Torschützenkönig von 2019 kehrt zum Kreisligisten zurück

Shqipron Stublla soll Sturmprobleme des TV Dötlingen beheben

Shqipron Stublla schirmt den Ball vor einem Gegenspieler ab.
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Rückkehrer Nr. 1: Shqipron Stublla stürmt in der nächsten Saison wieder für den TV Dötlingen.

Dötlingen – Der letzte Eintrag auf der Facebook-Seite des TV Dötlingen ist schon fast vier Monate alt: An Heiligabend wünschten die Kreisliga-Kicker mit einem Mannschaftsfoto ein frohes Weihnachtsfest. Nun folgt so etwas wie die verspätete Bescherung für den Kreispokalsieger von 2020, und zwar in Form einer spektakulären Neuverpflichtung: Shqipron Stublla wird in der kommenden Saison wieder für die Crew von Trainer Joachim Puchler stürmen. In Johannes Ullerich kann der Coach zudem noch einen weiteren Rückkehrer begrüßen. „Das sind natürlich zwei absolute Verstärkungen“, freut sich Puchler.

Als Torschützenkönig mit 28 Treffern hatte Shqipron Stublla den TV Dötlingen nach der Saison 2018/2019 in Richtung des Ahlhorner SV verlassen. Nach zwei Spielzeiten beim Ligarivalen nimmt der 22-jährige Wildeshauser nun den umgekehrten Weg. Der 1,86 Meter große Angreifer dürfte in der Lage sein, die Dötlinger Sturmprobleme aus der vergangenen Serie zu beheben. „In der Offensive hat es geklemmt! Nach den Abgängen von Johan Hannink, Roman Seibel und Kevin Strumpski hatten wir vorne echt Schwierigkeiten. Wir mussten immer wieder was Neues probieren“, erinnert sich Puchler. Aus purer Verzweiflung beorderte der 54-Jährige zeitweise sogar seinen Abwehrchef Bartosz Drozdowski in die Spitze.

Rückkehrer Nr. 2: Auch TVD-Urgestein Johannes Ullerich schließt sich zur neuen Spielzeit wieder dem Fußball-Kreisligisten an.

Das Dötlinger Urgestein Johannes Ullerich (seit der G-Jugend im Verein) hatte sich 2019 berufsbedingt dem Bremen-Ligisten Habenhauser FV angeschlossen. In der neuen Spielzeit schlüpft der 29-jährige Allrounder wieder ins Trikot seines Stammvereins. „,Joe‘ ist überall einsetzbar“, erläutert Puchler.

„Auch sonst sind die Planungen ganz gut gelaufen“, berichtet der Dünsener. Zwar hat Benjamin Bohrer nun – wie angekündigt – endgültig mit dem Fußball aufgehört, und auch mit Angreifer Jan Mewis (studienbedingt in München) kann der B-Lizenzinhaber zumindest vorerst nicht planen. „Aber alle anderen bleiben – da bin ich ganz happy!“

Joachim Puchler bleibt Trainer des TV Dötlingen.

Puchler selbst hat übrigens auch für die nächste, seine dann dritte Spielzeit beim TV Dötlingen zugesagt. Co-Trainer Tim Lemke und Torwarttrainer Maximilian Welz machen ebenfalls weiter. Lemke, der sich auch im Faustball als Trainer des deutschen U 18-Nationalteams und der Bundesliga-Frauen beim TV Brettorf engagiert, wird allerdings etwas kürzertreten. „Ich möchte wenigstens mal eine komplette Saison bestreiten“, wünscht sich Puchler mit Blick auf die beiden jüngsten, coronabedingt abgebrochenen Serien.

Die Pandemie macht auch dem TV Dötlingen gehörig zu schaffen. „Ich hoffe, dass der Spuk bald vorbei ist und wir vielleicht Ende Mai oder Anfang Juni wieder auf den Platz können – vorher wird das nichts“, meint Puchler. Seitdem der Spielbetrieb im Oktober unterbrochen worden ist, probiert auch er, was die meisten Trainer unternehmen, um ihr Team bei Laune zu halten: Laufchallenge, Online-Einheiten, Workshops. „Es soll Spaß machen“, findet er. Seine Taktikschulungen via Internet kamen jedoch nicht bei allen Akteuren gut an, hat er festgestellt. „Es gibt Leute, die gerne den ganzen Tag über Fußball reden. Und es gibt Leute, die den ganzen Tag im Büro sitzen und nach Feierabend einfach nur kicken und nicht nochmal ihren Kopf anstrengen wollen“, erzählt der Coach lachend. Der geplante Online-Fußballstammtisch dürfte mehr Begeisterung hervorrufen.

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