Mit Stolle noch variabler

VfL Wildeshausen will in Sande guten Saisonstart veredeln

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Die Wildeshauser Defensive um Abwehrchef Lennart Flege (2.v.r., hier gegen Stenums Julian Dienstmaier) ließ in den bisherigen Saisonspielen nicht viel anbrennen.

Wildeshausen - Aus der Nummer kommt Marcel Bragula nicht heraus: „Es lässt sich nicht abstreiten, dass wir als Favorit dahin fahren“, sagt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen vor der Auswärtspartie beim FC RW Sande (Sonntag, 15 Uhr). Denn während die Krandel-Kicker als Spitzenreiter mit der Optimalausbeute von neun Punkten nach Friesland reisen, wartet der Aufsteiger als Schlusslicht immer noch auf seinen ersten Zähler.

Dem Umstand, dass die Gastgeber ihre ersten beiden Spiele (die Begegnung gegen den TuS Obenstrohe war ausgefallen) verloren haben, misst Bragula jedoch keine allzu große Bedeutung bei. Zwar kam Sande zuletzt mit 1:8 beim VfB Oldenburg II unter die Räder. Allerdings habe sein ehemaliger Trainerpartner Marco Elia, der inzwischen die VfB-Reserve coacht, auch „etliche Spieler aus dem Regionalliga-Kader“ dabei gehabt. „Deshalb hat das Ergebnis für mich keinen großen Wert“, betont Bragula.

Bragula: „Balance stimmt im Moment“

Stattdessen verweist der VfL-Coach auf das bis dato letzte Gastspiel seiner Crew in Sande. In der Meistersaison 2014/2015 gewannen die Huntestädter an der Hermann-Schulz-Straße mit Ach und Krach durch einen Treffer von Majues Gebhardt-Bauer in der Nachspielzeit mit 1:0. „Die Mannschaft ist größtenteils zusammengeblieben. Außerdem sind jetzt Malte Wobbe und Hilat Undav, die Landesliga-Erfahrung mitbringen, dabei“, erläutert Bragula und warnt: „Das wird kein Selbstgänger!“

Für die Wildeshauser wird es wieder darum gehen, eine gesunde Mischung aus Offensivfußball und defensiver Stabilität zu finden. „Die Balance stimmt im Moment“, findet Bragula. Die Mannschaft setze seine Spielidee sehr gut um und sei „unheimlich flexibel“. So agierte der Landesliga-Absteiger beim jüngsten 3:1 über den VfL Stenum gleich aus drei verschiedenen Grundordnungen heraus.

Neuzugang aus Ganderkesee ermöglicht variables Auftreten

Künftig kann der Tabellenführer noch variabler auftreten, nachdem Christoph Stolle aus dem Urlaub zurück gekehrt ist. Der Neuzugang vom TSV Ganderkesee ist auf mehreren Positionen einsetzbar, unter anderem im defensiven Mittelfeld und als Innenverteidiger. „Ich bin froh, dass er uns mehr Möglichkeiten gibt“, bekräftigt Bragula.

Nicht unwahrscheinlich also, dass die Wildeshauser ihrer Favoritenrolle gerecht werden und in Cäciliengroden den nächsten Dreier einfahren. „Dann hätten wir aus einem guten Saisonstart einen sehr guten gemacht – vier Siege sind schon ein Brett“, meint Bragula.

mar

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