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TV Neerstedt erwischt beim 18:36 in Osnabrück einen „rabenschwarzen Tag“

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Von: Jürgen Prütt

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Kirsten Kurok vom TV Neerstedt beim Torwurf.
Brachte ihre Mannschaft erstmals auf die Anzeigentafel: Kirsten Kurok (beim Wurf) traf in der zehnten Minute zum 1:7. © Tamino Büttner

Neerstedt – Ihre Rückkehr auf die Bank des Handball-Oberligisten TV Neerstedt hatte sich Cordula Schröder-Brockshus dann doch etwas anders vorgestellt. Zwei Spiele hatte die Trainerin der Grün-Weißen coronabedingt verpasst. Beide Male war ihr Team als Sieger vom Feld gegangen. Co-Trainer Andrej Kunz und der frühere Coach Maik Haverkamp hatten Neerstedts Frauen in den Partien gegen die SG Neuenhaus/Uelsen (30:21) und die HSG Hude/Falkenburg (28:17) zum Sieg geführt. Und nun das: Durch das 18:36 (6:18) bei der HSG Osnabrück haben die Hoffnungen des TV Neerstedt auf den Klassenerhalt nach zuletzt drei Siegen in Folge einen kräftigen Dämpfer verpasst bekommen.

Lange schütteln kann sich der Tabellenelfte aus der Gemeinde Dötlingen nicht: Bereits am Mittwoch, 4. Mai, 20 Uhr, geht es mit der wichtigen Partie beim Vorletzten GW Mühlen weiter.

Bei der HSG Osnabrück war das Spiel für den TV Neerstedt bereits gelaufen, bevor es richtig begonnen hatte. In schneller Folge schlugen die Bälle bis zum 7:0 (9.) im Kasten von Torhüterin Rieke von Seggern ein. Erstmals jubeln durften die Gäste beim 1:7 (10.) durch Kirsten Kurok. Beim 13:3 (20.) lagen dann bereits zehn Treffer zwischen den beiden Teams.

Cordula Schröder-Brockshus sprach in ihrem Resümee von einem „rabenschwarzen Tag“ ihrer Mannschaft. Von Beginn an sei ihre Crew nicht richtig da gewesen, konstatierte die B-Lizenztrainerin. „Hinten bekommen wir keinen Zugriff, und vorne versemmeln wir einen Angriff nach dem anderen.“ Um die 20 Fehlwürfe und noch einmal so viele technische Fehler hatte Schröder-Brockshus notiert. Die Gastgeberinnen seien allerdings auch der erwartet schwere Gegner gewesen, befand die 29-Jährige. Die HSG Osnabrück habe nicht von ungefähr in diesem Jahr in eigener Halle noch keine Partie verloren und dabei auch den Topteams aus Stade und Wilhelmshaven die Punkte abgeknöpft, erklärte Cordula Schröder-Brockshus.

Am Ende war Neerstedts Übungsleiterin froh, dass es für ihre Sieben dann doch kein völliges Debakel wurde. „In den letzten 20 Minuten haben wir den Abstand dann zumindest bei 20 Toren gehalten“, stellte Schröder-Brockshus fest, nachdem Anna Rippe und Johanna Stuffel für den Endstand gesorgt hatten. „Wir müssen das Spiel einfach schnell abhaken“, gilt der Fokus von Schröder-Brockshus dem Match in Mühlen.

Stenogramm

HSG Osnabrück – TV Neerstedt 36:18 (18:6)

HSG Osnabrück: Glandorf, Loock - Meyer (8/2), Waltermann (2), L. Elberg (5), Kübler, J. Elberg (6), Nikolaus (2), Schilberg (4), Scheidemann (1), Assmann (3), Schoppe (1), Pickenpack, Kortlücke (4)

TV Neerstedt: von Seggern, Huntemann - Voigt (2), Albes (2), Hanuscheck, Struß (3/2), Weiland (1), Kurok (4), Stuffel (4), Sempert, Rippe (2), Müsch

Siebenmeter: HSG 2/2, TVN 4/2

Zeitstrafen: HSG 2, TVN 2

Schiedsrichter: Marcel van den Hoek

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