HTB fühlt sich in Wardenburg verpfiffen / VfL Wildeshausen II profitiert von Dötlinger Patzern

Stefan Rupprecht macht im Derby den Unterschied

Glückliche Sieger: Henning Nitzsche (rotes Trikot) und der VfL Wildeshausen II gewannen mit 2:1 beim TV Dötlingen um Joole Bredehöft. Foto: Büttner

Landkreis – Durch zwei vermeintliche Fehlentscheidungen fühlte sich der Harpstedter TB nach dem 3:3 beim VfR Wardenburg in der Fußball-Kreisliga um die Früchte seiner Arbeit gebracht. Dabei hatte der HTB zur Pause mit 3:0 geführt.

VfR Wardenburg – Harpstedter TB 3:3 (0:3): Jörg Peuker war nach der Partie stinksauer auf Schiedsrichter Kevin Stoyke (FC Huntlosen). „Er hat Wardenburg das 3:3 ermöglicht“, giftete Harpstedts Trainer. Eine aus seiner Sicht spielentscheidende Szene ereignete sich in Minute 30: HTB-Keeper Henrik Reineberg nahm den Ball außerhalb des Strafraums mit der Brust an. Vom Oberschenkel sprang ihm die Kugel dann gegen den angelegten Arm. Stoyke zeigte Reineberg zunächst die Gelbe Karte. Doch nach Rücksprache mit seinem Assistenten zückte der Referee Rot. „Eine Frechheit!“, ereiferte sich Peuker. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte seine Crew das Geschehen ganz klar im Griff und führte durch Treffer von Julian Meyer (8.) und Nils Klaassen (21.) hochverdient mit 2:0. In Unterzahl packte Lukas Brümmer sogar noch das 3:0 drauf (45.). In der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste Wardenburg vom Tor fernzuhalten. Als ihre Kräfte schwanden, köpfte Nico Oeltjebruns einen Eckstoß zum 1:3 ein (83.) und ließ nach einem Freistoß gleich noch das 2:3 folgen (84.). Das 3:3 besorgte Tim Conring (87.). „Eine Farce! Dabei stehen zwei Wardenburger im Abseits – das muss der Assistent sehen“, schimpfte Peuker.

TV Dötlingen – VfL Wildeshausen II 1:2 (0:1): „Wir sind selbst schuld! Wir haben uns zwei katastrophale individuelle Fehler geleistet, die Wildeshausen dankend angenommen hat – die konnten ihr Glück kaum fassen“, ärgerte sich Dötlingens Trainer Joachim Puchler nach der Niederlage. Vor dem 0:1 war Hendrik Sandkuhl völlig unbedrängt ausgerutscht. Andreas Kari ging auf und davon und war von TVD-Keeper Max-Philipp Schultz nur durch ein Foul zu stoppen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kari selbst (25.). Das 1:2 durch Kevin Kari begünstigte Jan Mewis, der sich den Ball wegspitzeln lassen hatte (80.). Dazwischen hatte Lukas Welz nach Foul von Philipp Finger an Roman Seibel per Strafstoß für das 1:1 gesorgt (51.). „Wir können es sicher besser“, meinte Puchler. Aber auch sein Wildeshauser Kollege Mete Döner war nicht zufrieden. „Die erste Halbzeit war schlecht, die zweite ganz okay. Wir haben noch einiges zu tun. Vor allem spielerisch und taktisch müssen wir unbedingt zwei, drei Schritte nach vorn machen“, erklärte der VfL-Coach.

Ahlhorner SV – FC Huntlosen 6:1 (3:0): Als „Unterschiedspieler“ hatte Huntlosens Coach Maik Seeger Ahlhorns Angreifer Stefan Rupprecht ausgemacht: „Wenn er die Tore nicht selbst macht, hat er immer den Fuß am Ball und kreiert etwas.“ Per Foulelfmeter eröffnete der 32-Jährige den Torreigen (10.) und erzielte nach dem Seitenwechsel auch noch das 4:0 (50.). Zuvor hatten Dekurim Stublla (19.) und Viet Duc Tommy Duong (37.) für den 3:0-Pausenstand gesorgt. Mit einem gut geschossenen 25-Meter-Freistoß verkürzte Jan Deters auf 1:4 (61.), ehe Volkan Cabuk (68.) und Engin Arslan (77.) das halbe Dutzend voll machten. „Das Ergebnis passt in die Welt“, fand Seeger. In der Schlussphase gab er Philipp Passon noch ein paar Minuten Einsatzzeit. Passon hatte wegen zwei Kreuzbandrissen lange pausieren müssen.  mar

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