Trainer übernimmt Tabellensiebten der 1. Kreisklasse

„Falken“ krallen sich Georg Zimmermann

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Georg Zimmermann trainiert künftig den TV Falkenburg.

Dötlingen/Falkenburg - Von Sven Marquart. Über mangelndes Interesse an seiner Person kann sich Georg Zimmermann nicht beklagen. Als er vor dreieinhalb Wochen seinen Ausstieg beim Fußball-Kreisligisten TV Dötlingen angekündigt hatte, flatterten ihm bereits am Tag danach die ersten Offerten ins Haus. „Es gab eine Reihe von Angeboten. Ich habe versucht, das Beste herauszufiltern“, berichtet der 61-Jährige. Inzwischen hat er seine Wahl getroffen. Den Zuschlag erhielt: der TV Falkenburg aus der 1. Kreisklasse.

„Das war ganz witzig: Drei Tage bevor in der Zeitung stand, dass Georg in Dötlingen aufhört, habe ich der Mannschaft gesagt, dass ich es berufsbedingt nicht mehr packe und wir spätestens nach Saisonende jemanden holen müssen“, erzählt Falkenburgs Noch-Spielertrainer Florian Erhorn. Der 34-Jährige arbeitet in der Automobilbranche und ist permanent in ganz Deutschland unterwegs: „Da kann es sein, dass ich abends aus Frankfurt nach Hause gekommen bin, ein schneller Kuss für die Freundin – und dann im Anzug zum Training.“

Deshalb mussten die „Falken“ nicht lange überlegen, als Zimmermann frei wurde. „Wir haben ihn direkt angerufen, bevor jemand anderes die Fühler ausstreckt“, schildert Erhorn. Eigentlich seien sie sich bereits im ersten Gespräch einig geworden. Doch Zimmermann erbat sich noch ein bisschen Bedenkzeit, ehe er jetzt zusagte. „Das ist eine reizvolle Aufgabe. In Falkenburg gibt es viele Leute, die begeistert Fußball spielen. Ich gehe davon aus, dass sich dort was bewegen lässt“, erläutert der Harpstedter seine Entscheidung. Der TV Falkenburg sei ein „gut aufgestellter Verein mit einer Top-Gemeinschaft“ und habe sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt.

Die Komplimente gibt Florian Erhorn artig zurück: „Georg hat in Dötlingen aus einer blutjungen A-Jugend-Mannschaft, die wir anfangs klar beherrscht haben, eine funktionierende Kreisliga-Mannschaft gemacht, die uns zuletzt völlig im Griff hatte.“ Er selbst sei kein ausgebildeter Übungsleiter. „Meine Stärken liegen eher im Entertainment“, sagt Erhorn und grinst. B-Lizenzinhaber Zimmermann verfüge über „eine ganz andere Basis“. Seine sportliche Kompetenz soll der Coach nun in Falkenburg einbringen. Ein großer Pluspunkt beim Tabellensiebten sei der große Zusammenhalt, meint Erhorn. „Es sind nie weniger als 13 Leute beim Training.“

In der zweiten Saisonhälfte werde es für Falkenburg allenfalls noch um Platz fünf gehen, schätzt Zimmermann. „Ippener und Atlas II dürften den Aufstieg gepachtet haben.“ Für sein neues Team sei die Entwicklung jedoch ohnehin viel wichtiger. Etwa ein Drittel des Kaders ist bereits Mitte 30. Deshalb muss der gebürtige Rheinländer auch den Verjüngungsprozess vorantreiben. „Und wir glauben, dass Georg dafür genau der Richtige ist“, betont Erhorn.

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