Torwart Stefan Brandes sichert dem FC Huntlosen den Einzug ins Viertelfinale

Vom Unglücksraben zum Pokalhelden

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Traf zum zwischenzeitlichen 2:0: Dennis Jielg vom FC Huntlosen (l.). ·

Wildeshausen - HUNTLOSEN · Wie schmal der Grat zwischen Glück und Pech ist, musste Stefan Brandes am Dienstagabend im letzten Kreispokal-Achtelfinale gegen den TSV Großenkneten am eigenen Leib erfahren. Dem Keeper des FC Huntlosen unterlief zunächst ein kapitaler Fehler, der zum 3:3-Endstand und damit zum entscheidenden Elfmeterschießen führte. Beim Stand von 9:8 für den Kreisklassen-Spitzenreiter schlug dann aber seine Stunde. Denn Brandes parierte den Elfmeter von Großenknetens Ole Bodem und sicherte seinem Team den Einzug ins Viertelfinale.

„Es war wirklich alles dabei“, meinte Huntlosens Trainer Reiner Woitzyk zu einem kurzweiligen Spiel, in dem die Gastgeber zunächst ein wahres Feuerwerk abbrannten. „Eine Demonstration war das. Wir haben Großenkneten in der ersten Hälfte an die Wand gespielt“, sprach der FCH-Coach von einer einseitigen Begegnung. Entsprechend früh gingen die Huntloser in Führung. Dennis Petko traf per Strafstoß zum 1:0 (6.), nachdem Andre Hesselmann gefoult worden war. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Dennis Jielg auf 2:0 (45.). Und als Hesselmann in der 53. Minute per sehenswertem Freistoß (Woitzyk: „Ein echter Strich“) das 3:0 erzielte, schien die Messe für die favorisierten Gäste bereits gelesen. „Großenkneten konnte glücklich sein, nicht noch höher zurückzuliegen“, meinte Woitzyk, dessen Team zwischenzeitlich Pfosten und Latte getroffen hatte, ehe Pascal Grüner das unverhoffte 1:3 glückte (65.). Dass die Gäste im Anschluss durch Jann Asche das 2:3 erzielten (83.), war auch den häufigen Auswechslungen der Huntloser geschuldet. „Ich habe ja ohnehin von Beginn an einigen Spielern aus der ersten Elf eine Pause gegönnt und wollte auch Spieler aus der zweiten Reihe zum Zuge kommen lassen“, meinte Woitzyk. Dass die Gastgeber danach noch das 3:3 kassierten (86.), war indes nicht damit zu erklären. Sondern lag einzig und allein am Fauxpas von Keeper Brandes, der den nicht gerade harten Schuss von Florian Jaedicke „schon gehalten hatte, sich dann aber selbst ins Tor boxte“, gab Woitzyk zu, dass ihn dieser Treffer „richtig ärgerte“. „Aber die Jungs wollten unbedingt gewinnen“, beobachtete Huntlosens Trainer eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“. Allerdings mussten die Spieler um den Einzug ins Viertelfinale lange zittern, mussten doch insgesamt 18 Schützen im Elfmeterschießen ran. Nachdem jeweils beide Teams zwei Mal verschossen hatten und Sebastian Merz den FC Huntlosen mit 9:8 in Front brachte, musste Großenknetens Ole Bodem verwandeln – und scheiterte an Brandes. · dsc

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