Handball-Oberliga: TV Neerstedt gewinnt in Cloppenburg 33:26 / Starke Abwehr

Timmermanns Kempa-Tor als krönender Abschluss

Neerstedt - Von Harald KellmannAuf imposante Art und Weise haben die Handballer des TV Neerstedt den Spieß umgedreht: Hatten sie vor einem Jahr im Auswärtsspiel beim TV Cloppenburg eine ganz schlechte Figur abgegeben, so ließen die Neerstedter ihrem Gegner in der Handball-Oberliga beim 33:26 (13:10) am Sonnabend keine Chance. Klar, dass da am Ende auch die Neerstedter Fans auf der Tribüne das Kommando übernommen hatten.

Bevor aber die Schützlinge von Trainer Dag Rieken im Kreistanz ihren Auswärtssieg mit Schlachtrufen frenetisch feierten, bekamen die Zuschauer noch das Sahnehäubchen serviert, als Stefan Timmermann per Kempa-Tor mit der Schlusssirene das 33. Tor erzielte.

Doch nicht nur aufgrund dieser letzten Szene war den Neerstedtern im Derby eine ganz starke Leistung zu bescheinigen. Besonders in der Abwehr stand das Rieken-Team so kompakt, wie man es lange nicht gesehen hatte. Hinzu kam zwischen den Pfosten mit „Hexer“ Andre Hoffmann ein bärenstarker Rückhalt, der die Cloppenburger mit seinen Paraden – darunter vier Siebenmeter – förmlich zur Verzweiflung trieb. Kein Wunder, dass Rieken da voll des Lobes war. „Auf die offensive Abwehr haben wir im Training hingearbeitet. Die Deckung hat nur zehn Tore im ersten Abschnitt zugelassen, darauf fand Cloppenburg überhaupt keine taktische Antwort. Hut ab vor dieser Leistung.“

Allein  ihre  Körpersprache deutete darauf hin, dass die Gäste etwas Zählbares aus Cloppenburg mitnehmen wollten. Bis auf eine 3:2-Führung der Cloppenburger (6.) gab Neerstedt den Ton an und konnte sich erstmals beim 10:6 (23.) mit vier Toren absetzen. In der Folge verkürzte Cloppenburg bis zur Pause um ein Tor. Eine Augenweide war der versuchte Kempa von Willmann auf Schützmann, der aber ebenso bravourös von TVC-Keeper David Albrecht pariert wurde.

Schlagen hätten sich die Neerstedter an diesem Abend eigentlich nur selbst können. Und das wäre beinahe auch eingetreten: Der Vorsprung aus der Halbzeit wurde zwar zunächst souverän gehalten, bis drei Aussetzer (Timmermann, Willmann, Schulenberg) zu drei Gegentoren zum 18:18 (40.) führten. In dieser Zeit überschlugen sich auch die Ereignisse: Erst standen die Neerstedter zeitweilig mit nur drei Feldspielern auf der „Platte“. Als sie wieder aufgefüllt hatten, verabschiedete sich TVC-Abwehrstratege Lars Osterloh nach seiner dritten Zeitstrafe auf die Tribüne. Wie routiniert die Neerstedter inzwischen geworden sind, zeigten sie in der Folgezeit. Knallharte Tempogegenstöße, abgeschlossen von Bastian Carsten-Frerichs, ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Andre Willmann und Tomas Schützmann sowie ein sicherer Abschluss vom Kreis (Malte Kasper) führten dazu, dass sich Neerstedt fast schon locker über 20:15 und 30:24 (55.) absetzte.

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