Trainer setzt ein Zeichen

Sven Flachsenberger gibt Frauen-Bezirksligisten VfL Wildeshausen seine Zusage

Wildeshausens Coach Sven Flachsenberger (von links) diskutiert mit  Torwarttrainer Joachim Gomez-Röttger und Co-Trainerin Ellen Gronewold.
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Machen weiter: Coach Sven Flachsenberger (v.l.), Torwarttrainer Joachim Gomez-Röttger und Co-Trainerin Ellen Gronewold haben beim Frauen-Bezirksligisten VfL Wildeshausen für die nächste Saison zugesagt.

Sven Flachsenberger wird die Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen auch in der Saison 2021/2022 trainieren. Mit ihm bleiben auch Co-Trainerin Ellen Gronewold, Torwarttrainer Joachim Gomez-Röttger und Betreuerin Claudia Ruhle dabei. Während Mittelfeldspielerin Sofie Dier berufsbedingt raus ist, könnten zur neuen Serie vier B-Juniorinnen nachrücken.

  • Sven Flachsenberger geht bei den Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen in seine siebte Saison als Trainer.
  • Auch Co-Trainerin Ellen Gronewold, Torwarttrainer Joachim Gomez-Röttger und Betreuerin Claudia Ruhle machen weiter.
  • Coach glaubt nicht an Saisonfortsetzung.

Wildeshausen – Über mangelnde Arbeit kann sich Sven Flachsenberger schon seit Monaten nicht beklagen. „Die Fahrradbranche boomt im Moment“, sagt der 31-Jährige und verweist damit auf eine Begleiterscheinung der Coronapandemie. Schließlich ist Individualsport im Gegensatz zu Leibesertüchtigung in Mannschaftsstärke weiterhin erlaubt. Auch diese Auswirkungen bekommt Flachsenberger direkt zu spüren. Denn in seiner Freizeit trainiert er die Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen. Allerdings beschränkt sich der Kontakt zu seinem Team zurzeit auf Zoom-Meetings.

In dieser schwierigen Phase war es Flachsenberger wichtig, ein Zeichen zu setzen. Deshalb hat er bereits jetzt für die Saison 2021/2022 zugesagt und mit ihm Co-Trainerin Ellen Gronewold, Torwarttrainer Joachim Gomez-Röttger sowie Betreuerin Claudia Ruhle. „Wir wollten frühzeitig ein Signal senden, dass es weitergeht“, erklärt Flachsenberger.

Kader bleibt fast unverändert

Wenn er im Sommer in seine siebte Saison als VfL-Coach startet, kann Flachsenberger aller Voraussicht nach mit einem nahezu unveränderten Kader weiterarbeiten. Lediglich Sofie Dier ist nicht mehr dabei. Die Mittelfeldspielerin hat eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Hamburg begonnen. „Ansonsten sieht es gut aus. Mir ist jedenfalls kein weiterer Abgang bekannt“, sagt Flachsenberger. Seine Crew erhält stattdessen sogar Zuwachs.

Von den B-Juniorinnen rücken Innenverteidigerin Ella Kramer und Torhüterin Annemike Elvers auf. Beide haben in der aktuell unterbrochenen Spielzeit bereits bei den Frauen ausgeholfen. Weitere Kandidatinnen sind Abwehrspielerin Anna Hodes und Mittelfeldakteurin Eva-Lotta Arlinghaus. „Die Vier haben durchaus das Potenzial bei uns Fuß zu fassen, wenn sie gewillt sind, Gas zu geben“, meint Flachsenberger und lobt Nachwuchstrainer Olaf Hansch: „Das ist auch ein Zeichen für unsere gute Jugendarbeit.“

Sportliche Hausaufgaben

Da aufgrund der bis Mitte Februar verlängerten Coronabeschränkungen an Mannschaftstraining nicht zu denken ist, wird Flachsenberger seinem Team demnächst wieder sportliche Hausaufgaben stellen. Schon nach der Einstellung des Spielbetriebs im Oktober mussten die Krandel-Kickerinnen verschiedene Workouts abarbeiten. „In der dunklen Jahreszeit waren wir dann vorwiegend laufen. Die Mädels hatten Vorgaben, welche Strecken sie schaffen müssen. Da die Ergebnisse in einer App gesammelt wurden, konnte jede sehen, wie viel die anderen gelaufen sind. Dadurch haben sich alle gegenseitig gepusht“, erzählt Flachsenberger. Ziel sei es, so fit zu sein, „dass wir uns sofort auf die fußballerischen Sachen konzentrieren können, wenn wir wieder auf den Platz dürfen“.

Dass dies bereits im Februar oder März der Fall sein wird, kann sich Flachsenberger nicht vorstellen. „Wenn ich ehrlich bin, glaube ich sogar, dass die Saison abgebrochen wird“, vermutet der VfL-Coach. In seinen Augen ergibt es keinen Sinn, die Spielzeit fortzuführen. „Man darf nicht vergessen: Wir haben Anfang Oktober unser letztes Spiel gemacht. Inzwischen sind wir mehr als drei Monate raus. Bis wir wieder im Rhythmus sind, brauchen wir vier bis fünf Wochen Vorbereitung. Dann wäre es Ende März, wenn wir Ende Februar starten würden. Somit blieben noch zwei Monate, um die restlichen Spiele durchzuziehen. Das wäre selbst in unserer kleinen Staffel eine Riesenherausforderung“, sagt Flachsenberger. Sein Team muss in der Bezirksliga Mitte B noch zwei Partien der Hinrunde absolvieren. Die Rückrunde wird gemäß Paragraf 3.3 der Ausschreibung wohl entfallen. Stattdessen geht es voraussichtlich gleich mit der Auf- und Abstiegsrunde weiter.

Erwartungen bislang nicht erfüllt

Als Tabellenvierter würden die Wildeshauserinnen um den Klassenerhalt spielen. „Sportlich hinken wir den Erwartungen hinterher. Eigentlich wollten wir unter die ersten Drei, um in die Meisterrunde zu kommen“, gibt Flachsenberger zu. Doch aus vier Begegnungen holte seine Mannschaft lediglich vier Punkte (ein Sieg, ein Unentschieden). Von den sieben erzielten Treffern gingen allein drei auf das Konto von Viktoria Kljukina. „Anfangs hatten wir eine kleine Blockade im Kopf, die wir nicht lösen konnten“, sagt Flachsenberger. Dafür haben die Frauen um Mittelfeldstrategin Natascha Helms, die als einzige VfL-Akteurin sämtliche 360 Bezirksliga-Minuten auf dem Feld verbrachte, die dritte Bezirkspokalrunde erreicht.

Nicht mehr dabei: Sofie Dier hat eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Hamburg begonnen.

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