TV Brettorf bezwingt Schlusslicht Vorsfelde und verliert bei Spitzenreiter Berlin

Tabke vermisst Cleverness

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Attacke: Jörn Büsselmann (l.) serviert Tobias Kläner (M.) den Ball zum Angriff. ·

Brettorf - Die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf haben die Erwartungen erfüllt: Den Aufsteiger MTV Vorsfelde besiegte die Mannschaft von Trainer Klaus Tabke zu Hause mit 5:2, ohne dabei zu glänzen. Den Spitzenreiter VfK 01 Berlin konnten die Brettorfer auswärts beim 2:5 zwar ärgern, mehr aber auch nicht.

TV Brettorf – MTV Vorsfelde 5:2 (7:11, 11:9, 11:7, 10:12, 11:1, 11:3, 11:8): Bis in den vierten Satz hinein servierten die Gastgeber ihrem treuen Publikum einen Spielverlauf, der eher einer Achterbahnfahrt glich. Den ersten Satz verloren die Brettorfer mit 7:11. „Wir sind nicht ins Spiel gekommen, weil wir nicht konzentriert waren“, bemängelte Trainer Klaus Tabke. Möglicherweise waren seine Schützlinge in Gedanken schon beim Spitzenspiel in Berlin oder unterschätzten den Aufsteiger aus dem Wolfsburger Vorort.

Im zweiten und dritten Satz zehrten die Weiß-Schwarzen von den Eigenfehlern des unerfahrenen Schlusslichts – so ging Brettorf zumindest mit einer Führung in die Pause.

Im vierten Durchgang lieferten sich beide Teams bis zum 10:10 einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Durch zwei Stoppbälle von Martin Teuner hatte der MTV mit 12:10 die Nase vorn. Während die Vorsfelder anschließend ihrem großen Einsatz Tribut zollen mussten, ließ der deutsche Hallen-Vizemeister zwei souveräne Satzgewinne folgen (11:1, 11:3) und tütete den Arbeitssieg mit einem 11:8 ein.

VfK 01 Berlin – TV Brettorf 5:2 (15:14, 11:7, 11:7, 5:11, 5:11, 11:7, 14:12): Der Tabellenführer hatte im ersten Durchgang das Glück auf seiner Seite, denn die Brettorfer hatten bereits Satzball. Den Start in den zweiten Durchgang (1:6) verschliefen die Gäste völlig, den dritten gestalteten sie immerhin bis zur Satzmitte ausgeglichen. „Danach waren wir nicht clever genug“, meinte Klaus Tabke.

Nach der Pause erwischte der TV Brettorf einen Auftakt nach Maß und machte aus dem 0:3 ein 2:3. „In dieser Phase stand die Partie auf der Kippe, und der VfK fing schon an zu wechseln“, berichtete Klaus Tabke. Doch seine Fünf verpasste die völlige Wende, weil sie nach dem 7:7 im sechsten Satz keinen Punkt mehr zustande brachte und im siebten Durchgang eine 9:7- beziehungsweise 10:9-Führung nicht über die Ziellinie retten konnte. „Bei ein paar einfachen Bällen waren wir nicht in der Lage, vernünftig aufzubauen“, ärgerte sich Tabke.

Wirklich unzufrieden war der Coach jedoch nicht: „Das war eine ansprechende Leistung – darauf können wir aufbauen“, sagte Tabke, der besonders Abwehrspieler Marc Lange eine richtig gute Vorstellung attestierte. · ll/mar

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