Wie vergangene Woche: TV Neerstedt trifft auf punktlosen Kontrahenten

Bloß nicht wieder zum Aufbaugegner werden

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Wie wichtig Regisseur Tim Schulenberg für den Handball-Oberligisten TV Neerstedt ist, wurde auch in der vergangenen Woche klar, als er nur eingeschränkt eingreifen konnte – und das Team von Trainer Jörg Rademacher prompt die erste Saisonpleite einstecken musste.

Neerstedt - Nach der Heimniederlage gegen Edewecht schoben die Oberliga-Handballer vom TV Neerstedt mächtig Frust. „Wir haben das Spiel aber aufgearbeitet, und nun wollen wir daraus unsere Motivation für das nächste Spiel ziehen“, erklärt TVN-Trainer Jörg Rademacher vor der Partie bei der SG Neuenhaus/Uelsen (heute, 19.30 Uhr, Boussy-Saint-Antoine Halle).

Auf jeden Fall wird es in Neuenhaus keine einfache Aufgabe. In der abgelaufenen Saison bezogen die Neerstedter unter Rademachers Vorgänger Dag Rieken eine schmerzliche Niederlage in der Grafschaft Bentheim. Immer wieder sorgte damals der bundesligaerfahrene Jörn Wolterink nach Freiwürfen für einfache Tore (insgesamt 14 Treffer). Im Verbund mit Dennis Leissink, der ebenfalls in Nordhorn Bundesligaluft geschnuppert hatte, erledigten Wolterink den TVN.

Doch mittlerweile sind die Karten neu gemischt. Leissink ist nicht mehr in Neuenhaus, sondern schnürt seine Schuhe nun als Spielertrainer für den Landesligisten HV Lüneburg. Zudem hat die SG im bisherigen Saisonverlauf nur Niederlagen kassiert und ziert somit das Tabellenende.

Trotzdem warnt Rademacher vor den Gastgebern. „Neuenhaus/Uelsen steht mit dem Rücken zur Wand, und deshalb werden sie ganz sich versuchen, uns ein Bein zu stellen“, glaubt der B-Lizenzinhaber an eine schwierige Aufgabe beim Abstiegskandidaten. Zumal Wolterink wieder dabei sein dürfte. Zuletzt hatte er mit einer Daumenverletzung an der rechten Wurfhand pausieren müssen, doch der Rückraumshooter hat kaum noch Beschwerden.

Rademacher hofft, dass seine Mannschaft an die erste Halbzeit gegen Edewecht anknüpfen kann und somit wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Dafür müssen die Grün-Weißen in der Offensive variabel agieren. Denn die Gastgeber beherrschen mehrere Abwehrsysteme, bevorzugen aber meistens die 3:2:1-Variante.

Immerhin konnten die Neerstedter unter der Woche fast mit dem kompletten Kader trainieren. Auch Kreisläufer Marcel Tytus habe im Training ständig Fortschritte gemacht, berichtete der Trainer. Lediglich der Rückraumlinke Matthias Hüsener muss erneut aussetzen. „Er wird uns auch noch mindestens drei Wochen fehlen“, sagte Rademacher.

wz

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