bragula fünf Minuten nach Wiederbeginn: Nach einem schön vorgetragenen Angriff scheiterte Maximilian Seidel am erneut prima parierenden Besuden. Während der Keeper noch am Boden lag, setzte Jan Lehmkuhl den Abpraller aus fünf Metern über das leere Tor (50.). Anschließend verloren die Gäste für etwa eine Viertelstunde den Faden und brachten sich durch schlechten Spielaufbau selbst in Bedrängnis. Die Schwächephase überstand der Landesligist aber schadlos.

Nachdem Kevin Kari von halblinks (76.) und Sascha Abraham per Kopf (80.) zwei weitere Möglichkeiten ausgelassen hatten, sah Bragula den Spielverlauf durch einen „krassen Abwehrfehler“ auf den Kopf gestellt: Die VfL-Hintermannschaft hatte eigentlich eine 3:1-Überzahlsituation. Allerdings ging kein Verteidiger entschlossen zum Ball. Stattdessen schlug Torhüter Lauren Riedel über die Kugel, und Robert Plichta schob das Spielgerät ins verwaiste Tor (86.). Ein Kopfball von Angreifer Lennart Feldhus, der auf der Sechserposition eine gute Leistung bot, blieb danach die einzige Gelegenheit, das Elfmeterschießen zu erreichen (90.+1).

„Ich bin traurig, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir haben ein vernünftiges Spiel abgeliefert, aber es ist unfassbar, was wir für Dinger liegen lassen“, grämte sich Bragula. Zudem sorgt er sich nun um Maximilian Seidel, der kurz vor Schluss vom Feld humpelte, und Jan Lehmkuhl, der auf den Arm gefallen war. 

mar

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