VfL Wildeshausen verliert Bezirksliga-Derby und hadert mit dem Schiedsrichter

Stubllas Gewaltschuss kommt zu spät – 1:2

+
Während sich Wildeshausens Stürmer Marco Gruel verletzt auf dem Boden wälzt, wundern sich die übrigen Spieler über den von Schiedsrichter Volker Lübbehausen gegebenen Freistoß. ·

Wildeshausen - Von Dennis SchottWILDESHAUSEN · Es war eine Mischung aus Ungläubigkeit und Wut, die bei den Spielern des VfL Wildeshausen abzulesen war. Der Fußball-Bezirksligist hatte gestern Nachmittag gegen den TV Jahn Delmenhorst mit 1:2 (0:1) den Kürzeren gezogen, doch nicht die die Niederlage an sich, sondern vielmehr das Zustandekommen beschäftigte die Crew von Trainer Jürgen Gaden.

Es waren nämlich „gewisse Entscheidungen“, wie Wildeshausens Co-Trainer Peter Görke hinterher formulierten, mit denen sich die Gastgeber überhaupt nicht einverstanden zeigten. Das fing bereits in der 15. Minute an, als Sascha Abraham ein Tor aberkannt wurde, weil er angeblich ein Foulspiel zuvor begangen hatte. „Der hat den Kopf so tief“, meinte Görke und hält zur Veranschaulichung die flache Hand auf Kniehöhe. Aber die Zahl der widersprüchlichen Pfiffe von Schiedsrichter Volker Lübbehausen nahm danach nicht ab und gipfelte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff in einer Entscheidung, die nicht nur bei den Wildeshausern für Verwirrung sorgte. Nach einem Foul an Marco Gruel im gegnerischen Strafraum zeigte Schri Lübbehausen nicht etwa auf den Punkt, sondern ahndete dieses Vergehen mit einem indirekten Freistoß. „Aus meiner Sicht war es ein Elfmeter“, so Görke, dessen Team diese gefährliche Standardsituation nicht nutzen konnte. Lukas Schneider verfehlte das Tor nur knapp (78.).

Es war zu diesem Zeitpunkt die beste Möglichkeit gewesen, das Blatt noch einmal wenden zu können. Stefan Kulikow hatte die Gäste mit deren ersten Chance mit 1:0 in Führung gebracht (35.), und Artjem Prieb per feinem Heber auf 2:0 erhöht (65.). Dabei war der VfL Wildeshausen in einem rassigen und temporeichen Derby nicht die schlechtere, aber die vielleicht etwas naivere Mannschaft gewesen. Oder besser gesagt: „Jahn hat sich cleverer angestellt“, meinte Görke hinterher.

Wildeshausens Co-Trainer wollte den Schuldigen für die Vielzahl an Schiedsrichter-Entscheidungen pro Jahn Delmenhorst also nicht in Gänze am Unparteiischen festmachen. „Es haben die Torraumszenen gefehlt“, sprach Görke ein Dilemma an, das sich die 90 Minuten hindurchzog. Der VfL spielte gut – aber eben nur bis zum gegnerischen Strafraum. Erst ein Gewaltschuss von Liridon Stublla nährte die Hoffnung auf ein Unentschieden (78.). Zumindest bei den Zuschauern. „Aber irgendwie fehlte bei uns die Körpersprache, um das Spiel zu drehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Zehntausende setzen mit Greta Thunberg Zeichen fürs Klima

Zehntausende setzen mit Greta Thunberg Zeichen fürs Klima

Erneut China-Rückkehrer in Deutschland gelandet

Erneut China-Rückkehrer in Deutschland gelandet

Neues Nienburger Kino offiziell eingeweiht

Neues Nienburger Kino offiziell eingeweiht

Wenn Kids Eltern die rote Umweltkarte zeigen

Wenn Kids Eltern die rote Umweltkarte zeigen

Meistgelesene Artikel

Mirko Reuter beim 31:38 der Lichtblick

Mirko Reuter beim 31:38 der Lichtblick

Junge Brettorferinnen erst im Finale gestoppt

Junge Brettorferinnen erst im Finale gestoppt

Steinberg-Sieben geht erneut leer aus

Steinberg-Sieben geht erneut leer aus

Sternchen für Garms und Ahrens

Sternchen für Garms und Ahrens

Kommentare