Trainer fiel der Wechsel vom TuS Vielstedt zum VfL Wildeshausen II nicht leicht

Arend Arends schwört auf Mannschaftsgeist und Taktik

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Arend Arends legt großen Wert auf Taktik.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Aller Anfang ist schwer, und so dauert es eine Weile, bis Arend Arends den passenden Schlüssel gefunden hat. Nach einigem Probieren öffnet sich dann doch die Tür zum Vereinsheim des VfL Wildeshausen, seiner neuen sportlichen Heimat. Im Krandel ist Arends seit Kurzem für die Kreisliga-Fußballer verantwortlich.

Bisher war Arends, der seit zwei Jahren in der Kreisstadt wohnt, beim TuS Vielstedt „zu Hause“. Als Trainer feierte er mit der ersten Herrenmannschaft in sechs Jahren drei Aufstiege und etablierte den Verein aus der Gemeinde Hude in der 1. Kreisklasse. Die abgelaufene Saison beendete Vielstedt auf Platz zehn. „Aber schon nach der ersten Halbserie war mir klar, dass ich als Trainer nicht mehr in Vielstedt bleiben wollte – ich möchte gerne auf Leistung gehen“, erzählt Arend Arends.

„Arend ist ein Macher im besten Sinne. Er ist ein angenehmer Partner, kommt schnell auf den Punkt und dürfte mit seiner positiven Art auch gut bei den Spielern ankommen“, erläutert VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel, warum er sich bei der Nachfolgersuche für Marcel Bragula, der die Wildeshauser Bezirksliga-Crew übernommen hat, für den gebürtigen Oldenburger entschieden hat. Von ihm erhofft sich Jöckel zudem Kontinuität: „Ich glaube, dass er die Entwichlung der zweiten Mannschaft vorantreiben wird.“

Oberstes Ziel von Arend Arends ist der Klassenerhalt. „Alles andere wäre vermessen“, erklärt der Oberschullehrer. Besonders viel Wert legt er dabei auf Mannschaftsgeist und Taktik. „Fußball ist ein Teamsport – dadurch kann man viel wettmachen“, findet Arends. Die Konkurrenz kann sich schon mal auf Mittelfeld-Pressing einstellen, wenn sie gegen die Krandel-Kicker antreten muss. „In der Kreisliga ist es wenig sinnvoll, sich einzuigeln – dazu sind die Mannschaften zu stark, und irgendwann bekommst du das Gegentor“, meint Arend Arends.

Trotz seines jungen Alters – der Pädagoge feiert Ende dieses Monats seinen 30. Geburtstag – ist Arend Arends im Trainergeschäft schon ein alter Hase: Seine Übungsleiterlizenz erwarb er bereits mit 16. In der Jugend kickte er zunächst für den FC Hude. Mit Freunden gründete er dann den Verein Hude United. „Bis uns Jürgen Fahron überredet hat, unter das Dach des TuS Vielstedt zu kommen“, berichtet Arends. Inzwischen ist er sogar Stellvertreter von Vereinschef Fahron.

Seine aktive Laufbahn beendete Arends zwei Jahre, nachdem ihn Michael Hoffmann als Libero in die damalige Vielstedter Kreisliga-Mannschaft geholt hatte. „Ich habe mich dann für den Trainerjob bei der Dritten entschieden, weil ich mit meinen Kumpels zusammen sein wollte“, erzählt Arends. Deshalb fiel ihm der Abschied aus Vielstedt auch nicht leicht. „Als im Frühjahr das VfL-Angebot kam, habe ich lange überlegt“, gesteht der Coach. „Aber ich denke, dass das der richtige Schritt ist.“ Außerdem entfallen künftig die langen Fahrten.

Als Teamplayer sei er ständig bestrebt, alle Akteure mit ins Boot zu holen. „Das hat Vielstedt stark gemacht“, verrät Arend Arends sein Erfolgsgeheimnis. Auch mit seinem Trainerkollegen Marcel Bragula, mit dem er die Leidenschaft für Borussia Dortmund teilt und „ohne dessen Zutun ich sicher nicht hier wäre“, strebt Arends eine enge Zusammenarbeit an.

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