Wildeshausen erkämpft sich in Riemsloh ein 8:8 und freut sich auf Nordhorn

„Unsere Ausbeute überrascht mich“

Glich mit seinem 3:1-Sieg über Finn Lohkemper zum 7:7 aus: Fabian Rang.
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Glich mit seinem 3:1-Sieg über Finn Lohkemper zum 7:7 aus: Fabian Rang.

Die Herren des VfL Wildeshausen mausern sich in der Tischtennis-Bezirksoberliga immer mehr zu einem Spitzenteam: Durch das 8:8 beim TSV Riemsloh bleiben die Huntestädter auch nach fünf Partien ungeschlagen, bauten ihr Punktekonto auf 8:2 Zähler aus und freuen sich nun auf das Topspiel am Samstag (16.00 Uhr) gegen den Tabellenzweiten SV Vorwärts Nordhorn, der bisher auf 10: 2 Punkte kommt.

Riemsloh – Ein Gipfeltreffen, mit dem VfL-Altmeister Helmut Rang im Vorfeld wohl niemals gerechnet hätte: „Unsere Ausbeute überrascht mich schon etwas, aber nun wollen wir natürlich Nordhorn zumindest ärgern. Allerdings dürften die Trauben recht hoch hängen, da unsere Nummer eins, Guido Grützmacher, weiterhin ausfallen wird.“

Wie schon in Riemsloh, wo jedoch zudem noch Kapitän Martin Hakemann mit einer Oberarmzerrung passen musste. Um ein Aufrücken zu verhindern, wurde Grützmacher im Einzel deshalb als „Zählkandidat“ aufgestellt – was sich im Nachhinein als cleverer Schachzug erweisen sollte.

Im Doppel hingegen schenkten die Gäste nichts ab, sondern gaben Nachwuchstalent Matteo Krüger eine Chance, der bei seinem Bezirksoberliga-Debüt auch auf Anhieb überzeugte und an der Seite von Michael Rüdebusch nur knapp am TSV-Spitzendoppel Nils Köchy/Marco Kiel scheiterte.

Trotzdem lag Wildeshausen nach den Doppeln mit 1:2 zurück (lediglich das Vater-Sohn-Gespann Helmut Rang/Fabian Rang hatte gepunktet) und kurz darauf hieß es sogar 4:1 für Riemsloh.

Aber der VfL bewies Moral – und fightete sich ins Match zurück. Bis zur „Halbzeit“ unterlag nur noch der starke Ersatz Wolfgang Krüger hauchdünn gegen Finn Lohkemper, während Carsten Scherf, Michael Rüdebusch sowie Fabian Rang verdiente Siege einfuhren. Das kampflose 0:3 von Grützmacher im Spitzeneinzel gegen Tobias Brockhoff warf Wildeshausen zwar wieder zurück, doch mit einem bockstarken Dreisatztriumph über Nils Köchy sorgte Helmut Rang postwendend für den 5:6-Anschluss.

Nun ging es Schlag auf Schlag: Erst deklassierte ein seit Wochen überragender Rüdebusch in drei Sätzen Marco Kiel, dann zog Routinier Scherf gegen Norbert Maas den Kürzeren, ehe der glänzend aufgelegte Youngster Fabian Rang (3:1 gegen Lohkemper) zum 7:7 ausglich.

Jetzt war aber Riemsloh wieder am Zug und ging durch Maik Hahn erneut in Führung.

Sollte die famose Aufholjagd der Huntestädter etwa für die Katz gewesen sein? Aber nicht doch. Gewohnt nervenstark steckte das Rang-Duo den verlorenen ersten Satz im Abschlussdoppel gegen Köchy/Kiel ungerührt weg und rettete Wildeshausen in vier Durchgängen das 8:8. „Deshalb sind wir halt das Doppel 1“, schmunzelte Helmut Rang: „Ohne wichtige Leistungsträger wie Guido und Martin ist das für uns ein gutes Ergebnis. Wir sind sehr zufrieden.“

Stenogramm

TSV Riemsloh – VfL Wildeshausen 8:8: Köchy/Kiel – Rüdebusch/M. Krüger 3:0 (12:10, 12:10, 11:7), Brockhoff/Hahn – H. Rang/F. Rang 1:3 (11:8, 8:11, 13:15, 5:11), Maas/Lohkemper – Scherf/W. Krüger 3:1 (12:10, 11:9, 6:11, 11:8), Brockhoff – H. Rang 3:1 (11:8, 5:11, 11:9, 12:10), Köchy – Grützmacher 3:0 (11:0, 11:0, 11:0), Kiel – Scherf 2:3 (15:13, 3:11, 11:9, 4:11, 8:11), Maas – Rüdebusch 0:3 (7:11, 9:11, 4:11), Lohkemper – W. Krüger 3:2 (4:11, 11:8, 10:12, 11:9, 11:5), Hahn – F. Rang 1:3 (12:10, 10:12, 10:12, 6:11), Brockhoff - Grützmacher 3:0 (11:0, 11:0, 11:0), Köchy – H. Rang 0:3 (10:12, 9:11, 7:11), Kiel – Rüdebusch 0:3 (5:11, 7:11, 6:11), Maas – Scherf 3:1 (11:9, 11:9, 4:11, 11:6), Lohkemper – F. Rang 1:3 (7:11, 11:13, 11:9, 5:11), Hahn – W. Krüger 3:1 (12:14, 11:9, 11:3, 11:5), Köchy/Kiel – H. Rang/F. Rang 1:3 (11:8, 7:11, 7:11, 5:11).

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