Harpstedter TB fährt nach dem Sieg bei der Kreismeisterschaft zum NFV-Futsal-Cup

Titel durchkreuzt Peukers Pläne

Der Harpstedter TB feiert den Gewinn der Futsal-Kreismeisterschaft. - Foto: Marquart

Harpstedt - Von Sven Marquart. Eigentlich wollte Jörg Peuker mit seiner Mannschaft am kommenden Donnerstag die Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte aufnehmen. „Aber das können wir wohl knicken“, sagte der Coach des Fußball-Kreisligisten Harpstedter TB. Nach dem Sieg bei der Futsal-Kreismeisterschaft muss der A-Lizenzinhaber den Trainingsplan noch einmal umschreiben und ein paar zusätzliche Einheiten in der Halle einbauen. Schließlich vertritt der HTB den Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst am Sonnabend, 21. Januar, beim NFV-Futsal-Cup in Braunschweig auf Landesebene. Und da möchte sich natürlich keiner blamieren.

Dazu sollte es aber nicht kommen, wenn der Kreisliga-Zwölfte in der Löwenstadt ähnlich stark auftritt wie beim 7:0-Finalerfolg über den Delmenhorster TB IV. Zwar dauerte es im Endspiel geschlagene 7:08 Minuten, ehe Nils Klaassen unter Zuhilfenahme des Innenpfostens der Führungstreffer gelang, doch dann erteilten die Gastgeber ihrem wacker kämpfenden Gegner aus der 3. Kreisklasse eine Futsal-Lehrstunde: Alexander Geisler (8.), Linus Jasper (15.), Marik Landgraf (16.), Nils Klaassen (17.), Mel Siegenthaler (19.) und Onno Bolling (20.) erhöhten nach teils sehenswerten Kombinationen auf 7:0.

„Ich bin mehr als zufrieden und muss den Jungs ein großes Kompliment machen! Sie haben das umgesetzt, was sie sollten“, lobte Peuker. Damit spielte er vor allem auf die Chancenverwertung an. Denn diesbezüglich hatte seine Crew in der Vorrunde kräftig geschludert und war auch deshalb nicht über den dritten Platz in der Gruppe A hinaus gekommen.

Auch zum Auftakt der Zwischenrunde konnte sich der HTB durch Unentschieden gegen den TSV Ippener (1:1) und den TuS Heidkrug (2:2) noch nicht in die Favoritenrolle manövrieren. Erst das abschließende 3:0 über den KSV Hicretspor bedeutete den Einzug ins Halbfinale. Dort profitierte der HTB davon, dass Bezirksligist SV Tur Abdin lediglich ein Wechselspieler zur Verfügung stand. „Am Ende war Abdin kaputt – das haben wir ausgenutzt“, meinte Peuker nach dem 2:1.

Dass das Endspiel keine reine Harpsteder Samtgemeinde-Angelegenheit wurde, verhinderte der DTB durch das 2:1 über den TSV Ippener. Alexander Rautenhaus hatte den Kreisligisten mit 1:0 in Front gebracht. „Danach waren wir gedanklich schon im Finale. Das hat der DTB bestraft. Aber grundsätzlich haben wir uns gut verkauft“, sagte TSV-Coach Chawkat El-Hourani. Nach dem Ausgleich durch Dennis Karsten markierte André Tiedemann 11,9 Sekunden vor ultimo den Siegtreffer.

Das Turnierfazit des Fußballkreisvorsitzenden Erich Meenken bei der Siegerehrung fiel positiv aus. „Ich hoffe, wir haben auch die Futsal-Kritiker überzeugt. Es gab reichlich spannende Partien, die von der Technik gelebt haben. Auch die Anzahl der Tore spricht für sich.“ Nachdem sich diesmal lediglich 14 Teams an der Meisterschaft beteiligten, erwartet Meenken für die nächste Auflage ein wesentlich größeres Starterfeld: „Wir streben eine Verdoppelung der Teilnehmerzahl an.“

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