Tramitzke kann es auch mit der Hacke und aus der Distanz

Herbstmeister VfL Wildeshausen krönt Hinrunde mit 7:2 über Eintracht Oldenburg

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VfL-Torjäger René Tramitzke (l.) traf beim 7:2 gegen Eintracht Oldenburg doppelt.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die verdreckten Trikots sagten alles: Zum Abschluss der Hinrunde wurde im Krandel vor allem Fußball gearbeitet. Aber auch diese Disziplin beherrscht der VfL Wildeshausen. Durch das 7:2 (3:1) über den Tabellenvorletzten SV Eintracht Oldenburg sicherte sich der Bezirksliga-Spitzenreiter die Herbstmeisterschaft. 40 Punkte und das Torverhältnis von 57:10 sind die stolze Ausbeute. „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“, schwärmte VfL-Coach Marcel Bragula.

40 Punkte und das Torverhältnis von 57:10 sind die stolze Ausbeute. „Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“, schwärmte VfL-Coach Marcel Bragula. Auf matschigem Geläuf und bei strömendem Regen gelang den Wildeshausern längst nicht alles. „Das hat auch jeder gesehen“, bestätigte Bragula. „Aber bei diesen schwierigen Bedingungen sieben Tore zu schießen, spricht für die Mannschaft.“

Zunächst musste der Tabellenführer aber einem Rückstand hinterher laufen: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Alexander Kupka ging Tim-Chris Winzeck auf und davon. Felix Dittrich bekam zwar noch die Finger an den Ball, konnte das 0:1 aber nicht verhindern (5.). Dittrich hütete diesmal anstelle von VfL-Kapitän Sebastian Pundsack das Tor. „Felix gehört zu den drei Spielern mit der höchsten Trainingsbeteiligung und genießt ein hohes Ansehen in der Mannschaft – er musste einfach mal spielen“, begründete Bragula den Wechsel zwischen den Pfosten. Zudem beorderte er Rechtsverteidiger Jannik Wallner erstmals nach dreimonatiger Pause wieder in die Startelf.

Beginn der zweiten Halbzeit eher suboptimal

Von dem frühen Rückstand erholten sich die Krandel-Kicker jedoch schnell. Einen abgewehrten Eckstoß von Michael Eberle beförderte Sascha Görke zurück in die Gefahrenzone, und René Tramitzke leitete den Ball mit der Hacke volley weiter zum 1:1 ins Netz (8.). Eine Wallner-Flanke aus dem Halbfeld köpfte der sträflich unbewachte Thorben Schütte über Eintracht-Keeper Dennis Pollmann hinweg zum 2:1 ins Tor (33.). Wenig später vollendete Maximilian Seidel einen Spielzug über Lukas Schneider und Eberle zum 3:1 (35.).

Auch die zweite Halbzeit begann aus Sicht der Gastgeber eher suboptimal. Jannis Reichel kam im Laufduell mit Felix Dittrich zu Fall. Schiedsrichter Marcel Dahl (Rastede) zeigte auf den Punkt und blieb nach Rücksprache mit seinem Assistenten Jarik Meyer bei dieser Entscheidung. Hendrik Wiemken trat an und verwandelte zum 2:3 (48.). Dann gab es auch auf der Gegenseite Strafstoß: Benjamin Woltering hatte Tramitzke gelegt. Doch Eberle setzte die Kugel links neben das Tor (58.). „Das frühe 0:1, der Strafstoß gegen uns und der verschossene Elfmeter waren drei psychologische Momente, da wären bei anderen Mannschaften die Köpfe runter gegangen“, meinte Bragula. „Deshalb ein großes Kompliment an die Jungs, dass sie immer weiter gemacht haben.“

Bragula trotz „Böcken“ im Spiel zufrieden

Nach einem kapitalen Schnitzer von Schütte steuerte Reichel sogar auf den möglichen Ausgleich zu, scheiterte aber an Dittrich (61.). Stattdessen besorgte Sebastian Bröcker mit einem tollen Schuss das 4:2 (62.). Andreas Kari erhöhte direkt nach seiner Einwechslung auf 5:2 (71.). Dann zog Torjäger Tramitzke einfach mal aus gut und gerne 30 Metern ab, und der Ball senkte sich hinter Pollmann zum 6:2 ins Netz (81.). Sascha Görke, der diesmal die Kapitänsbinde trug, hatte Pech mit einem Lattentreffer (83.). Zum Abschluss einer herrlichen Kombination über Eberle und Kevin Kari musste Seidel nur noch zum 7:2 einschieben (86.).

„Ich bin zufrieden, auch wenn wir ein paar Böcke im Spiel hatten“, bilanzierte Bragula. Einziger Kritikpunkt: „Wenn wir merken, dass wir unser Passspiel nicht aufziehen können, dürfen wir es nicht klein-klein machen.“

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