Vier Spiele Sperre nach Faustschlag

TuS Hasbergen sieht Mitschuld beim SC Colnrade

Platzverweis: Nach seiner Roten Karte im Heimspiel gegen den SC Colnrade wurde Hasbergens Kapitän Kevin Lersch für vier Pflichtspiele gesperrt.
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Platzverweis: Nach seiner Roten Karte im Heimspiel gegen den SC Colnrade wurde Hasbergens Kapitän Kevin Lersch für vier Pflichtspiele gesperrt.

HasbergenKevin Lersch vom TuS Hasbergen ist nach seiner Roten Karte im Heimspiel der 1. Fußball-Kreisklasse gegen den SC Colnrade (4:3) für vier Pflichtspiele gesperrt worden. Das erklärte Staffelleiter Thomas Luthardt auf Nachfrage unserer Zeitung. Luthardt wertete Lerschs Faustschlag an den Hinterkopf des Colnraders Christoph Popow als Tätlichkeit.

„Ich will nichts beschönigen. Kevin Lersch hat einen Fehler gemacht“, sagt Dieter Michael Beier, der Vorsitzende des TuS Hasbergen. Sowohl der Faustschlag als auch das vorangegangene heftige Foul seines Kapitäns an Colnrades Spielertrainer Sascha Albers seien absolut unstrittig, betont Beier. Er möchte allerdings erwähnt wissen, dass auch die Gäste ihren Anteil zu den unschönen Szenen beigetragen hätten.

Ausgangspunkt war besagtes Foul von Lersch an Albers. Anschließend lief Popow – eigentlich SC-Spieler, an diesem Tag aber nicht im Aufgebot – aufs Feld, um seinen verletzten Spielertrainer zu behandeln. Dabei habe Popow Lersch beschimpft, berichtet Beier. Der Colnrader sei außerdem „als Erster handgreiflich geworden und hat Kevin gegen den Kehlkopf geschlagen“, schildert der Vereinsvorsitzende seine Sicht der Dinge.

„Totaler Blödsinn!“, entgegnet Popow. „Als ich auf den Platz gegangen bin, habe ich zu ihm gesagt: ,Hast du einen Vogel!? Das ist Fußball und kein Kampfsport.‘ Wenn überhaupt, habe ich den Spieler nur zur Seite gedrückt, um zu Sascha zu kommen. Aber geschlagen habe ich ihn auf keinen Fall! Definitiv nicht!“

Nach dem Fausthieb auf seinen Hinterkopf sei er zu Boden gegangen und „kurz bewusstlos“ gewesen. Wegen einer „leichten Gehirnerschütterung“ sei er „eine Woche krankgeschrieben“ worden. Das habe Popow jedoch nicht daran gehindert, schon am Donnerstag, also vier Tage nach dem Zwischenfall, für den SC Colnrade im Derby beim TSV Ippener aufzulaufen, wie Beier anmerkt.

Inzwischen haben Lersch und Popow miteinander telefoniert. „Ich wollte mich außergerichtlich mit ihm einigen“, sagt der Colnrader. Doch dazu ist es bisher nicht gekommen. So wie es aussieht, wird das Spiel demnach in die (juristische) Verlängerung gehen. „Klar werde ich Anzeige erstatten! Ich lass’ mich doch nicht einfach so umkloppen“, bekräftigt Popow. Sollte es dazu kommen, kündigt der TuS Hasbergen eine entsprechende Reaktion an: „Wenn er Anzeige erstattet, gibt es eine Gegenanzeige“, erklärte Vereinschef Beier gegenüber unserer Zeitung.

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