Zwei Tore und zwei Vorlagen bei Wildeshausens 4:3-Sieg in Firrel / Ramke früh verletzt

Timo Goldner zieht ganz groß auf

Ganz starker Auftritt: Offensivmann Timo Goldner bereitete am Mittwochabend die ersten beiden Wildeshauser Tore vor und erzielte zudem noch das 3:2 und 4:3 gegen GW Firrel selbst.
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Ganz starker Auftritt: Offensivmann Timo Goldner bereitete am Mittwochabend die ersten beiden Wildeshauser Tore vor und erzielte zudem noch das 3:2 und 4:3 gegen GW Firrel selbst.

Firrel – Was für eine wilde Fahrt für den VfL Wildeshausen! Nach wenigen Sekunden lag der Fußball-Landesligist am Mittwochabend bei GW Firrel schon zurück, verlor noch vor der Pause seinen Aktivposten Robin Ramke, setzte sich am Ende aber nach einem harten Kampf mit 4:3 (2:2) durch. „Man of the Match“: Wildeshausens Offensivmann Timo Goldner, Vorbereiter des 1:1 und 2:1 sowie Torschütze zum 3:2 und 4:3. Doch allgemein adelte VfL-Trainer Marcel Bragula jeden einzelnen seiner Akteure: „Ich kann mich nur vor meiner Mannschaft verneigen. Wir sind nach vielen Ausfällen mit dem letzten Aufgebot hergefahren, aber das war eines der zehn besten Spiele in meinen sieben Jahren als Trainer dieses Teams.“

Zunächst klingelte es blitzartig im Kasten von Torwart Miguel Förster, der nach überstandener Beckenprellung in die Startelf zurückgekehrt war: Manuel Suda bekam beim Anstoß den Ball kurz rübergetippt, nahm Maß und hämmerte die Kugel von der Mittellinie in den Winkel! „Das war das Tor des Jahres“, staunte Bragula. Doch sein Kollektiv fand ebenso schnell die passende Antwort vom Anstoßpunkt: Timo Goldner bekam den Ball auf der linken Seite und legte quer in die Mitte. Dort rauschte Maximilian Seidel heran und traf zum 1:1 (2.). Wer also gestern auch nur ein bisschen später auf dem Platz eingetrudelt war, hatte was verpasst. . .

Später fehlte Seidel nach Vorarbeit von René Tramitzke mit einem Schuss aus 20 Metern das Glück (18.), doch kurz darauf jubelten die Gäste – dank einer scharfen Linksflanke von Goldner, die GW-Defensivmann Reinhard Grotlüschen ins eigene Tor ablenkte (25.). „Das Ding hat Timo förmlich erzwungen“, unterstrich sein Coach.

Nun waren wieder die Ostfriesen dran – und glichen per 16-Meter-Schuss von Suda ins untere rechte Eck aus (29.). Kurz darauf der nächste Aufreger für Bragula – ebenfalls verursacht durch Suda: Der foulte VfL-Mittelfeldrenner Robin Ramke rüde von hinten. „Das war glatt die Rote Karte, Suda hatte keine Chance, an den Ball zu kommen“, wetterte der B-Lizenz-Inhaber. Ramke musste mit schmerzender Wade vom Platz, „Sünder“ Suda bekam nur die Gelbe Karte.

Kurz nach Wiederanpfiff trug sich Goldner dann nach zwei Vorlagen selbst in die Torschützenliste ein, als er einen feinen Schnittstellen-Pass von Tramitzke zum 3:2 veredelte (48.). Wenig später vergab Ole Lehmkuhl freistehend das 4:2. Das sollte sich rächen – durch George Goguadzes 3:3, nachdem Förster den ersten Versuch von halblinks noch pariert hatte (66.). Doch der VfL hatte an diesem Abend einen, der das Spiel unbedingt gewinnen wollte: Mit einem Klasse-Solo tanzte Goldner drei Firreler aus und vollendete zum 4:3 (78.). Damit hatte er den Platzherren den Stecker aber noch nicht gezogen: Firrel versuchte alles, der VfL verteidigte mit Mann und Maus in einer laut Bragula „6-4-Formation“ – und nach achtminütiger Nachspielzeit stand der zweite Saisonsieg der Krandel-Kicker fest.  

GW Firrel - VfL Wildeshausen 3:4 (2:2) - GW Firrel: Kayser - D. Goguadze (58. Schmidt), Schouwer, Suda, Radenkovic (76. Otto), Tulke, Vietor (87. Ocken), Lücht, Grotlüschen, Batbay, G. Goguadze. VfL Wildeshausen: Förster - Krumland, Ramke (36. Lehmkuhl), Görke, Goldner, Seidel (63. Stolle), Radke, Kant, Tramitzke (80. Feldhus), Dreher, Schütte. Tore: 1:0 (1.) Suda, 1:1 (2.) Seidel, 1:2 (25.) Grotlüschen (Eigentor), 2:2 (29.) Suda, 2:3 (48.) Goldner, 3:3 (66.) G. Goguadze, 3:4 (78.) Goldner.  ck

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