Vereinsvertreter stehen Zusammenschluss mit anderen Kreisen positiv gegenüber

Hartmut Heinen lotet Fusionsbereitschaft aus

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Der Fußballkreisvorsitzende Hartmut Heinen (l.) und der Spielausschussvorsitzende Manfred Nolte (r.) überreichten den Vertretern der Staffel- und Fairnesssieger Urkunden und Bälle.

Kirchhatten - Von Sven Marquart. Der demografische Wandel macht auch vor dem Sport nicht Halt. Um die Amateurkicker weiterhin wirkungsvoll unterstützen zu können, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Zukunftsstrategien entwickelt und im „Masterplan 2013–2016“ zusammengefasst. „Die Kampagne sieht unter anderem vor, neue, leistungsstärkere Regionen zu schaffen, die effizienter arbeiten“, erläuterte der Fußballkreisvorsitzende Hartmut Heinen den Vereinsvertretern bei deren Arbeitstagung in Kirchhatten.

Derzeit nehmen im Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst etwas mehr als 420 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Um effektiv zu sein, müssten es laut Masterplan aber 800 sein, berichtete Heinen. Aus diesem Grund habe er mit den Vorsitzenden der Kreise Wilhelmshaven, Friesland, Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg-Stadt bereits „lockere Gespräche“ über eine mögliche Fusion geführt.

Durch den Zusammenschluss könnten die Kreise Personal und Geld sparen, nannte Heinen einen wesentlichen Vorteil. Momentan sieht der Wardenburger seinen Kreis gut aufgestellt. „Aber wir wollen noch besser werden!“ Bei dem Gedanken an eine Fusion sei er anfangs selbst skeptisch gewesen, räumte Heinen ein. „Aber inzwischen bin ich voll dabei.“ Der Vorsitzende betonte, dass alle Kreise in jedem Fall ihre Eigenständigkeit bewahren würden und die Mannschaften keine längeren Auswärtsfahrten zu fürchten hätten: „Es wird keine weiteren Wege geben – alle behalten ihre Kreisligen.“

„Wenn wir mitmachen, können wir mitgestalten, wenn nicht, werden wir irgendwann eingefangen“, warnte Heinen die Vereinsvertreter. Der vom VfL Wildeshausen vorgeschlagenen Alternative, einer Partnerschaft mit den südoldenburgischen Kreisen Cloppenburg und Vechta, erteilte er eine klare Absage: „Die wollen uns nicht!“

Auf seine Frage, „ob wir da mitfahren sollen“, erhielt Heinen von den Delegierten große Zustimmung. Bis zum 31. Juli wollen auch seine fünf Kollegen in ihren Kreisen die Fusionsbereitschaft abgeklopft haben. Dann werde man weitersehen und „alles ganz locker und vernünftig angehen“. Sobald es genügend Informationen gibt, will Heinen die Vereine wieder zusammenrufen.

Abgesehen von „Neuling“ Beckeln Fountains hatten alle 41 am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine des Kreises einen Vertreter nach Kirchhatten entsandt. Künftig muss jeder Club dem Kreisvorstand pro Jahr mindestens ein verdientes Mitglied melden, das sich durch ehrenamtliche Tätigkeit hervorgetan hat.

Der Rückblick auf die beendete Saison fiel positiv aus. „Wir haben Glück gehabt mit dem Wetter“, sagte Manfred Nolte. Der Spielausschussvorsitzende will auch in der neuen Serie, die am 1. August beginnt, wieder einen Spieltag aus dem November vorziehen und wochentags im August austragen lassen, „damit wir mehr Luft kriegen“.

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