Wildeshausens Joker bereitet 1:1 beim SV Wilhelmshaven vor

Tramitzkes Einwechslung macht sich bezahlt

Alexander Kupka verletzte sich an der Schulter und musste ausgewechselt werden. - Foto: Wiechert

Wildeshausen - Das Jadestadion ist ein echtes Schmuckkästchen. Die 1999 fertiggestellte Arena des Fußball-Landesligisten SV Wilhelmshaven bietet Platz für 7500 Zuschauer. „Wenn man dieses tolle Stadion sieht und dann fast ein Heimspiel hat, dann erfüllt mich das mit Stolz“, sagte Marcel Bragula.

Der Trainer des VfL Wildeshausen freute sich über etliche Schlachtenbummler, die den Weg von der Hunte an die Jade auf sich genommen hatten, um sein Team zu unterstützen. Und die VfL-Fans durften den Trip nicht bereut haben: Durch das 1:1 (0:1) sind die Krandel-Kicker nun schon seit dem 12. November und zehn Spielen ungeschlagen, mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Dabei mussten die Wildeshauser erstmal eine kalte Dusche wegstecken: Bereits nach drei Minuten köpfte Agon Hasani nach einer Flanke von Robert Plichta das 1:0 für den Tabellenvorletzten. Plichta hatte Linksverteidiger Lukas Schneider im Zweikampf nicht gut aussehen lassen, und Torschütze Hasani freute sich über ungewohnten Freiraum. „Da muss einer dran sein. Das haben wir im Kollektiv schlecht verteidigt“, ärgerte sich Bragula.

Seine Crew wirkte nach dem frühen Rückstand geschockt und benötigte etwa eine Viertelstunde, um ihren Rhythmus zu finden. Dann mehrten sich bei den Gästen Ballbesitz und Chancen. Doch Torjäger Lennart Feldhus verzog knapp. Kurz danach parierte SVW-Keeper Robin Krey einen Kopfball von Ole Lehmkul stark (38.). Auch Jan Lehmkuhl und Janek Jacobs konnten das Runde nicht im Eckigen unterbringen.

„In der zweiten Hälfte haben wir dann das Kommando übernommen“, berichtete Bragula. Doch Wilhelmshaven blieb bei Kontern über den schnellen Plichta gefährlich. In der 69. Minute hatten VfL-Keeper Sebastian Pundsack und seine Vorderleute Glück, als die Latte für sie rettete.

Nachdem Feldhus, Jan Lehmkuhl und der eingewechselte Maximilian Seidel weitere Möglichkeiten zum Ausgleich verstreichen lassen hatten, reagierten Bragula und sein Trainerpartner Marco Elia. Sie brachten für Rechtsverteidiger Kai Meyer in René Tramitzke einen zweiten Stürmer und stellten vom anfänglichen 4:2:3:1-System auf eine 3:5:2-Formation um. Das machte sich prompt bezahlt: Tramitzke legte quer auf Jan Lehmkuhl, der von der Strafraumgrenze platziert zum 1:1 ins linke Eck vollendete (76.). Kurz vor Schluss passte Joker Tramitzke uneigennützig auf Janek Jacobs, obwohl er selbst den Abschluss hätte suchen können.

„Die erste Halbzeit war durchwachsen, in der zweiten waren wir die klar bessere Mannschaft. Aufgrund der Chancen ist das 1:1 am Ende verdient“, bilanzierte Bragula, bevor er „zufrieden“ die Heimfahrt antrat: „Es sagt einiges über unsere Verfassung aus, wenn wir zum SVW fahren, und die sich nur hinten reinstellen und auf Konter lauern.“

Einziger Wermutstropfen: VfL-Innenverteidiger Alexander Kupka stürzte kurz vor der Pause auf die Schulter und musste mit starken Schmerzen ausgewechselt werden.

mar

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