Tabke zieht selbst seine letzte Option

Faustball-Erstligisten TV Brettorf und Ahlhorner SV starten mit Niederlagen in die Hallensaison

Misslungener Auftakt: Angreifer Jan Hermes (r.) und der Ahlhorner SV starteten mit einer 3:5-Heimniederlage gegen den SV Armstorf in die Hallensaison.
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Misslungener Auftakt: Angreifer Jan Hermes (r.) und der Ahlhorner SV starteten mit einer 3:5-Heimniederlage gegen den SV Armstorf in die Hallensaison.

Brettorf/Ahlhorn – Die Erstliga-Faustballer aus dem Landkreis Oldenburg haben zum Beginn der Hallensaison einen fulminanten Fehlstart hingelegt. Während der auf die DM-Teilnahme ausgerichtete TV Brettorf vor allem in dieser Deutlichkeit überraschend mit 1:5 beim TK Hannover verlor, musste sich der um den Klassenerhalt kämpfende Ahlhorner SV dem direkten Konkurrenten SV Armstorf mit 3:5 geschlagen geben.

TK Hannover – TV Brettorf 5:1 (11:5, 5:11, 11:6, 11:6, 11:9, 11:7): Die Brettorfer hatten bei der Feld-DM Bronze gewonnen. Doch von dieser Euphorie war bei ihnen nichts zu spüren. Bei den Mannen um Kapitän Malte Hollmann lief rein gar nichts zusammen. Ganz anders die Hannoveraner. Vor allem Christos Michalakis trumpfte groß auf. „Er hat fast fehlerfrei gespielt und hatte in jeder Situation die richtige Antwort“, lobte Brettorfs Coach Klaus Tabke den TKH-Schlagmann. Mit einer handvoll Eigenfehler in jedem Satz sponserten die Gäste die Landeshauptstädter zusätzlich. „Das spiegelt sich dann auch im Ergebnis wider“, meinte Tabke angesäuert. Seine Anfangsformation bestand aus den Angreifern Hauke Rykena und Vincent Neu sowie der Abwehrreihe mit Marcel Osterloh, Tom Hartung und Moritz Cording. Im zweiten Durchgang lief es beim TVB-Quintett kurzzeitig besser und es kam zum Satzausgleich. Doch danach ließen die Schwarz-Weißen wieder die letzte Konsequenz vermissen. „Wir haben zu viele Angriffe gebraucht, um zu punkten“, monierte Tabke. Den vierten Satz verlor seine Crew trotz einer 5:1-Führung noch mit 6:11. „Das sagt schon einiges aus“, findet der 56-Jährige. Tabke schöpfte alle personellen Möglichkeiten aus, die ihm zur Verfügung standen. Als „letzte Option“ brachte er im fünften Durchgang sogar Hauke Spille. Den Zuspieler wollte er wegen dessen lädierten Knies eigentlich schonen. Bereits im dritten Satz war Hollmann für Rykena in die Partie gekommen. Nach der Pleite tröstete sich Tabke mit dem Gedanken, dass es „nur bergauf gehen kann“. Im anstehenden Auswärtsspiel beim VfK 01 Berlin erwartet er jedenfalls eine entsprechende Reaktion von seinem Team.

Ahlhorner SV – SV Armstorf 3:5 (11:8, 9:11, 12:10, 7:11, 10:12, 11:4, 8:11, 6:11): Die Niederlage gegen den Aufsteiger war vermeidbar und setzt den ASV, der auf dem Feld aus der Beletage abgestiegen war, auch unterm Hallendach gleich wieder unter Druck. „Da war deutlich mehr drin! Wir hätten das Spiel eigentlich schon nach sechs Sätzen gewinnen müssen. Aber offensiv kam in den entscheidenden Momenten leider ein bisschen zu wenig“, ärgerte sich Spielertrainer Tim Albrecht über den verpatzten Auftakt. Dabei mussten die Gäste aus dem Landkreis Cuxhaven in der zweieinhalbstündigen Partie auf ihren Hauptangreifer Jannik Peters verzichten, der sich beim Vorbereitungsturnier in Brettorf eine Handverletzung zugezogen hatte. Vor allem im siebten und achten Satz entpuppte sich Björn Buck aber als starker Vertreter. Beim ASV lässt das ersehnte Comeback von Christoph Johannes weiter auf sich warten. Die lädierte Schulter ließ einen Einsatz des Schlagmannes nicht zu. Stattdessen bekam Angreifer Jan Hermes wechselweise Unterstützung von Tim Albrecht und Jan Gißler. Die Defensive bildeten Andrej Macht, Mats Albrecht und Erik Grotelüschen. Am Ende reichte Neuling Armstorf eine solide und konstante Leistung zum ersten Saisonsieg. „Wenn wir nicht komplett unten reinrutschen wollen, müssen wir am nächsten Wochenende in Leichlingen unbedingt gewinnen“, schrillen bei Tim Albrecht bereits jetzt die Alarmglocken.

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