„Vereine und Trainer handlungssicher machen“

Nicole Heemann ist neue KSB-Beauftragte für Schutz vor sexualisierter Gewalt

Der KSB-Vorsitzende Jörg Skatulla begrüßt Nicole Heemann im Team des Kreissportbundes
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Willkommen im Team: Der Vorsitzende Jörg Skatulla begrüßt Nicole Heemann beim KSB.

Landkreis – Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ist gesetzlich verankert. Sexualisierte Übergriffe im Leben heranwachsender Mädchen und Jungen sind aber nicht auszuschließen – egal, ob in der Familie, in der Schule und auch im Sport. Oberstes Ziel für den Kreissportbund (KSB) Landkreis Oldenburg ist es deshalb, dass Kinder und Jugendliche in den Vereinen den bestmöglichen Schutz vor jeglicher Form sexualisierter Gewalt erhalten. Bei diesem Vorhaben gibt es nun Unterstützung von einer neuen ehrenamtlichen Mitarbeiterin.

Nicole Heemann wird den KSB ab sofort als Beauftragte für Schutz vor sexualisierter Gewalt verstärken. „Ich bin gespannt auf die neue Aufgabe“, sagt die 49-Jährige. „Mein oberstes Ziel ist es, Vereine, aber insbesondere die Übungsleiter und Trainer, handlungssicher zu machen.“

Dafür bringt die zweifache Mutter eine Menge Erfahrung mit. Viele Jahre hat sich Heemann auch beruflich mit der Präventionsarbeit beschäftigt. Sie arbeitete als Referentin für Themen wie (sexualisierte) Gewalt. Über eine Broschüre der Freiwilligenagentur „mischMit“ wurde die Munderloherin auf die Stelle beim KSB aufmerksam – nun bietet sie den Sportvereinen an, von ihrem Wissen zu profitieren. „Ich möchte den Vereinen Hilfestellungen geben und sie unterstützen“, sagt Heemann.

Sie habe in ihrer Arbeit die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Eltern vor der Anmeldung ihres Kindes in einem Sportverein auch schauen, inwieweit sich der Verein mit dem Schutz vor sexualisierter Gewalt auseinandersetzt. „Man kann schon sagen, dass das immer wichtiger wird – auch, weil es immer mehr grenzüberschreitende Erfahrungen im Privatleben gibt“, sagt die 49-Jährige, die sich gleich mit Beginn ihrer Beauftragung in die Arbeit gestürzt hat. „Ich wollte mir zunächst einen Überblick verschaffen, was hier im Kreissportbund in diesem Bereich schon passiert ist und wo wir ansetzen können.“

Der KSV-Vorsitzende Jörg Skatulla freut sich, über den Tatendrang der neuen Mitarbeiterin. „Mit Nicole Heemann haben wir eine echte Expertin auf dem Gebiet zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gefunden. Ich bin mir sicher, dass sie in den nächsten Jahren viele Ideen umsetzen wird“, sagt der Sandkruger. Er sei froh, dass die Arbeit, für die über viele Jahre Sabine Kügler-Lösekann verantwortlich war, fortgesetzt werde.

Der KSB will sich zudem positionieren und am Projekt „Ausgezeichnet – Verein(t) gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ der Sportjugend teilnehmen. In diesem Projekt können Sportvereine ein Präventionskonzept installieren – samt Auszeichnung durch Landessportbund (LSB) und Sportjugend. Unterstützung erhalten die Vereine dabei durch ein regionales Tandem, zu dem auch Nicole Heemann gehört. „Hier wurde ein gutes Konzept erarbeitet, das wir auch in den Vereinen im Landkreis Oldenburg umsetzen können“, findet sie. Dabei soll es nicht bleiben. Auch niederschwellige Angebote für Vereine sind in Planung. „Wir wollen im Sport für einen bestmöglichen Schutz sorgen“, sagt Heemann. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit möchte sie dazu beitragen.

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