Faustball-Bundesliga: TV Brettorf verliert nach großem Kampf in Berlin / 5:2-Erfolg gegen Hannover

Statt Platz drei gibt‘s Respekt

Kreiszeitung Syke

Wildeshausen - Von Michael HillerBRETTORF · Der Traum von der Teilnahme an der Hallen-DM in Fredenbeck ist für die Faustball-Männer des TV Brettorf am Sonnabend mit großer Wahrscheinlichkeit geplatzt: Im Spitzenspiel beim VfK Berlin musste sich die Mannschaft von Trainer Klaus Tabke mit 3:5 geschlagen geben (10:12, 9:11, 11:6, 11:6, 8:11, 12:10, 9:11, 5:11) und damit nicht nur die Punkte, sondern auch den begehrten dritten Tabellenplatz in der Hauptstadt lassen.

Da die Berliner an den letzten zwei Spieltagen in ihren Heimspielen gegen Hannover und Güstrow wohl kaum noch etwas anbrennen lassen werden, scheint für den TV Brettorf in der Endabrechnung wieder einmal „nur“ der undankbare vierte Platz übrig zu bleiben.

Dass trotz dieser unglücklichen Umstände die Einsatzbereitschaft und der Wille bei den Brettorfern unverändert groß sind, bewies die junge Mannschaft gestern im Heimspiel gegen den TK Hannover, das es mit 5:2 für sich entschied (10:12, 11:2, 13:11, 15:13, 11:3, 14:15, 11:0). „Für die Leistungen an diesem Wochenende und die riesige Bereitschaft meiner Jungs kann ich nur Lob und Anerkennung aussprechen“, zog Klaus Tabke ein positives Fazit der beiden Spiele – auch wenn am Sonnabend der Stachel der Enttäuschung zunächst noch sehr tief saß.

Im Spitzenspiel hatte der TV Brettorf den Berlinern alles abverlangt. Dabei fing die Partie alles andere als optimal an, denn während des Einspielens verletzte sich Jörn Büsselmann am Finger. Der Abwehrspieler biss zunächst noch auf die Zähne, musste aber schon zur Mitte des ersten Satzes gegen Timo Kläner ausgewechselt werden. Im fünften Durchgang einer hochklassigen Partie mit vielen spektakulären Abwehrszenen hatten die Brettorfer die Möglichkeit, das Spiel in eine andere Richtung zu lenken, doch eine 8:5-Führung wurde verspielt. Ein Kraftakt bescherte im sechsten Satz noch einmal den Ausgleich. Der siebte Abschnitt war erneut hart umkämpft, mit dem knappen Sieg sollte Berlin jedoch die Weichen stellen. „Im achten Satz hatte Berlin einfach einen Lauf“, stellte Klaus Tabke fest, lobte aber auch seine Mannschaft: „Nach dieser Vorstellung konnten wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren.“

Dort angekommen blieb nicht viel Zeit zum Regenerieren – schon am Vormittag stand der Gegner aus Hannover in der Halle. Jörn Büsselmann musste wegen seines verstauchten Fingers ebenso erneut zuschauen wie Stefan Nordbrock (Mittelohrentzündung). Somit stand der Brettorfer „Starting-Five“ mit Tobias Kläner, Christian Kläner, Tim Lemke, Dominik von Seggern und Timo Kläner erneut ein harter Gang bevor. „Ich bin froh und stolz, dass die Jungs das überstanden haben – sonst hätte ich mich selbst einwechseln müssen“, schmunzelte Tabke hinterher. Es war keine berauschende Leistung, die Brettorf ablieferte, aber trotz des anfänglichen Satzrückstands drohte es nie wirklich spannend zu werden. Gleich zwei Mal bewiesen die Gastgeber Nervenstärke und waren in der Satzverlängerung erfolgreich. Eine unnötige „Überstunde“ hatte Brettorf zu verrichten, nachdem im sechsten Satz vier Matchbälle vergeben wurden. Nicht nur in der Schlussphase dieses Satzes fiel Gäste-Angreifer Roland Michaels durch ständiges Diskutieren und Lamentieren mit Schiedsrichter Max Hunger oder TVB-Spielern negativ auf. Die Brettorfer ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen, kamen hochkonzentriert und entschlossen auf das Spielfeld zurück und ließen die Gäste schließlich mit der Höchststrafe von 11:0 ganz alt aussehen. „Das war hervorragend“, lachte Tabke.

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