Zehn Schuetzmann-Treffer und Rot für Siemer

TV Neerstedt setzt Müllers Plan beim 33:27-Erfolg in Wilhelmshaven in die Tat um

Michael Siemer vom TV Neerstedt beim Torwurf.
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Sah die Rote Karte: Für Neerstedts Abwehrchef Michael Siemer (am Ball) war die Partie in der Wilhelmshavener Nordfrost-Arena in der 43. Minute beendet.

Neerstedt – Die Nordfrost-Arena war für Andreas Müller bislang kein gutes Pflaster. Weder als Spieler noch als Trainer hatte der 44-Jährige dort jemals gewinnen können. Bis jetzt! Denn am Sonntag feierte Müller mit den Verbandsliga-Handballern des TV Neerstedt an der Jade einen 33:27 (19:14)-Erfolg über den Wilhelmshavener HV II. „Wir hatten einen klaren Plan und haben alles beherzigt, was wir uns vorgenommen hatten. Unterm Strich steht ein verdienter Sieger TV Neerstedt auf dem Zettel“, freute sich der Coach der Grün-Weißen.

Die Videoanalyse hatte Müller seinen Spielern überlassen. Offensichtlich hatten die Mannen um Andrej Kunz aufmerksam zugeschaut, denn von Beginn an hielten sie Justin Herrmann gut im Zaum. Der torgefährliche WHV-Spielmacher erzielte zwar acht Treffer. „Aber die kann er machen“, meinte Müller. Denn in den beiden vorherigen Partien hatte Herrmann insgesamt 31-mal eingenetzt und blieb damit deutlich unter seinem Schnitt. Auch Herrmanns kongenialen Partner am Kreis, Thorben Hackstein (5), hatte die Neerstedter 6:0-Abwehr mit dem starken Innenblock Eike Kolpack/Michael Siemer sicher im Griff. Immer wieder forcierten die Grün-Weißen Ballgewinne, die sie zu einfachen Treffern nutzten.

Gegen die Wilhelmshavener 5:1-Deckung waren viele Übergänge mit Einläufern das Neerstedter Mittel der Wahl. Ab dem 2:2 (5.) durch Herrmann setzten sich die Gäste langsam ab. Rechtsaußen Michael Uken zeichnete für das 6:3 (8.) verantwortlich. Bis zur Pause zog Neerstedt auf fünf Treffer davon – Marcel Reuter besorgte das 19:14.

„Dieses Polster brauchten wir auch“, unterstrich Müller. Denn wie schon in den vorherigen Begegnungen fand seine Crew nur schleppend wieder ins Spiel. So konnte die Wilhelmshavener Drittliga-Reserve verkürzen. Nach dem 20:22 (39.) von Jan Bennet Behrends (7) nahm Müller eine Auszeit, um seine Schützlinge „kurz zu sortieren und ihnen den Plan wieder ins Gedächtnis zu rufen“. Mit Erfolg! Uken und Siemer bauten den Vorsprung mit ihren Treffern zum 24:20 (41.) sofort wieder auf vier Tore aus.

Knifflig wurde es dann nochmal, als TVN-Abwehrchef Siemer kurz nach seinem insgesamt fünften Treffer zum 25:21 die Rote Karte sah (43.). Der 31-Jährige hatte einen Gegenspieler in der Luft geschubst. „Für die Schiedsrichter war das gefährliches Spiel. Ob man das so sehen muss, sei dahin gestellt“, sagte Müller. Da Julian Hoffmann seinen Kreisläuferkollegen nahtlos im Innenblock ersetzte und Siemer in der kommenden Auswärtspartie bei der HSG Heidmark (Sonnabend, 16. Oktober, 19.30 Uhr) wieder mitwirken darf, nahm Müller die Entscheidung der Referees relativ gelassen.

Die Sieben von WHV-Coach Matej Kozul kam im weiteren Verlauf zwar auf 23:25 (47.) und 24:26 (50.) heran. „Aber am Ende spielen wir es dann relativ routiniert runter. Selbst als es ein bisschen hitziger wurde, haben wir einen kühlen Kopf bewahrt“, registrierte Müller erfreut. Routinier Thomas Schuetzmann, erneut bester Neerstedter Werfer, sorgte mit seinem zehnten Treffer für den 33:27-Endstand.

Durch den Sieg hat der TV Neerstedt nun 6:2 Punkte auf dem Konto und bleibt in der Tabelle weiterhin oben dabei.

Stenogramm

Wilhelmshavener HV II – TV Neerstedt 27:33 (14:19)

Wilhelmshavener HV II: Berens, Senf - Hackstein (5), Lehmann (1), Theede, Dröge (4), Albers (1), Herrmann (8/2), Weiner, Kaschke (1), Yassin, Frackowiak, Behrends (7)

TV Neerstedt: Pecht, Oltmanns - Ch. Steenken, Schrader, Marcel Reuter (3), Hoffmann (1), Schuetzmann (10/3), Kolpack (2), Uken (3), Poppe (4), Siemer (5), Auffarth, Hennken, Kunz (5/1)

Siebenmeter: WHV 4/2, TVN 6/4

Zeitstrafen: WHV 4, TVN 1

Schiedsrichter: Björn Nyhuis/Sören Petereit

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte ohne Bericht für Michael Siemer (TV Neerstedt/43.).

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