Titelverteidiger Rott wird ausgekontert

Bronze für Wildeshauser Judoka bei U 18-Landeseinzelmeisterschaft 

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Erwartungsvoll blickt Artur Rott (l.) nach einem Wurf gegen Mischa Engel auf die Wertungstafel. 

Wildeshausen - Das Unternehmen Titelverteidigung ist gescheitert: Bei der U 18-Landeseinzelmeisterschaft in Lutten musste sich Artur Rott vom Judo Team Wildeshausen in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm diesmal mit der Bronzemedaille begnügen.

Gleich im ersten Kampf gegen Jarne Otholt (VfL Edewecht) untermauerte Rott seine Titelambitionen und legte den Ammerländer bereits nach neun Sekunden mit einer gelungenen Fußfegetechnik auf die Matte. Auch die drei folgenden Kämpfe in seinem Pool konnte Rott für sich entscheiden, wobei ihm Bibulat Idris (VfL Germania Leer) einiges abverlangte. 

Das Duell ging über die vollen vier Minuten Kampfzeit. Letztlich brachte eine Wertung für einen gelungenen Wurf die Entscheidung zugunsten des Wildeshausers, der damit als Poolsieger in die entscheidenden Kämpfe um die Platzierungen und die damit verbundene Qualifikation zur norddeutschen Einzelmeisterschaft startete.

Titelverteidiger wurde immer nervöser

Im Halbfinale traf Rott auf Mischa Engel (PSV Oldenburg). Beide Kontrahenten kennen sich bereits aus vielen Begegnungen. Anfangs belauerten sie sich und warteten auf Fehler des Gegners. Der Wildeshauser versuchte immer wieder, die sehr defensive Haltung von Mischa Engel aufzubrechen, um einen Wurf anzusetzen. 

Engel erhielt für seine Inaktivität dann auch einen Shido (Bestrafung). Zwar beförderte Rott seinen Gegner immer wieder auf die Matte, erhielt für diese Aktionen jedoch keine Wertung durch den Kampfrichter. Mit zunehmender Kampfdauer wurde der Titelverteidiger immer nervöser – das wurde ihm zum Verhängnis. Einen nicht mehr mit aller Entschlossenheit vorgetragenen Angriff Rotts konterte Engel und entschied das Duell so für sich.

„Technikvielfalt ist noch ausbaufähig“

Während Engel im Finale deutlich gegen Jan Marek Meyer (SV Eintracht Wiefelstede) verlor, musste sich der enttäuschte Rott mit dem dritten Rang begnügen. Durch diese Platzierung qualifizierte sich der Wildeshauser dennoch für die norddeutsche Meisterschaft am Sonntag, 18. Februar, in Hannover. „Wenn Artur bei der ,Norddeutschen‘ etwas erreichen will, müssen wir noch an einigen Dingen arbeiten. Besonders seine Technikvielfalt ist noch ausbaufähig – das hat uns insbesondere der Kampf gegen Mischa Engel gezeigt“, sagte Trainer Diyan Tanov. Schließlich wolle sein Schützling auch in diesem Jahr wieder an der deutschen Meisterschaft teilnehmen. „Dafür muss Artur bei der ,Norddeutschen‘ allerdings einen der ersten drei Plätze belegen“, erläuterte Tanov.

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