Christoph Stolle macht das Spiel seines Lebens

VfL Wildeshausen schenkt Trainer Marcel Bragula 3:2-Erfolg in Firrel zum Geburtstag

Christoph Stolle vom Landesligisten VfL Wildeshausen am Ball.
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Kapitän und Torschütze: Christoph Stolle ragte in Firrel heraus.

Wildeshausen – Der Landkreis Leer war für den Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen erneut eine Reise wert. Fünf Tage nach dem 2:1-Erfolg bei TuRa 07 Westrhauderfehn triumphierten die Krandel-Kicker gut 30 Kilometer weiter nördlich bei GW Firrel und machten ihrem Trainer Marcel Bragula mit dem 3:2 (1:1) das perfekte Geschenk an seinem 47. Geburtstag.

Allerdings setzte sich die Wildeshauser Personalmisere in der Samtgemeinde Hesel nahtlos fort. Kevin Radke probierte es zwar, musste aber bereits nach 28 Minuten abwinken. Kapitän Marius Krumland folgte seinem Stellvertreter nach einem harten Foul noch vor der Pause mit einer saftigen Fußprellung unter die Dusche (42.). Und schließlich fasste sich der sehr agile Angreifer Lucas Abel mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel (58.). Doch wie die Gäste mit diesen herben Rückschlägen umgingen, verdient allerhöchste Anerkennung. „Die Mannschaft findet immer eine Antwort. Als Trainer muss ich da gar nicht viel machen. Ich habe das Gefühl, dass bei uns gerade etwas entsteht: Die Puzzleteile passen besser zusammen als gedacht“, freute sich Bragula über die tolle Mentalität seiner Crew.

Zumal sie wie schon in Westrhauderfehn wieder einem Rückstand hinterherhecheln musste. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld hatte Andre Lücht zum 1:0 für Firrel eingeköpft (24.). Dabei hatte Bragula vor der Partie noch explizit vor der Kopfballstärke des Abwehrhünen gewarnt. „Der ist gefühlt 2,20 Meter groß und kann aus der Dachrinne trinken. Deshalb sollte er bei Standards gedoppelt werden“, ärgerte sich der VfL-Coach über das Versäumnis.

Wie erhofft, war Michael Eberle rechtzeitig wieder fit geworden. Der Flügelstürmer zeichnete dann auch für den Ausgleich verantwortlich. Über Jan Stubbmann und Steven Müller-Rautenberg kam der Ball zu Eberle, der aus 14 Metern mit dem ersten Kontakt zum 1:1 vollstreckte (37.). Eingeleitet hatte den Treffer allerdings Christoph Stolle mit einem tollen Pass auf Stubbmann. „Christoph war herausragend! Er hat das Spiel seines Lebens gemacht“, lobte Bragula seinen Achter. Nach dem Aus von Krumland und Radke übernahm Stolle die Kapitänsbinde, was ihn zusätzlich zu beflügeln schien.

Der Ball rollte zu Beginn des zweiten Abschnitts kaum wieder, da führte der VfL auch schon: Von Stubbmann bedient, sah Müller-Rautenberg, dass Firrels Keeper Nikolai Schöneich zu weit vor seinem Tor stand und lupfte die Kugel aus 20 Metern mit links zum 2:1 ins Netz (46.). Auch beim 3:1 hatte Schöneich seinen Kasten verlassen. Diesmal nahm Stolle Maß und setzte das Spielgerät von der Mittellinie in die Maschen (63.). „Für mich das Tor des Monats“, strahlte Bragula.

Angesichts des drohenden Fehlstarts mit der dritten Niederlage im dritten Saisonspiel antworteten die hochgehandelten Gastgeber mit wütenden Angriffen. „Firrel hat richtig gedrückt“, berichtete Bragula. Sein Schlussmann Janne Ole Kay spielte Reinhard Grotlüschen den Ball genau in die Füße – und schon hieß es nur noch 3:2 (73.). „Danach waren wir völlig aus dem Spiel. In der Schlussphase konnten wir kaum noch für Entlastung sorgen. Das ist das Einzige, was ich den Jungs vorhalten muss“, meinte der VfL-Coach.

Die letzten 20 Minuten waren ein einziger grün-weißer Sturmlauf. „Dabei hat Janne seinen Fehler gleich vier- oder fünfmal wieder gutgemacht“, unterstrich Bragula. Unter anderem fischte Kay einen Freistoß von Manuel Suda aus dem Winkel und kratzte einen Kopfball von der Torlinie.

Ab der 80. Minute wirkten die Wildeshauser stehend k. o. Doch bereits am Mittwoch, 25. August, 19.30 Uhr, steht für sie im Bezirkspokal die Zweitrundenpartie beim Bezirksligisten SFN Vechta auf dem Plan. Am kommenden Wochenende ist der VfL spielfrei, bevor es am Sonntag, 5. September, 15 Uhr, in der Landesliga auswärts beim WSC Frisia Wilhelmshaven weitergeht. „Die Pause brauchen wir auch unbedingt“, verdeutlichte Bragula mit Blick auf die zahlreichen angeschlagenen und verletzten Spieler.

Nach dem Erfolg in Firrel bündelten die Wildeshauser jedoch nochmal alle Kräfte für die „Verlängerung und Elfmeterschießen im Krandel“, wie es Bragula augenzwinkernd formulierte. Er hatte an diesem Abend schließlich gleich doppelten Grund zum Feiern . . .

Stenogramm

GW Firrel – VfL Wildeshausen 2:3 (1:1)

GW Firrel: Schöneich - Schouwer, Suda, Tulke, Vietor, Lücht, R. Grotlüschen, Schmidt (73. B. Grotlüschen), Drews (40. Borgman), Zimmermann (65. Bruns)

VfL Wildeshausen: Kay - Krumland (42. Ostendorf), Nakelski, Hehr, Abel (58. Kupka), Müller-Rautenberg (87. Tramitzke), Radke (28. Dreher), Kant, Eberle, Stolle, Stubbmann

Tore: 1:0 (24.) Andre Lücht, 1:1 (37.) Michael Eberle, 1:2 (46.) Steven Müller-Rautenberg, 1:3 (63.) Christoph Stolle, 2:3 (73.) Reinhard Grotlüschen

Schiedsrichter: Manuel Kramer (RW Sande)

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