Torjäger Tramitzke kommt zurück

VfL Wildeshausen tritt beim Geheimfavoriten SV Tur Abdin Delmenhorst an

VfL-Torjäger René Tramitzke (am Ball) ist aus dem Urlaub zurück und steht gegen den SV Tur Abdin im Kader. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Der Torjäger meldet sich zurück! Nachdem René Tramitzke die ersten drei Punktspiele urlaubsbedingt verpasst hatte, wird der Angreifer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen im Nachbarschaftsderby beim SV Tur Abdin Delmenhorst (Sonntag, 16 Uhr) wieder im Kader des Vizemeisters stehen.

„René hat mal komplett abgeschaltet. Das hat er auch gebraucht. Aber jetzt hat er natürlich Trainingsrückstand – da fehlt einiges“, erläutert VfL-Coach Marcel Bragula. Aus diesem Grund beorderte er seinen Sturmtank – wie auch Jannik Wallner – zunächst zur U 23 für das Freitagabendspiel gegen den TV Munderloh II in der 1. Kreisklasse. Für die Startelf des Bezirksliga-Teams wird es hernach nicht reichen, doch gänzlich auf Tramitzke verzichten mag Bragula auch nicht. „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Situationen entstehen, in denen René gebraucht wird“, begründet der Übungsleiter.

Mit 24 Treffern hatte sich Tramitzke in der vergangenen Saison die Torjägerkrone gesichert. Trotzdem kamen die Krandel-Kicker bislang auch ganz gut ohne die Buden des 25-Jährigen über die Runden. Lediglich beim 0:0 in Bümmerstede mangelte es dem Wildeshauser Angriff an Durchschlagskraft. Das Toreschießen erledigte zuletzt vor allem Sascha Görke. Der Mittelfeldregisseur erzielte allein vier der sechs Wildeshauser Treffer. Görke netzte gegen den TuS Eversten zum 3:0-Endstand und zelebrierte am vergangenen Sonntag beim 3:1 gegen den SV Wilhelmshaven eine Drei-Tore-Gala.

„Gegen Wilhelmshaven haben wir ein gutes Spiel gemacht, aber es gibt immer Arbeit“, meint Bragula. Die Standards seien schlecht gewesen und auch das Flügelspiel fand er verbesserungswürdig. Erfreut war der 44-Jährige hingegen über die kompakte Defensive: „Das ist die Basis für den Erfolg.“ So resultierte das Gegentor aus einem „Kunstschuss“ von Ercan Karavul „und nicht, weil wir schlecht verteidigt haben“.

Abdin ist „seit eh und je spielstark“, sagt Bragula

Auf die VfL-Hintermannschaft um Marius Krumland und Thorben Schütte dürfte im Delmenhorster Stadion einiges an Arbeit zukommen. „Abdin muss zurecht mit der Bürde eines Geheimfavoriten leben. Sie sind seit eh und je spielstark und haben im Sommer mächtig aufgerüstet“, sagt Bragula. 

Die sportlichen Leiter Mathias Demir und Isa Tezel konnten in Cemil Yildiz (KSV Hicretspor), Justin Lentz (SV Baris), Artjom Prieb (TV Jahn), Dennis Thüroff, Simon und Lukas Matta (alle SV Atlas) ein halbes Dutzend Verstärkungen generieren. „Von der Qualität der Einzelspieler stehen sie uns in nichts nach. Die Frage ist, wie sie als Mannschaft funktionieren“, rätselt Bragula.

Die bisherigen Ergebnisse der Aramäer geben darüber wenig Aufschluss. Zunächst setzte es ein 1:3 gegen den WSC Frisia Wilhelmshaven. „Die Niederlage soll eher unglücklich gewesen sein“, hat Bragula in Erfahrung gebracht. Anschließend setzte sich die Crew seines Trainerkollegen Christian Kaya mit 4:1 gegen den SV Eintracht Wiefelstede durch. Drei Treffer gingen dabei auf das Konto von Johannes Artan. 

Finger und Bröcker fallen weiter aus

„Wenn man sie spielen lässt, kann man schnell einige Probleme bekommen“, weiß Bragula. „Deshalb müssen wir gleich körperliche Präsenz zeigen und Basics wie Einsatz, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Mentalität an den Tag legen.“

Auch wenn Philipp Finger (Teilabriss des Syndesmosebandes) und Sebastian Bröcker (Achillessehnenprobleme) weiter ausfallen und der Einsatz von Robin Ramke wegen seiner Handgelenksverletzung aus dem Wilhelmshaven-Spiel ungewiss ist, wird die Wildeshauser Ersatzbank gut besetzt sein. 

Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als sich die Mannschaft oftmals fast von selbst aufstellte, gibt es inzwischen sogar Härtefälle. „Spieler wie Hauke Glück und Christoph Stolle haben es nicht verdient, auf der Bank zu sitzen. Und auch Andreas Kari scharrt mit den Hufen“, erklärt Bragula. Doch der Teamgedanke stehe nunmal im Vordergrund.

mar

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