Faustballer des TV Brettorf und Ahlhorner SV bei der DM nur Zuschauer

Tabke-Team trotzt Temperaturen

Versöhnlicher Abschluss: Brettorfs Angreifer Malte Hollmann (r.) und Hauke Rykena beendeten die Erstliga-Saison als Derbysieger. Foto: Marquart

Brettorf/Ahlhorn – Es hatte sich abgezeichnet, nun ist es Gewissheit: In diesem Jahr geht die deutsche Feldfaustball-Meisterschaft der Männer erstmals seit 2007 ohne Beteiligung aus dem Landkreis Oldenburg über die Bühne. Am letzten Spieltag der 1. Bundesliga Nord blieben die Überraschungen aus. Der TV Brettorf verlor erwartungsgemäß beim ungeschlagenen Spitzenreiter VfK 01 Berlin (1:5), und der Ahlhorner SV unterlag dem TSV Hagen 1860 (1:5). Als Zweiter der Nordstaffel begleitet Hagen die Berliner zur DM-Endrunde nach Kellinghusen (31. August/1. September). Brettorfs abschließender 5:1-Derbyerfolg über Ahlhorn war nur noch ein Muster ohne Wert.

VfK 01 Berlin – TV Brettorf 5:1 (11:9, 5:11, 11:8, 14:12, 12:10, 12:10): „Wir haben toll gespielt“, sagte Brettorfs Trainer Klaus Tabke. Ein Mann auf Berliner Seite stahl seiner Crew jedoch die Schau: Lukas Schubert. Der Weltmeister hatte in den entscheidenden Situationen immer die richtige Antwort parat. „Mit seinen 31 Jahren hat Lukas natürlich reichlich Erfahrung, und nachdem er in der Hallensaison pausiert hat, ist er jetzt natürlich ausgeruht und topfit“, meinte Tabke anerkennend. Am Ende mussten sich die Brettorfer mit dem Gewinn des zweiten Durchgangs begnügen, obwohl sie auch in den Abschnitten vier bis sechs Satzbälle besaßen.

TSV Hagen 1860 – Ahlhorner SV 5:1 (11:7, 11:8, 12:10, 11:5, 7:11, 11:9): Der ASV bot den Westfalen gut Paroli und konnte alle Sätze ausgeglichen gestalten. Jan Hermes, der den am Knie verletzten Schlagmann Christoph Johannes (Patellaspitzensyndrom) vertrat, war immer wieder erfolgreich. „Leider haben wir in den Endphasen der Sätze die entscheidenden Punkte liegen gelassen“, bedauerte ASV-Spielertrainer Tim Albrecht. Er übernahm im vierten Satz den Rückschlag, während Hermes von rechts die Angaben servierte. Im fünften Durchgang erklärte Albrecht auch das Service zur Chefsache, und Erik Grotelüschen ersetzte Hermes im Angriff. „Eigentlich hat alles gepasst: Die Abwehr war gut, und das Zuspiel war gut – mit dieser Leistung können wir zufrieden sein“, bilanzierte Albrecht.

TV Brettorf – Ahlhorner SV 5:1 (11:7, 11:1, 12:14, 11:6, 11:8, 11:5): Das bedeutungslos gewordene Derby lockte nicht einmal 100 Zuschauer an den Bareler Weg. Bei brütender Hitze legte der ASV im ersten Satz ein 6:2 vor. Doch mit sieben Punkten in Folge wendete Brettorf das Blatt und tütete den Durchgang mit 11:7 ein. Im zweiten Abschnitt führten die Ahlhorner mit 1:0 – es sollte ihr einziger Zähler bleiben. Danach wechselte Tim Albrecht von der Mittelposition in den Angriff und brachte Paul Barklage für den glücklosen Jan Hermes. Die Gäste kamen nun besser ins Spiel und nutzten ihren insgesamt sechsten Satzball zum 14:12. Nach der Pause marschierte der ASV bis zum 6:3 vorneweg. Doch mit acht Punkten in Serie schnappte sich Brettorf den vierten Durchgang. Die Sätze fünf und sechs wurden dann eine sichere Beute der Platzherren. Im sechsten Abschnitt durfte auf Ahlhorner Seite – wie schon am Vortag in Hagen – Marcel Wolters erneut ein wenig Erstliga-Luft schnuppern. „Marcel hat sich durch seinen Trainingsfleiß in die Mannschaft gekämpft“, lobte Tim Albrecht den Abwehrspieler, der eigentlich zum Ahlhorner Regionalliga-Team gehört.

Die Derbyniederlage gegen den Erzrivalen als solche konnte Albrecht verkraften. „Es schmerzt aber, wie wir gespielt haben“, meinte der 26-Jährige. Nach der insgesamt „eher durchwachsenen Feldsaison“ habe der ASV mit Platz vier das anvisierte Ziel erreicht. „Auch wenn wir uns vielleicht ein bisschen mehr erhofft hatten.“

Dem TV Brettorf bleibt bei der DM ebenfalls nur die Zuschauerrolle, weil dem VfL Kellinghusen als Ausrichter ein Freiplatz zusteht. „Ich bin froh, dass wir Dritter geworden sind. Unter normalen Umständen wären wir bei der DM dabei gewesen. Leider war Hagen im entscheidenden Spiel einfach besser, aber das sehe ich nicht als Beinbruch an“, resümierte Coach Tabke. Mit dem Derbysieg habe sein junges Team „die Saison ordentlich abgeschlossen“.  mar

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