Linksaußen verletzt sich beim 24:28 in Oyten am Knie

TV Neerstedt verliert Spiel und Eike Kolpack

Neerstedts Marcel Reuter (links) versucht an Oytens Maximilian Sell vorbeizukommen.
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Mit Bauchgefühl: Neerstedts Marcel Reuter (l.) versucht an Oytens Maximilian Sell vorbeizukommen.

Oyten – Selbst elf Treffer von Thomas Schuetzmann haben den Verbandsliga-Handballern des TV Neerstedt im Spitzenspiel beim TV Oyten nicht zu etwas Zählbarem gereicht. Nach dem 24:28 (11:12) im Landkreis Verden weisen die Männer aus der Gemeinde Dötlingen nunmehr fünf Punkte Rückstand zum weiterhin ungeschlagenen Aufsteiger auf.

Noch bitterer als die Niederlage könnte sich die Verletzung von Eike Kolpack erweisen. Kolpack, der im Team von Trainer Andreas Müller seit dieser Saison auf dem linken Flügel spielt, war nach 20 Minuten mit dick geschwollenem Knie vom Feld gehumpelt. „Das sah nicht gut aus. Ich befürchte, das war es für Eike mit dieser Saison“, fällt die Prognose von Müller düster aus.

Nachdem Mittelmann Andrej Kunz bereits im Vorfeld aus privaten Gründen passen musste, waren Müller nach dem Ausfall vom bis dato zweimal per Gegenstoß erfolgreichen Kolpack die Alternativen ausgegangen. „Wir machen es im ersten Durchgang in der Abwehr richtig gut. Über 60 Minuten sind solche Ausfälle gegen einen starken Gegner wie den TV Oyten aber nur schwer zu kompensieren“, resümierte Müller.

Auf die Verliererstraße geriet seine Crew in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Bis auf 17:12 (37.) war der TV Oyten in der Phase nach Wiederanpfiff enteilt. „Uns hat die Tiefe im Spiel gefehlt. Wir haben es nicht geschafft, auch einmal die eine oder andere Zeitstrafe zu ziehen“, bemängelte der Übungsleiter der Gäste.

Dabei hätte die Partie für die Neerstedter kaum besser beginnen können. Viermal scheiterten die Gastgeber in den ersten Minuten am gut aufgelegten Lukas Oltmanns im Kasten der Grün-Weißen. Vorne war auf Thomas Schuetzmann Verlass. Quasi im Alleingang zeichnete der ehemalige Drittliga-Akteur für die 3:1-Führung der Gäste verantwortlich (5.). Beim 3:3 (7.) – Noah Dreyer hatte für den TV Oyten per Siebenmeter ausgeglichen – war dann aber auch der Primus im Spiel. Bis zur Halbzeit bekamen die Zuschauer dann das von Müller vorhergesagte enge Match geboten. In der Schlussphase ließen sich die Gastgeber auch durch eine doppelte Manndeckung gegen Dreyer (5/3) und Leonard Fischer (4) nicht aus der Spur bringen.

„Meine Jungs schauen natürlich auch auf die Tabelle. Zu Anfang habe ich die Unbekümmertheit der ersten Spiele vermisst“, sagte Lars Müller-Dormann, der die „Vampires“ gemeinsam mit Marc Winter trainiert. Für Winter war die Phase nach der Halbzeit entscheidend: „Im ersten Durchgang sind wir zu langsam auf den Beinen. Wir haben den Spielern in der Pause gesagt, dass sie sich auf ihre Stärken besinnen und mit Spaß Handball spielen sollen – das haben sie dann 15 Minuten gut umgesetzt.“

Derweil blickt Müller mit sorgenvoller Miene nach vorne: „Ich gehe mal davon aus, dass die Saison unterbrochen wird. Wenn nicht, dann müssen wir personell umbauen.“ Laut Spielplan ginge es für den TV Neerstedt am Sonnabend, 4. Dezember, 19.30 Uhr, mit dem Verfolgerduell gegen den TSV Bremervörde weiter.

Stenogramm

TV Oyten – TV Neerstedt 28:24 (12:11)

TV Oyten: Metz, van den Berg, Lüdersen - Fischer (4), Grobler (1), Blau (5), M. Lange (4), D. Lange, Dreyer (5/3), Brüns (3), Zitnikov (5), Lübbers, Behrens (1), Sell

TV Neerstedt: Pecht, Oltmanns - Ch. Steenken (1), Marcel Reuter (2), Hoffmann (2), Schuetzmann (11/3), Kolpack (2), Uken (4), Poppe, Siemer (1), Auffarth (1), Hennken

Siebenmeter: TVO 8/3, TVN 5/3

Zeitstrafen: TVO 4, TVN 6

Schiedsrichter: Sören Petereit/Axel Tapper

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