Schnelle Einigung

Jan Stubbmann wechselt vom TSV Ottersberg zum VfL Wildeshausen

Jan Stubbmann vom Fußball-Landesligisten TSV Ottersberg (rechts) geht energisch in einen Zweikampf
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Aus der Landesliga Lüneburg in die Landesliga Weser-Ems: Jan Stubbmann (r.) wechselt vom TSV Ottersberg zum VfL Wildeshausen.

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen verstärkt sich zur nächsten Saison mit Jan Stubbmann. Der 27-jährige Offensivmann wechselt vom Lüneburger Landesligisten TSV Ottersberg in die Kreisstadt.

  • Jan Stubbmann trägt in der Saison 2021/2022 das Trikot des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen.
  • Aktuell spielt der 27-jährige Harpstedter noch beim TSV Ottersberg in der Landesliga Lüneburg.
  • Steven Müller-Rautenberg, Lennart Feldhus und Thorben Schütte kennen den gebürtigen Bremer bereits aus gemeinsamen Zeiten beim VfL Oldenburg.

Wildeshausen – Knapp zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Steven Müller-Rautenberg und Jan Stubbmann mit der U 19 des VfL Oldenburg den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga feierten. Ein knappes Jahr später trennten sich ihre fußballerischen Wege: Müller-Rautenberg wechselte zum VfB Oldenburg, Stubbmann kehrte zu seinem Heimatverein FC Union 60 Bremen zurück. Dennoch hielten die beiden ehemaligen Teamkollegen weiter Kontakt. In der kommenden Saison werden sie wieder gemeinsam auf Torejagd gehen: für den Landesligisten VfL Wildeshausen.

Stubbmann ergreift die initiative

Natürlich hatte Müller-Rautenberg, der bereits seit August 2019 bei den Krandel-Kickern ist, einen gehörigen Anteil daran, seinen alten Kumpel vom Landesligisten TSV Ottersberg an die Hunte zu lotsen. Denn der Fußballbezirk Lüneburg ist – allein schon wegen der Entfernung – normalerweise nicht das Revier, wo sich VfL-Coach Marcel Bragula nach Verstärkungen umsieht. Tatsächlich ging die Initiative von Stubbmann aus: „,Stevo‘ hat mir Marcels Nummer gegeben, und ich habe ihn angerufen. Wir haben uns dann einmal getroffen, lange unterhalten und sind uns gleich einig geworden“, erzählt der 27-Jährige.

Auch wenn Stubbmann den Wechsel selbst forciert hat, verlässt der gebürtige Bremer den TSV Ottersberg nach „vier wunderschönen Jahren“ nur schweren Herzens. Doch seit er vor anderthalb Jahren aus Horn zu seiner Freundin Ann Cathrin Förster nach Harpstedt gezogen ist, häuften sich für ihn die „Spätschichten“. Neben seinem Job als Großkundenbetreuer beim Achimer Werkzeugspezialisten Hoffmann Group absolviert Stubbmann auch noch ein Fernstudium (International Management). „Das ist ein enormer Zeitaufwand. Ich bin oft von 7 bis 23 Uhr aus dem Haus. Deshalb habe ich mich entschieden, mir einen Verein in der Umgebung zu suchen“, erläutert der gelernte Mittelstürmer, der sich inzwischen auf den Außenbahnen am wohlsten fühlt. „Aber ich suche immer den Weg zum Tor.“

Angreifer hatte auch andere Anfragen

Durch seinen Spezi Müller-Rautenberg landete Stubbmann auf seiner Suche schnell beim VfL Wildeshausen. „Auch mit Lennart Feldhus und Thorben Schütte habe ich beim VfL Oldenburg II schon zusammengespielt – deshalb habe ich mir gedacht: Das könnte was werden“, erzählt die 1,83 Meter große Frohnatur. Zwar kamen bei Stubbmann „auch einige andere Anfragen rein“, doch Bragula machte rasch Nägel mit Köpfen: „Marcel hat sich schnell und gut um alles gekümmert“, verrät der Offensivmann.

Für Ottersbergs Coach Jan Fitschen ist Stubbmanns Wechsel ein herber Verlust – zumal dessen Sturmpartner Egzon Percani den Tabellenvorletzten der Quali-Staffel 2 mit sofortiger Wirkung in Richtung des Bezirksligisten Heeslinger SC II verlassen hat. Nach sieben Treffern in der coronabedingt abgebrochenen Saison 2019/2020 hat Stubbmann bis zur Aussetzung des Spielbetriebs im Oktober bei fünf Einsätzen in der aktuellen Serie noch gar nicht genetzt. „Der Start war schwierig. Wir hatten gute Spiele, haben es dann aber nicht durchgezogen“, erinnert sich der antrittsstarke Angreifer. Dadurch litt auch sein Selbstvertrauen. „Aber das kommt wieder“, ist er überzeugt. Denn nach eigenem Bekunden ist er eigentlich „eiskalt“ vor dem Tor. Neben seinem „sicheren Abschluss“ zählt Stubbmann auch ein „gutes Auge für die Mitspieler“ als seine sportlichen Qualitäten auf.

Gute Technik, ordentliches Tempo

„Außerdem ist Jan technisch gut und hat ein ordentliches Tempo“, ergänzt Bragula, der mit Stubbmann „im offensiven Mittelfeld“ plant. Nachdem sie zusammengesessen hatten, stand für den Coach fest, „dass Jan ein vernünftiger Kerl ist, der gut bei uns reinpasst“. Bestätigung holte sich Bragula bei seinem Trainerkollegen Benjamin Eta vom Bremer SV, unter dem Stubbmann zwischen 2014 und 2017 insgesamt 76 Bremen-Liga-Partien (22 Treffer) für den TuS Schwachhausen bestritten hatte.

Stubbmann ist „froh, einen ambitionierten Verein in der Nähe gefunden zu haben“ und dementsprechend gespannt, was ihn erwartet. „Ich war bisher noch nicht im Krandel, aber ich habe mir drei, vier Wildeshauser Spiele bei Sporttotal angesehen“, berichtet der Harpstedter. Dass er seine künftigen Teamkollegen bald vor Ort in Aktion beobachten kann, glaubt er aber nicht: „Jeder freut sich darauf, dass es wieder losgeht. Realistisch gesehen, müsste man aber eigentlich einen Cut machen und im Sommer neu beginnen. Mannschaften wie Friesoythe und Bevern haben erst zwei Spiele absolviert – das macht es natürlich schwierig für die Planer.“

Bragula: „Reichlich Bewegung im Kader“
Die Planungen beim Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen für die Saison 2021/2022 laufen auf Hochtouren. Jan Stubbmann ist nach Torhüter Janne Ole Kay und Angreifer Lucas Abel (das Duo vom aufgelösten Staffelrivalen BV Essen ist schon jetzt spielberechtigt) bereits die dritte Verstärkung für die nächste Serie. Weitere dürften folgen. „Auch die Gespräche mit dem aktuellen Kader sind schon weit fortgeschritten“, berichtet VfL-Coach Marcel Bragula. Dabei zeichne sich ab, dass der angekündigte Umbruch doch etwas größer ausfallen dürfte. „Es wird einiges an Bewegung geben“, sagt der B-Lizenzinhaber, ohne ins Detail gehen zu wollen. Um die voraussichtlichen Abgänge zu kompensieren, sucht der 46-Jährige nach jetzigem Stand vor allem noch einen zentralen Mittelfeldspieler. „Am liebsten einen Jungen, der einen Bezug zur Region hat“, betont Bragula.

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