Unternehmer geht juristisch gegen Fußballkreisvorsitzenden vor

Stark fühlt sich verleumdet: Anzeige gegen Heinen

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Wartet jetzt auf Post: der Fußballkreisvorsitzende Hartmut Heinen.

Landkreis - Die Posse um das geplatzte Kreisliga-Sponsoring hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel: Wie Unternehmer Olaf Stark gegenüber der Wildeshauser Zeitung bestätigte, hat er gegen den Vorsitzenden des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst Anzeige erstattet. Der Geschäftsführer der Stuhrer Firma Stark Gebäudereinigung fühlt sich von Hartmut Heinen verleumdet.

Der Kreisvorsitzende hatte während der Arbeitstagung der Vereinsvertreter am vergangenen Donnerstag in Kirchhatten verkündet, dass Stark nun doch nicht Namenssponsor der Kreisliga wird (wir berichteten). Dabei hielt Heinen ein weißes Blatt Papier, „leer wie eine Flasche“, hoch und erklärte, dass sämtliche Absprachen zwischen Stark und ihm darauf stünden. Demzufolge gab es keine Abmachungen.

Das sieht der Unternehmer allerdings anders und bezieht sich dabei auf eine E-Mail Heinens vom 6. Februar, die unserer Redaktion vorliegt. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, heißt es darin. Stark wertet diesen Satz als „schriftliche Zusage Heinens“, dass er für 10000 Euro Namenssponsor der Kreisliga werden könne. Als Gegenleistung hätten alle Mannschaften in der Spielklasse mit einem Stark-Logo am Trikotärmel auflaufen sollen. „Nach meinem Gefühl ist der Vertrag damit zustande gekommen“, bekräftigt Stark. Für Heinen sind die sechs Wörter in seiner E-Mail dagegen lediglich eine „Höflichkeitsfloskel“.

Während der Arbeitstagung vor einer Woche ärgerte sich Heinen über Medienberichte, nach denen Stark die Kosten für die Patches von der Summe abziehen wollte. Dass Stark auf der Internetseite seines Unternehmens bereits als Kreisliga-Sponsor auftritt, schlage dem Fass den Boden aus, wetterte Heinen und schimpfte in Giovanni-Trapattoni-Manier: „Was erlauben Stark? Ich habe fertig mit Stark!“

Diesen Stil will sich der Unternehmer nicht gefallen lassen. Heinen habe ihn dadurch „vor der ganzen Versammlung ins Lächerliche gezogen“. Stark findet: „Das hätte man auch anders machen können, indem man einfach sagt, dass man das Sponsoring nun doch nicht mehr will.“ Nach Beratung mit seinem Anwalt erstattete er Anzeige wegen Verleumdung. „Dabei habe ich eigentlich andere Sachen zu tun. Aber es geht nicht nur um Olaf Stark, sondern auch um meinen Bruder Ingo, das Unternehmen und meinen Heimatverein TSV Ippener. Sonst wird es in Zukunft immer heißen: Da kommen die Unseriösen.“

Er habe überlegt, ob er trotz der zum Teil heftigen Kritik an dem Namenssponsoring aus Reihen der Vereine „auf den Vertrag pochen“ solle, erzählt Olaf Stark. „Aber das will ich nicht. Ich will nur, dass Heinen klarstellt, dass er sich vergaloppiert hat und sich entschuldigt. Dann ist das Thema vom Tisch. Mit mir kann man immer reden, aber wenn sich einer stur stellt…“

Auf Nachfrage erklärte Hartmut Heinen, dass er Stark am vergangenen Freitag per E-Mail informiert habe, dass aus dem Namenssponsoring-Deal nichts wird: „Damit war das Thema für mich erledigt.“ Von Starks Anzeige habe er „bisher nur über Dritte gehört“. Da er keine weiteren Informationen habe, könne er sich nicht dazu äußern. „Ich warte jetzt erstmal auf Post“, sagte der Hundsmühler. Danach werde er entsprechend reagieren. Ihm sei jedoch sehr daran gelegen, „die Sache aus der Welt zu schaffen“. Der Kreisvorsitzende zeigte sich außerdem „überrascht, dass in die Angelegenheit solch eine Dynamik reinkommt“.

mar

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