Braker Mittelfeldspieler befördert Wildeshausen mit drei Treffern aus dem Pokal

Tasyer wird zum Albtraum – 1:3

Diesmal Abwehrchef und Torschütze: Wildeshausens Lukas Schneider. Foto: Krüger

Wildeshausen – Der Name Ilhan Tasyer dürfte die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen noch eine ganze Weile beschäftigen. Mit seinen drei Treffern beförderte der 19-jährige Mittelfeldspieler des Bezirksligisten SV Brake die Krandel-Kicker in der dritten Runde des Bezirkspokals praktisch im Alleingang aus dem Wettbewerb. „Das ist ärgerlich, weil wir uns einiges vorgenommen hatten“, sagte VfL-Coach Marcel Bragula nach dem 1:3 (0:0).

Beide Mannschaften lieferten sich auf dem Kunstrasen des Braker Poligrasstadions eine ansehnliche und weitgehend ausgeglichene Partie – zunächst mit leichten Vorteilen für die Gäste. Bereits nach 90 Sekunden prüfte VfL-Kapitän Sascha Görke SVB-Keeper Patrick Lahrmann. Den Abpraller setzte Lennart Feldhus aus fünf Metern neben das Tor. Auf der Gegenseite traf Andreas Cichon wenig später aus 20 Metern den rechten Außenpfosten (5.). Gleich darauf unterzogen auch die Wildeshauser das Torgestänge einem Belastungstest: Feldhus köpfte die Kugel an die Latte (6.).

„Nach 30 Minuten haben wir aufgehört Fußball zu spielen und haben Brake durch eine erhöhte Fehlerquote zurück ins Spiel gebracht“, erläuterte Bragula. Fast hätte Tasyer schon vor der Pause die Führung für den Titelverteidiger erzielt. Doch Sebastian Pundsack, der diesmal anstelle von David Lohmann das VfL-Tor hütete, klärte mit einer Fußabwehr (39.).

Die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte den Huntestädtern. Aber erneut scheiterte Görke am glänzend reagierenden Lahrmann (53.). Stattdessen hieß es Augenblicke später 1:0 für die Platzherren: Tasyer hatte von links aus rund 15 Metern flach ins rechte Eck getroffen (56.). „Eine gute Einzelaktion“, meinte Bragula anerkennend.

Die Wildeshauser forcierten ihre Offensivbemühungen und kamen durch Lukas Schneider, der einen Eckstoß von Michael Eberle einköpfte, zum 1:1 (79.). Mangels Alternativen musste Schneider diesmal in der Innenverteidigung ran. „Lukas hat die Abwehr gut organisiert“, lobte Bragula den etatmäßigen Linksverteidiger. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass Tasyer seiner Crew kurz vor Schluss den Pokal-K. o. versetzte. Nachdem Pundsack zunächst noch mit einem tollen Reflex gegen Miklas Kunst den erneuten Rückstand verhindern konnte (82.), wurde der Landesligist klassisch ausgekontert. Wiederum per Flachschuss markierte Tasyer das 2:1 (89.). „Wir verlieren den Ball und verteidigen schlecht. So ein Tor darfst du in der A-Jugend kriegen, aber nicht bei den Herren“, schimpfte Bragula.

Dass Tasyer anschließend mit einem Sonntagsschuss aus 18 Metern auch noch das 3:1 gelang (90.+1), war ihm „letztlich egal“. Stattdessen dachte der VfL-Coach bereits an das Landesliga-Auswärtsspiel beim BV Cloppenburg (Freitag, 30. August, 19.30 Uhr): „Wenn wir da so verteidigen, wird es schwer. In Cloppenburg benötigen wir eine wesentlich bessere Defensivleistung.“  mar

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