Trainingsstart beim VfL Wildeshausen / Marco Elia „vom Kollektiv beeindruckt“

Bragulas Motto: Es entsteht ein Weg, wenn man ihn geht

+
Neues Bankpersonal für den VfL Wildeshausen: Betreuer Martin Stendal (v.l.), Coach Marcel Bragula und Co-Trainer Marco Elia.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Der Einstand von Ole Lehmkuhl beim Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen war suboptimal. Während seine künftigen Teamkollegen vollzählig zum Trainingsauftakt versammelt waren, ließ der Neuzugang vom Harpstedter TB auf sich warten. „Super Einstieg! Vielleicht sollten wir gleich zum Laufen kleine Gewichte aufpacken“, knurrte der neue VfL-Coach Marcel Bragula halb im Spaß, halb im Ernst.

Insgesamt 28 Akteure hatten sich zum Vorbereitungsstart im Krandel eingefunden, darunter auch die von den A-Junioren aufrückenden Schahuaz Amir-Juki, Nico Krumdiek, Pascal Hesselmann, Marius Meier und Junior Cavalcante-Monteiro. „Es ist unmöglich, mit 30 Leuten in die Saison zu gehen, aber ich finde es positiv, dass so viele angreifen wollen“, sagte Marcel Bragula und verwies auf den „Luxus in Wildeshausen“ mit der nur eine Liga tiefer spielenden Reserve: „Das ist einmalig im Kreis – wer hier fällt, fällt weich.“

Für die beiden Leistungsmannschaften „brauchen wir 40 gute Fußballer“, rechnete Bragula vor. „Wir sind ein Team, das eng mit den A-Junioren zusammenarbeitet. Außerdem muss die Durchlässigkeit in die unteren Mannschaften gewährleistet sein“, betonte der 39-Jährige. Denn der VfL werde in der Spielzeit 2014/2015 auch in der 2. Kreisklasse vertreten sein: Die in die 3. Kreisklasse aufgestiegene vierte Mannschaft nimmt das Aufstiegsrecht des bisherigen dritten Teams wahr, das – dann als Viertvertretung – in der 3. Kreisklasse bleibt.

Zum Vorbereitungsstart war auch der neue Betreuer Martin Stendal erschienen. Der längjährige Jugendtrainer und jetzige Jugendobmann ist im Gegensatz zum neuen Co- und Torwarttrainer Marco Elia im Krandel kein Unbekannter. Elia hütete unter anderem das Tor des VfB Oldenburg in der Regionalliga. „Wir sind seit 18 Jahren befreundet“, berichtete Marcel Bragula. „Was Fußball betrifft, haben wir die absolut identische Philosophie: Auch Marco ist ein Verfechter der modernen Spielweise – er wird uns weiterhelfen.“

Nachdem ihm Bragula den Job angeboten hatte, habe er sich in der abgelaufenen Saison einige Partien der Krandel-Kicker angeguckt, erzählte der 38-jährige Soldat. Er sei „beeindruckt vom Kollektiv und den Einzelspielern“, erklärte Elia, der wie Bragula die C-Lizenz Leistungsfußball besitzt. Der Oldenburger wird nicht nur die Keeper der ersten und zweiten Herren sowie der A-Junioren unter seine Fittiche nehmen, sondern soll Chefcoach Bragula auch bei der Gestaltung der Trainingspläne und bei Spielbeobachtungen unterstützen.

„Für einen sauberen Ablauf sind wir mit dem Vorbereitungsbeginn eigentlich drei bis vier Tage zu spät dran, aber ich denke, das ist noch ausreichend, um zum Punktspielstart am 3. August gerüstet zu sein“, erläuterte Marcel Bragula. Schwerpunkt sei das dreitägige Trainingslager in Garlstedt (11. bis 13. Juli). Die kommende Saison hat der Übungsleiter unter das Motto „Es entsteht ein Weg, wenn man ihn geht“ gestellt. „Darauf kann sich jeder seinen Reim bilden“, meinte Bragula vielsagend.

Das erste Teilstück dieses Weges legten sein Schützlinge anschließend beim 3000-Meter-Eingangstest zurück. „Die Ergebnisse waren in Ordnung“, stellte Bragula zufrieden fest. Der vergrippte Stürmer Maximilian Seidel ließ diesen Part aus.

Außenangreifer Majues Gebhardt-Bauer absolviert nach seiner Meniskus-Operation Lauftraining und befindet sich laut Bragula „auf einem guten Weg“. Der ebenfalls am Knie operierte Lennart Flege will im August wieder fit sein. Der Verteidiger dreht wie Flügelflitzer Janek Jacobs derzeit nur Laufrunden. „Junek steigt langsam wieder ein – es ist schlecht abzuschätzen, wann er wieder voll da ist“, meinte Bragula. Etwa eine Woche dürfte Abwehrspieler Valdrin Stublla fehlen, der sich ein Muttermal an der Schulter entfernen lassen hat. Der im August studienbedingt nach München ziehende Lukas Schneider kann wegen eines gebrochenen Zehs schon jetzt nicht mehr mitmischen. Torjäger Rene Tramitzke fehlt ab dem 14. Juli für drei Wochen wegen seiner Gesellenprüfung. Tramitzkes Sturmkollege André Hesselmann steht bis Oktober nur sporadisch zur Verfügung, weil er beruflich in Hannover zu tun hat. „Personell wird das spannend“, fürchtet Bragula.

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Korallen und Wesen aus der Tiefsee in Berlin zu sehen

Korallen und Wesen aus der Tiefsee in Berlin zu sehen

So bereitete sich Washington auf Trumps Vereidigung vor

So bereitete sich Washington auf Trumps Vereidigung vor

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Meistgelesene Artikel

Titel durchkreuzt Peukers Pläne

Titel durchkreuzt Peukers Pläne

„Hardy“ Dasenbrock gibt beim 33:34 ein starkes Comeback

„Hardy“ Dasenbrock gibt beim 33:34 ein starkes Comeback

Kläner geht auf Nummer sicher

Kläner geht auf Nummer sicher

Harpstedter TB will beim NFV-Futsal-Cup beste Leistung anbieten

Harpstedter TB will beim NFV-Futsal-Cup beste Leistung anbieten

Kommentare