SG Achim/Baden will nach Sieg gegen Spitzenreiter frischen Wind nutzen

Tomasz Malmon ist vorm TV Neerstedt nicht bange

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Einsatz fraglich: Neerstedts Rückraumlinker Eike Kolpack laboriert wieder an Knieproblemen. ·

Neerstedt - Vier Spiele in Folge haben die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt zuletzt gewonnen. Will der Tabellensiebte seine Siegesserie ausbauen, muss er heute Abend ab 19 Uhr bei der SG Achim/Baden eine hohe Auswärtshürde überspringen. Denn die Gastgeber werden nach ihrem 23:20-Erfolg beim Spitzenreiter HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit breiter Brust in der heimischen Gymnasiumsporthalle auflaufen.

„Jetzt fängt die Saison von vorne an“, sagte SG-Trainer Tomasz Malmon nach dem Sieg in Schwanewede. Denn bisher lief es für den Meisterschaftsfavoriten alles andere als optimal. Sechs Zähler ließen die Achimer bereits liegen. Tiefpunkt war die 24:25-Niederlage in Bützfleth.

Dabei konnte Malmon nach der Vizemeisterschaft in der vergangenen Saison das Gros seiner Mannschaft zusammen halten. Mit Florian Block-Osmers und Patrick Denker verfügt der Pole über Spieler mit Zweitligaerfahrung. Hinzu kommt Youngster und Haupttorchütze Erik Gülzow.

Dagegen schmerzt das Karriereende von Abwehrchef Cord Katz, der jetzt als Teammanager fungiert. Denn in der Defensive hatte der Tabellenfünfte bisher die größten Probleme. „Neerstedt hat seine Qualitäten eindeutig in der Offensive. Daher müssen wir an die starke Deckungsleistung in Schwanewede anknüpfen. Gelingt uns das, ist mir nicht bange“, sagte Malmon, der seine Bestbesetzung aufbieten kann.

Allerdings hat er mit Arne von Seelen nur noch einen Torhüter im Kader. Neuzugang Daniel Voß, der momentan ohnehin verletzt ist, steht studienbedingt nicht mehr zur Verfügung. „So lange Arne von Seelen fit ist, haben wir ja keine Probleme. Aber passieren darf da nichts. Daher werden wir uns auch nach Alternativen umgucken“, kündigte Malmon an.

In jedem Fall erwartet den TV Neerstedt eine schwere Aufgabe: „Achim war bisher immer ein ungutes Pflaster für uns“, sagte Trainer Dag Rieken. Allerdings will er mit seinem Team jede noch so kleine Chance nutzen, um die Siegesserie fortzusetzen. Die Grün-Weißen sind gut drauf und wollen sich in der Fremde auch nicht verstecken.

Allerdings droht ihnen personell schon wieder neues Ungemach. Björn Schilke weilt beruflich in der Schweiz, und es ist noch unklar, ob er rechtzeitig wieder zurück sein wird. Zudem sind bei Eike Kolpack wieder Knieprobleme aufgetreten, so dass der Shooter in den vergangenen Tagen nicht trainieren konnte. Gerade bei Kolpack wäre es besonders schade, wenn er erneut pausieren müsste, denn mit seinen fünf Toren im Derby gegen die TSG Hatten-Sandkrug hatte er gerade erst wieder zu alter Form zurückgefunden. Außerdem wird Linksaußen Thomas Schützmann nicht dabei sein.

„Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Eine schwarze Serie muss ja irgendwann auch einmal reißen“, erklärte Rieken. · wz

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