Zu ungewohnt früher Anstoßzeit muss VfL Wildeshausen ran

Nichts für Langschläfer

Eventuell hilft Lauren Riedel im Auswärtsspiel beim WSC Frisia Wilhelmshaven zwischen den Pfosten aus. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Logischerweise hat die Tabelle nach dem ersten Spieltag noch keine Aussagekraft. Deshalb wäre es wohl auch voreilig, von einem Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga zu sprechen, wenn der zweitplatzierte WSC Frisia Wilhelmshaven den Klassenprimus VfL Wildeshausen empfängt (Sonntag, 11 Uhr). Aber als Standortbestimmung taugt die Partie zwischen den beiden zum erweiterten Favoritenkreis zählenden Mannschaften allemal.

Während Wildeshausens 6:0-Auftakterfolg über den TSV Abbehausen bestenfalls durch die Höhe überraschte, setzte der WSC zum Saisonstart direkt mal ein Ausrufezeichen: Mit 5:0 triumphierten die Jadestädter beim ebenfalls stark einzuschätzenden VfB Oldenburg II. „Ein echter Paukenschlag“, findet Wildeshausens Trainer Marcel Bragula. Das Ergebnis zeige, dass Frisia zurecht hochgehandelt werde.

Das WSC-Übungsleiterduo Sebastian Block und Timo Voß verfügt über einen breit aufgestellten und ausgeglichen besetzten Kader. „Die Mannschaft hat keine Schwachstellen. Wenn sie in Oldenburg sogar einen Björn Boller auf der Bank lassen können, will das schon was heißen“, erläutert Bragula. Frisias Prunkstück sei zweifellos die Offensive um Julian Mülder und Tim Rister. Mülder knipste gegen die VfB-Reserve zwei-, sein Angriffspartner Rister einmal. „Beide sind robust, schnell, aggressiv und torgefährlich – das ist schon ein gutes Sturmduo“, meint Bragula anerkennend: „Da werden wir defensiv ganz anders gefordert sein als gegen Abbehausen.“

Aufgrund der ungewohnt frühen Anstoßzeit an der Freiligrathstraße machen sich die Gäste bereits um 8.30 Uhr auf den Weg. „Das ist sportlich, aber nicht zu ändern“, sagt Bragula. Einen großen Wettbewerbsnachteil sieht er darin jedoch nicht: „Dann muss man am Abend vorher halt ein bisschen eher schlafen gehen.“ Dagegen wurmt es ihn, dass Frisia die von VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel während des Staffeltages geäußerte Bitte um Spielverlegung abgelehnt hat. Denn schon damals war abzusehen, dass die Krandel-Kicker an diesem Wochenende einen größeren personellen Engpass haben würden.

Neben dem langzeitverletzten Kevin Kari (Armbruch) fehlen unter anderem die beiden Torhüter Sebastian Pundsack und Felix Dittrich. „Ich hoffe, dass Lauren Riedel einspringt“, erklärt Bragula. Der VfL-Coach hatte bis Freitagmittag lediglich 13 Namen auf dem Zettel. Um das schmale Aufgebot zumindest etwas aufzustocken, wird er noch bei der U 23 anklopfen. „Das ändert aber nichts an unserer Zielsetzung, die Punkte einzufahren“, betont Bragula. - mar

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