Kein Nachfolger in Sicht

Thomas Eilers wirft hin – Kreis steht ohne Jugendobmann da

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Der scheidende Kreisjugendobmann Thomas Eilers (v.r.) und der Fußballkreisvorsitzende Erich Meenken dankten Jochen Reil für sein langjähriges Engagement im Jugendausschuss.

Kirchhatten - Von Holger Rinne. Zum Ende seines Tätigkeitsberichtes ließ Thomas Eilers die Katze aus dem Sack. Der bisherige Jugendobmann des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst erklärte, nicht wieder zu kandidieren.

Offiziell wollte Eilers während des Kreisjugendtages, der alle drei Jahre stattfindet, im Schützenhof in Kirchhatten nicht näher auf die Gründe eingehen. Auf Nachfrage erklärte er allerdings, dass eine Personalie innerhalb des Jugendausschusses über seinen Kopf hinweg durchgedrückt wurde. „Es geht mir nicht um die Sache an sich, sondern um die Vorgehensweise“, betonte der 51-jährige Goldenstedter. Mit Eilers hört auch dessen Sohn Sascha in der Funktion als B-Junioren-Staffelleiter auf. Bei dem 18-Jährigen waren jedoch berufliche Gründe ausschlaggebend: Sascha Eilers beginnt ein Studium an der Polizeischule in Bremen.

Versammlungsleiter Jochen Reil bemühte sich nach Kräften, in den Reihen der anwesenden Vereinsvertreter – 19 von 26 Vereinen mit Jugendspielbetrieb hatten Delegierte entsandt – einen Nachfolger für Thomas Eilers zu finden. Selbst eine kurze Besinnungspause half nicht. Die vorgeschlagenen Knut Hinrichs (TV Jahn Delmenhorst) und Urs Ziegler (TSV Großenkneten) lehnten eine Kandidatur jedoch ab.

Letztlich brach Erich Meenken die Wahl ab. Der Vorsitzende des Fußballkreises appellierte an die Anwesenden, bis zum Kreistag am Montag, 18. Juni, 19 Uhr, einen Kandidaten zu benennen. „Wenn wir solche Positionen nicht zeitnah besetzen können, setzen wir die Eigenständigkeit unseres Fußballkreises aufs Spiel“, warnte Meenken. Die Wahlen, auch der übrigen Ausschussmitglieder, sollen spätestens in der ersten Juli-Woche nachgeholt werden.

DFB-Masterplan konsequent umgesetzt

Meenken betonte, dass der Kreis den seit 2014 bestehenden DFB-Masterplan konsequent umsetze. Sich gegen die vom Verband eingeforderten Zusammenschlüsse von Kreisen zu stemmen und stattdessen im Frauen- und Jugendbereich einen gemeinsamen Spielbetrieb mit den Kreisen Vechta und Cloppenburg aufzunehmen, sei richtig gewesen, betonte Eilers in seinem Bericht. Knut Hinrichs, der den gemeinsamen Spielbetrieb der B- und E-Juniorinnen mit dem Kreis Vechta koordiniert, bestätigte diese Einschätzung. Sehr erfreulich sei, dass sich zur Saison 2018/2019 auch der Kreis Cloppenburg am Spielbetrieb der B- bis E-Juniorinnen beteiligen wird, meinte Hinrichs.

Der scheidende Kreisjugendobmann (KJO) Eilers konnte zudem zwei neue Staffelleiter vorstellen. Bartosch Kobiella (SV Atlas Delmenhorst) ist seit etwa einem Monat für die E- und F-Junioren verantwortlich. Der Kreisspielausschussvorsitzende Thomas Luthardt wird dem Jugendausschuss künftig als A-Junioren-Staffelleiter angehören.

Abschließend lobte Eilers die Verantwortlichen des VfL Wildeshausen für ihren Umgang mit der Spielmanipulation in der A-Junioren-Kreisliga (wir berichteten): „Mit ihrer Selbstanzeige haben sich Jugendobmann Hans Gralla und Abteilungsleiter Ottmar Jöckel fair verhalten. Der Einsatz von zwei nicht spielberechtigten Spielern wäre sonst wahrscheinlich nicht aufgefallen.“

Im Anschluss ehrten Meenken und Eilers den früheren KJO Jochen Reil, der das Amt bis 2015 innehatte, mit einem Präsent für sein langjähriges Engagement.

Doris Klaassen zieht sich aus der Vorstandsarbeit des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst zurück.

Die Vorsitzende des Qualifizierungsausschusses, Doris Klaassen, berichtete von 24 Fortbildungsveranstaltungen mit mehr als 300 Teilnehmern in den vergangenen drei Jahren. Seit einem Jahr steht ihr Andreas Steineker für die Talentförderung zur Seite. Den Tränen nahe, verkündete auch Doris Klaassen ihren Rückzug aus der Vorstandsarbeit.

Für den Schiedsrichterausschuss vermeldete Kreisschiedsrichterobmann Harald Theile, dass alle Spiele mit Unparteiischen besetzt werden konnten. 168 Anwärter meldeten sich für die Schiedsrichterausbildung an, die inzwischen teilweise auch online absolviert wird. Etwa 100 Kandidaten blieben dabei. „Wichtig ist es, dass gerade die jungen Schiedsrichter vom Verein durch einen Schiedsrichterobmann oder durch Schiedsrichterpaten betreut werden“, bekräftigte Theile.

Einen Antrag des VfL Stenum nahm die Versammlung einstimmig an: Zukünftig sollen Pflichtspiele auch an langen Wochenenden angesetzt werden, um Ansetzungen an Werktagen zu vermeiden. Einen Antrag des TuS Heidkrug, die Talentsichtung und Kreisjugendauswahl betreffend, gab Thomas Eilers an den Qualifizierungsausschuss zur Bearbeitung weiter. Es war seine letzte Amtshandlung als KJO.

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