Faustball-Bundesligist TV Brettorf empfängt heute Spitzenreiter VfK 01 Berlin

Tabke setzt auf von Seggern und den Kribbelfaktor

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Zu allem entschlossen: Die Faustballer des TV Brettorf wollen dem VfK 01 Berlin die erste Niederlage beibringen. ·

Brettorf - Zwei Heimniederlagen sind genug, findet Klaus Tabke. „Mehr als vier Punkte wollen wir zu Hause nicht abgeben“, bekräftigte der Trainer des Faustball-Erstligisten TV Brettorf nach dem 5:0-Erfolg über den MTV Hammah am Donnerstagabend (wir berichteten). Diese Ansage beinhaltet aber auch: einen Sieg gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer VfK 01 Berlin (heute, 16 Uhr).

Dieses Unterfangen ist keine Utopie. Schon im Hinspiel (2:5) waren die Brettorfer nach einem 0:3-Satzrückstand beim 2:3 plötzlich wieder dran. „Da war mehr drin. Leider waren wir in der entscheidenden Phase nicht konzentriert genug“, bedauert Klaus Tabke. Doch die Leistung vor zwei Wochen sei auf keinen Fall vergleichbar mit der von vorgestern: „Die kam unserem Anspruch, was wir spielen können und wollen, wesentlich näher.“

Durch das deutliche 5:0 gegen Hammah hat der Tabellendritte nicht nur einen direkten Konkurrenten im Kampf um die DM-Qualifikation besiegt, sondern auch etwas für sein Satzverhältnis getan. „Das nehmen wir gerne mit. Jeder Satz zählt“, freut sich Klaus Tabke.

Auch Timo Kläner wird gern gesehen haben, was seine Teamkollegen gegen den Tabellenfünften aus dem Landkreis Stade auf dem Rasen inszenierten. Der Abwehrspieler befindet sich nach seiner Kreuzband-Operation auf dem Wege der Besserung. „Am Dienstag habe ich einen Belastungstest – da entscheidet sich, ob ich wieder zu 100 Prozent Sport machen kann“, berichtet der 22-Jährige. Er habe ein gutes Gefühl. Dafür mache ihn das Zusehen nervös. „Und das wird von Spiel zu Spiel schlimmer.“ Allerdings hat Timo Kläner ein großes Ziel vor Augen. „Wenn wir zur DM kommen, will ich bis dahin zu alter Form zurückkehren“, kündigt er an. Gegen den Spitzenreiter bleibt ihm aber wieder nur die Rolle des Zuschauers und Kameramanns.

Dagegen wird Jens von Seggern vermutlich das Trikot überstreifen dürfen. „Wenn die Berliner Jens nur sehen, kriegen sie bereits das Kribbeln“, sagt Klaus Tabke und grinst. Wohl wissend, dass Jens von Seggern der Mannschaft von VfK-Trainer Roland Schubert in der Vergangenheit mächtig zugesetzt hat.

„Ich würde mir ein schönes 5:4 wünschen – am besten für Brettorf“, sagt Thomas Neuefeind. Der Trainer des Tabellenzweiten Ahlhorner SV ist da nicht ganz uneigennützig, denn die Berliner müssen gleich morgen früh beim ASV antreten. Klaus Tabke könnte mit diesem Resultat sicher trotzdem gut leben . . . · mar

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