U12-Faustballerinnen des TV Brettorf werden überraschend deutscher Meister

Düßmann-Crew spielt ihre technischen Vorteile aus

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Ausgelassen bejubeln Hannah Meyer (v.l.), Merle Meves, Carina Hirsch, Co-Trainerin Sabrina Rohling, Janine Becker, Lilli Schnier, Sana Rasho, Trainerin Silvia Düßmann, Christin Hirsch und Melissa Lux vom TV Brettorf den DM-Titel.

Heidkrug - Als krasser Außenseiter gestartet und am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen: Die U12-Faustballerinnen des TV Brettorf haben bei der deutschen Meisterschaft in Heidkrug für eine faustdicke Überraschung gesorgt.

„Wir waren Dritter im Bezirk und Fünfter bei der Landesmeisterschaft – deshalb haben wir nicht im Traum daran gedacht, dass wir den DM-Titel nach Hause bringen“, berichtete die überglückliche Trainerin Silvia Düßmann.

Doch bereits in der Vorrunde zeichnete sich ab, dass ihre Crew ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden würde. In der vermeintlich stärkeren Gruppe A bezwang der TV Brettorf zum Auftakt Niedersachsenmeister MTSV Selsingen mit 11:8, 11:6 und anschließend den auf Landesebene drittplatzierten Ahlhorner SV mit 11:7, 11:7. „Die drei anderen Vorrundenspiele waren eigentlich nur Formsache“, meinte Silvia Düßmann. Gegen den TuS Wakendorf-Götzberg (11:0, 11:4) und den Güstrower SC (11:3, 11:2) gab es klare Siege. Aber auch der Satzverlust gegen den SV Energie Görlitz (11:0, 9:11) konnte nicht verhindern, dass sich der TV Brettorf als Gruppenerster direkt für das Halbfinale qualifizierte.

Dort wartete erneut der MTSV Selsingen. Trotz eines 5:8-Rückstandes behielten die Brettorferinnen die Nerven, machten sechs Punkte in Serie, gewannen den ersten Satz mit 11:8 und anschließend auch den zweiten Durchgang mit 11:6. Im Finale gegen den SV Düdenbüttel blieb der TV Brettorf seiner Linie treu, spielte geduldig, konsequent und diszipliniert und triumphierte nach einer hochklassigen Partie mit 15:13, 11:9. „Das war eine kompakte Mannschaftsleistung! Wir haben unsere technischen Vorteile gegenüber den anderen Mannschaften ausgespielt – da hat sich das Training bezahlt gemacht“, freute sich Silvia Düßmann. Die Goldmedaille feierte sie mit ihren Schützlingen anschließend während des obligatorischen Besuchs eines Fast-Food-Restaurants.

Grund zur Freude hatten auch die Mädchen des Ahlhorner SV. Das Team der Trainerinnen Edda Meiners und Bianca Nadermann sicherte sich durch das 12:10, 11:5 über den MTSV Selsingen die Bronzemedaille. „Eine klasse Leistung unserer Mädchen! Nachdem sie sehr knapp und sehr unglücklich im Halbfinale verloren hatten, sind sie noch einmal gut zurückgekommen“, sagte Edda Meiners. Durch das 11:9, 14:15, 10:12 gegen den SV Düdenbüttel hatten ihre Schützlinge das Endspiel nur denkbar knapp verpasst. Als Vorrundenzweiter musste der ASV durch die Qualifikation, löste die Aufgabe gegen den TV Herrnwahlthann aber souverän (11:4, 11:4).

Bei der männlichen U12 gingen die Landkreis-Vertreter hingegen leer aus. Der TV Brettorf belegte unter insgesamt 24 Teams den siebten Rang. Die Mannschaft von Malte Hollmann und Tim Lemke musste als Dritter der Vorrundengruppe B in der Qualifikation gegen den Ahlhorner SV, den Zweiten der Gruppe A, antreten. Das Derby entschieden die Brettorfer klar mit 11:5, 11:8 für sich. Im Viertelfinale war beim 7:11, 7:11 gegen die Berliner TS dann aber Endstation. „Wir hatten keine Chance. Berlin war der absolute Topfavorit und absolut verdient den Titel geholt – das war großartig, was die gespielt haben“, lobte Tim Lemke den späteren deutschen Meister.

Für die Brettorfer ging es anschließend um die Plätze fünf bis acht. Nach dem 7:11, 7:11 gegen den Ohligser TV ließen sie gegen den SV Amendingen im Match um Rang sieben nichts anbrennen (11:9, 11:3). „Das war schon sehr gut – ich bin mit unserem Abschneiden zufrieden“, bilanzierte Tim Lemke.

Der Ahlhorner SV lief nach dem 12:10, 3:11, 14:12 gegen den TuS Empelde auf Platz elf ein, Ausrichter TuS Heidkrug belegte Rang 20.

mar

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