Nächster Titel für Pfungstadt

TV Brettorf bejubelt DM-Bronze

Timo Kläner (von links), Marcel Osterloh, Moritz Cording, Hauke Spille, Malte Hollmann, Tom Hartung, Vincent Neu, Hauke Rykena und Trainer Klaus Tabke vom TV Brettorf freuen sich über den Gewinn der Bronzemedaille bei der Heim-DM.
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Strahlender Dritter: Timo Kläner (v. l.), Marcel Osterloh, Moritz Cording, Hauke Spille, Malte Hollmann, Tom Hartung, Vincent Neu, Hauke Rykena und Trainer Klaus Tabke vom TV Brettorf freuen sich über den Gewinn der Bronzemedaille bei der Heim-DM.

Brettorf – „Super Brettorf, super Brettorf – hey, hey!“ So hört es sich an, wenn ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Zusammen mit ihren Fans feierten die Faustballer des TV Brettorf den Gewinn der Bronzemedaille bei ihrer Heim-DM. Durch das klare 3:0 (11:5, 11:8, 11:7) über die Berliner TS hatte die Crew von Trainer Klaus Tabke dem Verein das erste Edelmetall bei einer Feld-DM seit exakt zehn Jahren beschert. 2011 hatte es für die Brettorfer Männer in Vaihingen/Enz Silber gegeben.

„Die Jungs haben in den letzten fünf Wochen super gearbeitet und mitgezogen – das ist der Lohn dafür“, jubelte der überglückliche TVB-Coach wenige Minuten nachdem Angreifer Hauke Rykena im Spiel um Platz drei den insgesamt zweiten Matchball mit einem Ass verwandelt hatte. Brettorf war den Hauptstädtern, gegen die sie in der Punktrunde noch mit 1:3 das Nachsehen hatten, diesmal eindeutig überlegen. Die Berliner lagen in der gesamten Partie nur einmal in Führung, und zwar beim 1:0 im dritten Satz. Wie sehr die Brettorfer den Sieg wollten, zeigten sie dann wenig später. Beim Stand von 5:4 rettete Mittelmann Hauke Spille zunächst spektakulär, und dann schlug Abwehrspieler Tom Hartung den Ball von hinter der Grundlinie aus der Luft zurück ins Berliner Feld – 6:4. Die Fans tobten.

„Ich bin megastolz auf meinen Kindergarten, wie ich die Truppe gerne nenne“, strahlte Tabke. Damit spielte er auf das junge Durchschnittsalter seiner Schützlinge an. Marcel Osterloh, Moritz Cording, Hauke Spille, Tom Hartung, Vincent Neu und Hauke Rykena hatten 2017 zusammen den DM-Titel in der U 18 gewonnen. Die beiden Routiniers Timo Kläner (nach Fuß-OP) und Malte Hollmann kamen keine Sekunde zum Einsatz. „Macht nichts! Das Bier schmeckt trotzdem. Ist doch super, dass wir keinen Grund hatten zu wechseln“, stellte Kapitän Hollmann den Erfolg der Mannschaft in den Vordergrund.

Wegen der Unerfahrenheit sieht Tabke das Leistungsvermögen seiner Schützlinge auch „noch nicht ganz ausgereizt“. Sonst wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. „Wenn die Jungs etwas abgebrühter gewesen wären, wären sie in der Lage gewesen, auch das Spiel gegen Pfungstadt für sich zu entscheiden“, sagte Tabke mit Blick auf das knapp verlorene Halbfinale. Nach zweimaligem Satzrückstand setzte sich der Serienmeister um Ausnahmeangreifer Patrick Thomas noch mit 3:2 (8:11, 11:7, 3:11, 11:5, 11:9) durch.

Vor allem in den ersten drei Durchgängen trumpfte der Außenseiter ganz stark auf. Die Annahme klappte perfekt. Hauke Rykena stellte die TSV-Abwehr mit seinen Angaben vor große Probleme, und Linksschläger Vincent Neu punktete immer wieder spektakulär. Doch angesichts der möglichen Sensation lief bei den Brettorfern ab der 2:1-Satzführung das Kopfkino, während der Titelverteidiger nun seine ganze Routine ausspielte. „Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir waren ganz knapp davor, Pfungstadt zu schlagen“, meinte Defensivmann Tom Hartung.

Punktete immer wieder spektakulär: Brettorfs Linksschläger Vincent Neu begeisterte die Fans.

Das konnte Pfungstadts Finalgegner TSV Hagen 1860 nicht von sich behaupten. Beim 3:0 (11:7, 11:9, 11:9) ließen die Südhessen dem Nordmeister nicht den Hauch einer Chance, holten sich ihren elften DM-Titel in den vergangenen zwölf Jahren und den vierten in Serie.

Coronabedingt war in diesem Sommer erneut nur eine einfache Punktrunde gespielt worden. „Das war nicht ganz einfach. Wir haben uns doch das eine oder andere Mal schwergetan“, erinnert sich Tabke. Rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt war seine Mannschaft dann aber „voll fokussiert“. Trotz zweier Satzrückstände gewann Brettorf das Qualifikationsspiel gegen den Süd-Dritten TV 1880 Käfertal mit 3:2 (8:11, 11:7, 9:11, 11:7, 11:6) und hatte dadurch das erste Etappenziel – am Sonntag um die Medaillen zu spielen – bereits erreicht.

Mit den zehn Sätzen vom ersten Turniertag in den Knochen und Muskeln habe „das Aufwärmen ein bisschen länger gedauert“ als sonst, bekannte Vincent Neu. Doch die Strapazen hätten sich gelohnt. „Auf eigener Anlage eine Medaille zu holen, ist fantastisch“, schwärmte der U 21-Nationalspieler mit der Aussicht auf „das eine oder andere Kaltgetränk“.

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