Linksaußen kommt vom Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg

Handball-Verbandsligist TV Neerstedt holt Marvin Auffarth

Marvin Auffarth präsentiert ein Trikot des Handball-Verbandsligisten TV Neerstedt.
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Wechsel perfekt: Marvin Auffarth kommt vom Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg zum Verbandsligisten TV Neerstedt.

Neerstedt – Die Fußstapfen, die Marcel Behlmer beim TV Neerstedt hinterlassen hat, sind nicht gerade klein. Der 27-Jährige, der in der kommenden Saison für den Oberligisten HSG Schwanewede/Neuenkirchen auflaufen wird, war in den vergangenen beiden Corona-Spielzeiten mit insgesamt 135 Treffern in 22 Partien nicht nur der erfolgreichste Werfer des Handball-Verbandsligisten, sondern bleibt bei den Grün-Weißen auch als Typ positiv in Erinnerung. Behlmer zu ersetzen, dürfte keine einfache Aufgabe werden. Marvin Auffarth will es trotzdem versuchen. Der 23-Jährige ist der zweite Neuzugang des TV Neerstedt für die Saison 2021/2022.

Tim Gersner ist froh, die Lücke auf der linken Flanke so schnell wieder geschlossen zu haben. „Außerdem ist es großartig, dass wir einen weiteren jungen und entwicklungsfähigen Spieler von unserem Weg beim TV Neerstedt überzeugen konnten“, meint der Vereinsvorsitzende.

Auffarth spielte bislang für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Landesliga. Ähnlich wie sein Vorgänger Behlmer kann der Linksaußen auch im linken Rückraum agieren. „Marvin wird bei uns hauptsächlich auf der Linksaußenposition zum Einsatz kommen“, erläutert Andreas Müller. Bevor Neerstedts Trainer im Jahr 2019 in die Gemeinde Dötlingen gewechselt war, hat er bei der Landkreis-HSG bereits mit Auffarth zusammengearbeitet. „Er kennt mich also“, verdeutlicht der 43-jährige B-Lizenzinhaber.

In der vergangenen Saison blieb Auffarth ohne jede Wettkampfpraxis. In der Landesklassen-Serie 2019/2020 kam er in 14 von 19 Partien für die Crew von HSG-Coach Stefan Buß zum Einsatz. Zur Vizemeisterschaft und zum Aufstieg steuerte Auffarth insgesamt 20 Treffer bei, allein fünf davon beim 30:23 über die HSG Verden-Aller. Zwei Etagen höher netzte Behlmer auch schon mal zweistellig. „Aber an Marcel werden wir Marvin nicht messen. Diesen Druck dürfen wir ihm nicht auferlegen. Die Tore müssen wir auf mehrere Schultern verteilen“, kündigt Müller an.

Trotzdem will sich Auffarth in der Verbandsliga beweisen. Vom TV Neerstedt war er schnell überzeugt. „Die Gespräche mit Trainer und Verein haben sich für mich sehr positiv dargestellt. Ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass in Neerstedt erfolgreich Handball gespielt wird“, sagt er.

Coach Müller freut sich derweil, „einen weiteren jungen Spieler für uns begeistert zu haben, der Lust hat, unseren Neerstedter Weg mit anzugehen“. Auffarth sei mit rund 1,90 Metern für einen Außenspieler recht groß. „Dafür hat er eine unheimliche Reichweite und einen guten Wurf“, sagt der Übungsleiter. Nur an der Wurfauswahl müsse der Grüppenbührener arbeiten. Dafür sei er aber schnell und trainingsfleißig. „Ich glaube, dass er eine Bereicherung für uns darstellen wird“, ist Müller überzeugt.

Vor Marvin Auffarth hatte sich der TV Neerstedt bereits mit Rückraumspieler Thies Hermann (HC Bremen) für die kommende Saison verstärkt. „Und das sollen nicht die beiden einzigen Neuen bleiben. Ich möchte den Kader etwas breiter aufstellen. Deshalb werden wir noch ein bis zwei Leute holen“, kündigt Müller an. Bedarf sieht er „auf allen Positionen außer am Kreis und im Tor“.

Aus dem bisherigen Kader haben das Torhüterduo Lukas Oltmanns und Kevin Pecht, sowie die Feldspieler Julian Hoffmann, Andrej Kunz, Michael Siemer, Florian Schrader, Felix Hennken, Christoph Steenken und Michael Uken für die kommende Saison zugesagt. Die sportliche Zukunft von Rückraumshooter Eike Kolpack sowie der Linkshänder Kevin Pintscher, Marcel und Mirko Reuter ist noch offen. „Die Gespräche laufen. Bei dem einen oder anderen gibt es in Kürze was zu vermelden“, berichtet Müller.

Neben Marcel Behlmer, dem der Fahrtaufwand zu groß wurde, hat sich auch Kreisläufer Philipp Hollmann (berufliche und private Gründe) verabschiedet.

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