TV Brettorf fehlt Wechselalternative im Angriff / Ahlhorner SV fertigt SV Moslesfehn ab

Tabke-Team verliert in Armstorf trotz einer 4:2-Satzführung

Akku leer: Hauke Rykena war der Substanzverlust deutlich anzumerken. Brettorfs Schlagmann hätte bei der 4:5-Niederlage in Armstorf eine Verschnaufpause gut getan. - Foto: Marquart

Brettorf/Ahlhorn - Eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebten die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf im Auswärtsspiel beim SV Armstorf. Nachdem die Crew von Trainer Klaus Tabke einen 0:2-Satzrückstand in eine 4:2-Führung verwandelt hatte, verließ sie tatsächlich noch als 4:5-Verlierer die Halle. Dagegen behauptete der Ahlhorner SV durch das 5:0 über den SV Moslesfehn mühelos die Tabellenführung.

SV Armstorf – TV Brettorf 5:4 (11:7, 11:3, 3:11, 11:13, 5:11, 10:12, 11:8, 11:9, 11:4): Tabke musste auf den berufsbedingt fehlenden Angreifer Vincent Neu verzichten. Außerdem schonte der Coach seinen Abwehrroutinier Timo Kläner, der an Fußproblemen laborierte. Ersatzmann Moritz Cording aus dem Zweitliga-Team kam nicht zum Einsatz. Die Defensivreihe bildeten Marcel Osterloh, Hauke Spille und Tom Hartung. Im Angriff zeichnete Hauke Rykena für Angaben und Block verantwortlich, beim Rückschlag wechselte er sich mit Nebenmann Malte Hollmann ab. „Wir haben ganz schlecht angefangen. In den ersten beiden Sätzen passte gar nichts zusammen. Keiner war bereit zu kämpfen“, ärgerte sich Tabke. Doch im dritten Durchgang legte sein Team den Schalter um. Obwohl die Brettorfer große Probleme mit dem Armstorfer Spielgerät hatten (ein für die Halle zugelassener Nassball), schafften sie den Satzausgleich. Und es sollte noch besser kommen: Auch die Durchgänge fünf und sechs wurden Beute der Gäste. „Da hatten wir ganz klar die Oberhand, aber plötzlich haben wir das Spielen eingestellt“, berichtete Tabke. Spätestens im Entscheidungssatz machte sich der Substanzverlust bei Hauke Rykena, der zudem durch eine Erkältung beeinträchtigt war, negativ bemerkbar. „Umso ärgerlicher, dass Vincent arbeiten musste! Wenn er da gewesen wäre, hätten wir mit drei Schlagleuten agieren und Hauke eine Verschnaufpause geben können“, bedauerte Tabke. Während seine Schützlinge immer mehr abbauten, spielte sich Aufsteiger Armstorf regelrecht in einen Rausch. „Sie haben in der Abwehr jedes Ding rausgeholt, und vorne war jeder Schuss ein Treffer“, ächzte Tabke. Die Ursache für die zweite Saisonniederlage sah er jedoch in der Unerfahrenheit seiner blutjungen Mannschaft begründet. „Wenn du mit 4:2 führst, darfst du das Spiel eigentlich nicht mehr verlieren“, meinte der Übungsleiter.

Ahlhorner SV – SV Moslesfehn 5:0 (11:5, 11:0, 11:5, 11:9, 13:11): Die Ahlhorner trafen auf überraschend wenig Gegenwehr – so dauerte die Partie inklusive Pause nur rund eine Stunde. „Das war sehr schnell und relativ deutlich. Moslesfehn ist gar nicht ins Spiel gekommen“, erklärte ASV-Spielertrainer Tim Albrecht. Um die ersten drei Durchgänge einzutüten, brauchten die Angreifer Christoph Johannes und Tim Albrecht sowie die Abwehrspieler Erik Grotelüschen, Mats Albrecht und Andrej Macht gerade einmal 20 Minuten. Macht vertrat erneut den arbeitsbedingt fehlenden Paul Barklage. Die Partie war stark geprägt von Moslesfehns Eigenfehlern. Und wenn der Aufsteiger doch mal einen Ball über die Leine brachte, punktete Johannes zumeist gleich mit dem ersten Rückschlag. „Das war mit Sicherheit kein schönes Spiel für die Zuschauer, aber darüber wollen wir uns nicht beschweren“, sagte Tim Albrecht. Nach der Satzpause zog bei den Gastgebern ein wenig der Schlendrian ein. Zudem drehte Moslesfehns Angreifer Julian Lübbers nun auf. So führte der Aufsteiger im vierten Durchgang bereits mit 9:7, schaffte es aber nicht, den Deckel draufzumachen. Stattdessen ging auch dieser Satz an den ASV. Im fünften Abschnitt übernahm auf Ahlhorner Seite Rafael Drenske den Rückschlag. Der 18-jährige Angreifer war bereits im vierten Satz für Erik Grotelüschen in die Begegnung gekommen. „Rafael hat das sehr gut gemacht“, lobte Tim Albrecht seinen Youngster. Das 5:0 sei am Ende „das verdiente und richtige Ergebnis“ gewesen. - mar

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