„Nichts kaputt“ bei Wildeshauser Mittelfeldmann / Westrhauderfehn zu Gast

Teilentwarnung bei Robin Ramke

Einer spielt, einer vielleicht: Während Lukas Schneider (r.) in Wildeshausens Startelf zurückkehrt, könnte es beim angeschlagenen Robin Ramke (l.) im Heimspiel gegen Westrhauderfehn für einen Teilzeiteinsatz reichen.
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Einer spielt, einer vielleicht: Während Lukas Schneider (r.) in Wildeshausens Startelf zurückkehrt, könnte es beim angeschlagenen Robin Ramke (l.) im Heimspiel gegen Westrhauderfehn für einen Teilzeiteinsatz reichen.

Wildeshausen – Nach dem denkwürdigen Abnutzungskampf am Mittwochabend bei GW Firrel verordnete Marcel Bragula seinen Landesliga-Fußballern vom VfL Wildeshausen erst mal ausgiebiges Regenerieren und Wundenlecken. „Das Training am Donnerstag habe ich gestrichen“, schilderte der VfL-Trainer, verband dies aber nach dem hart umkämpften 4:3-Sieg bei den Grün-Weißen mit dem Wunsch, „dass sich unsere Verletzten aus Firrel entsprechend behandeln lassen“. Denn bereits am Sonntag ab 14.00 Uhr erwartet die Kreisstädter die nächste Aufgabe – im heimischen Krandelstadion gegen TuRa 07 Westrhauderfehn. Bis dahin hofft Bragula auf die rechtzeitige Genesung von Mittelfeldakteur Robin Ramke, der nach einem rüden Foul noch vor der Pause mit lädierter Wade vom Firreler Platz musste, und des nach einem anderen harten Einsteigen ebenfalls ausgewechselten Stürmers Maximilian Seidel. Die ersten Diagnosen gaben gestern Anlass zu vorsichtigem Optimismus: „Robin hat zwar noch starke Schmerzen, aber es ist nichts gebrochen“, berichtet Bragula. Mit einem Startelf-Einsatz des Mittelfeldmanns rechnet er noch nicht, „aber vielleicht kann ich ihn von der Bank bringen“. Auch Seidels Fuß sei „nicht kaputt, allerdings noch stark geschwollen“.

Immerhin, denn die personellen Sorgen des aktuellen Tabellendritten sind nicht kleiner geworden: Sechser Steve Köster hat nach seinem Trommelfell-Riss weiterhin Sportverbot, Steven Müller-Rautenberg und Alexander Kupka fehlen womöglich bis zum Jahresende. Zuletzt erwischte es Außenangreifer Michael Eberle, der sich im Abschlusstraining vor dem Firrel-Spiel eine Blessur zugezogen hatte und gegen die Ostfriesen nicht auflaufen konnte.

Als Konsequenzen daraus musste Bragula mit „dem letzten Aufgebot“ in Firrel ran, meinte dies jedoch nicht despektierlich. Denn Spieler wie der bisher weniger berücksichtigte Christopher Kant oder Stürmer Rene Tramitzke in seiner ersten Partie seit langem enttäuschten nicht, Tramitzke bereitete sogar einen Treffer vor.

Doch gegen TuRa wird es wieder ein ganz anderes Spiel – und eines, für das der unter der Woche beruflich verhinderte Lukas Schneider in die Startelf zurückkehrt.

Im Zentrum der Viererkette droht allerdings der nächste Ausfall: Innenverteidiger Marius Krumland klagte zuletzt über Kniebeschwerden. Sollte es bis zum Sonntag nicht reichen, würde Mika Ostendorf dessen Part übernehmen. „Mika hätte es verdient“, lobte Bragula gestern erneut den Trainingsfleiß des 20-Jährigen.

Sollte Ostendorf auflaufen, müssten er und seine Nebenleute besonders auf Pascal Menken aufpassen. „Ein sehr guter Stürmer“, sagt der VfL-Coach über den Ex-Angreifer von Kickers Emden, der in den bisherigen vier Saisonspielen schon dreimal getroffen hat. Neben ihm bildet Benjamin Lünemann als kleinerer, quirliger Knipser und damit von völlig anderer Statur einen effektiven Gegenpart zu Menken. Etwas weiter hinten zieht Ole Eucken im defensiven Mittelfeld die Fäden, und in der Abwehr ragt der kopfballstarke Tobias Fischer vom früheren Oberligisten BV Cloppenburg heraus. „Insgesamt hat Westrhauderfehn eine kompakte Landesliga-Truppe mit einem guten Teamspirit“, urteilt Bragula. Nicht warnen muss er vor Lukas Kirschner, der bei der jüngsten 1:3-Niederlage des Tabellenachten gegen Frisia Wilhelmshaven wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte.

Nur 100 Zuschauer erlaubt

Wie am Wochenende zuvor ist im Wildeshauser Krandelstadion am Sonntag das einzige Männer-Fußballspiel im Kreis Oldenburg zu sehen. Doch der VfL Wildeshausen gab vorher bekannt, dass die aktuelle Corona-Verordnung nur maximal 100 Zuschauer für das um 14.00 Uhr beginnende Heimspiel gegen Westrhauderfehn erlaubt. „Das ist schade, aber besser als gar nichts“, meint VfL-Trainer Marcel Bragula: „Hauptsache, wir dürfen überhaupt spielen.“  ck

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