Handball-Regionalligist TV Neerstedt trifft heute auf einen hochmotivierten VfL Fredenbeck

Timmermann fällt lange aus

Nach der Niederlage in Springe müssen sich Marcel Kasper und Co. heute mächtig steigern.

NEERSTEDT (him) · Die erste schlechte Nachricht gab es für den Handball-Regionalligisten TV Neerstedt bereits am Dienstagabend im Training: Stefan Timmermann zog sich einen Mittelhandbruch zu und wird den Neerstedtern damit für etwa sechs Wochen nicht zur Verfügung stehen. Spiel eins ohne ihren einzigen Linkshänder im Kader absolvieren die Neerstedter bereits heute Abend, wenn sie in der Schulsporthalle den VfL Fredenbeck empfangen (19.30 Uhr).

Das Hinspiel in der Geestlandhalle dürfte der TV Neerstedt noch in allerbester Erinnerung haben: Das niemals für möglich gehaltene 37:27 beim hoch gehandelten VfL Fredenbeck war nicht nur der höchste Saisonsieg des Aufsteigers, sondern auch einer der sportlichen Höhepunkte der Saison. „Da passte wirklich viel zusammen“, denkt TVN-Trainer Dag Rieken noch einmal an das Auswärtsspiel im Oktober zurück. Im Angriff waren es Marcel Kasper und Andre Willmann, die Neerstedt mit Toren nach vorne trieben, ein weiterer Garant war die Abwehr, „in der wir aggressiv standen“, erinnert sich Dag Rieken.

Genau in diesem Mannschaftsbereich wollen die Neerstedter heute Abend die Hebel wieder ansetzen – denn gerade an der Deckung haperte es zuletzt beim schwachen Auftritt in Springe, wo der TVN nicht weniger als 42 Tore kassierte. Vor allem Eins-gegen-Eins-Situationen im Abwehrverhalten standen während der Trainingswoche noch intensiver als sonst auf dem Programm.

Bis zum 21. November konnte der VfL Fredenbeck mit seinem Saisonverlauf überhaupt nicht zufrieden sein: Lediglich 11:11 Punkte standen nach elf Spielen auf dem Konto, besonders schmerzhaft dürfte dabei die Heimpleite gegen den TV Neerstedt gewesen sein. Doch am 28. November startete der VfL seine große Siegesserie: Sechs Siege – drei Unentschieden – damit katapultierte sich Fredenbeck bis auf Rang vier und spielt plötzlich wieder um die Meisterschaft mit. „Deswegen scheint diese Mannschaft fast übermächtig für uns zu sein und ist meilenweiter Favorit“, sieht Dag Rieken die Rollen einmal mehr in dieser Saison klar verteilt. „Fredenbeck ist eine physisch sehr kompakte Mannschaft, hat viel Potenzial und viele Spieler, die über Erfahrungen in höheren Ligen verfügen“, zollt Riekden dem VfL großen Respekt. Haupttorschütze ist Pascal Czaplinski im linken Rückraum mit 82 Treffern. Neben ihm agieren Marcin Miac (47/1) als Spielmacher sowie im rechten Rückraum Martin Stumps (64). Brandgefährlich ist aber auch Kreisläufer Birger Tetzlaff, der auf 64/1 Tore kommt.

Außerdem werden sich die Neerstedter darauf einstellen müssen, dass sie auf einen bis in die Haarpsitzen motivierten Gegner treffen. „Wir wollen die Scharte aus dem Hinspiel auswetzen“, lautet die Kampfansage von VfL-Trainer Ralf Böhme, der sein Engament in Fredenbeck zum Saisonende beendet. Heute Abend in Neerstedt hat Böhme alle Mann an Bord. Auch die Neerstedter können – mit Ausnahme von Stefan Timmermann – aus dem Vollen schöpfen.

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