Je ein Tor und eine Vorlage beim Wildeshauser 3:0 / Auch Tramitzke trifft

Stolle und Schneider schnappen zu

Flink über links und stark mit ruhenden Bällen: Wildeshausens Lukas Schneider (r.) wurde bei seinen Vorstößen oft von Heidmühles Martin Shagidanov (l.) und Niklas Zytur gedoppelt, leitete aber per Freistoß das 2:0 ein und versenkte den letzten Standard selbst.

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Doppelter Jubel um kurz vor 17 Uhr im Wildeshauser Krandel: Erst pfiff Schiedsrichter Christoffer Melzer das 3:0 (1:0) des VfL Wildeshausen gegen den Heidmühler FC ab, Sekunden später erklang aus den Stadion-Lautsprechern die Durchsage, dass Verfolger TuS Obenstrohe mit 1:4 bei Tur Abdin Delmenhorst verloren hatte. Das bedeutete nun sieben Punkte Vorsprung des Bezirksliga-Spitzenreiters vor dem TuS – aber auch eine Mahnung von Marcel Bragula: „Sieben Punkte können schnell dahin sein – das hat man ja in der Bundesliga bei Borussia Dortmund gesehen“, versuchte der Trainer, seine Fußballer noch im Spielerkreis zu erden. Trotzdem kam er nicht umhin, von einem „schönen VfL-Tag“ zu sprechen: „Wir haben 3:0 gegen einen Landesliga-Absteiger gewonnen, der immerhin schon 52 Tore erzielt hat. Das war spielerisch besser als davor beim 1:1 gegen Abbehausen, aber wir können noch einen Tick mehr.“

Zunächst kam sein Team nicht so gut hinter die diszipliniert agierende letzte Kette des HFC. Der erste Schuss aufs Tor – ein Freistoß von Thorben Schütte aus 17 Metern – war sichere Beute von Schlussmann Malte Wurps (9.). Erst acht Minuten später hatte der Keeper seinen zweiten Ballkontakt: Christoph Stolle hatte sich auf der rechten Seite nach einem feinen Schütte-Pass bis zur Grundlinie durchgesetzt, flach in die Mitte gespielt, Wurps lenkte die Kugel nach vorn – direkt vor die Füße von René Tramitzke, der aus sechs Metern zum Wildeshauser 1:0 einschob. „Stark von Christoph“, lobte Bragula seine Allzweckwaffe Stolle, die er diesmal angesichts der Ausfälle von Niklas Heinrich, Ole Lehmkuhl und Hauke Glück als Rechtsverteidiger aufbieten musste. Auf dieser Position ließ er rein gar nichts zu. Auch deshalb datierte Heidmühles erste Gelegenheit bereits aus Minute 23, als Marvin Ulfers mit einem Linksschuss knapp über den Querbalken zielte. Nach einer halben Stunde hätte es 2:0 stehen müssen, doch Tramitzke traf nach starkem Einsatz von Christopher Kant auf der linken Seite und dessen Flanke nur die Latte. Beim ersten Abpraller scheiterte Maximilian Seidel an Wurps, beim zweiten wieder Tramitzke (29.). „Unsere Stürmer hatten heute nicht ihren besten Tag“, räumte Bragula ein. Eine Minute vor dem Gang in die Kabine scheiterte zudem Robin Ramke am herausgeeilten Wurps – „wir hätten mit 3:0 zur Pause führen müssen“, monierte Bragula.

Nach Wiederanpfiff war Stolles Hilfseinsatz auf der rechten Abwehrseite bereits beendet: Nun musste er für den wegen einer Knieprellung ausgewechselten Alexander Kupka (Bragula: „Unser Sechser schlechthin“) ins defensive Mittelfeld; Sebastian Bröcker rückte rechts hinten in die Kette. In dieser Formation hatte die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs für die gut 200 Zuschauer wenig Spektakuläres parat. Doch dann zielte Sascha Görke nach einem weiten Einwurf von Lukas Schneider knapp zu hoch (60.), und kurz darauf knallte Schneider einen Freistoß aus zentraler Position an den Außenpfosten (62.). Die nächste gute VfL-Szene resultierte ebenfalls aus einem Standard: Freistoß Schneider, Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Thorben Schütte ins Tor – doch Schiri Melzer entschied auf Abseits (73.). Fünf Minuten später hatte Kevin Kari mit einem Schuss knapp vorbei am langen Eck Pech. Also musste ein weiterer Freistoß her – und der brachte die Erlösung: Schneider trat den Ball von halbrechts ins Zentrum, Schütte verlängerte per Kopf auf Stolle – und der köpfte zum 2:0 ein (84.). Seinen letzten Freistoß nutzte Schneider dann selbst – und schnibbelte ihn von rechts auf Höhe der Eckfahne zum Endstand in die Maschen (90.).

„Insgesamt haben wir über 90 Minuten das Spiel kontrolliert“, bilanzierte Bragula, fügte aber an: „Am Sonntag beim VfL Stenum muss mehr von uns kommen.“

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