Ahlhorns Trainer Albrecht trotz Dreisatz-Schlappe nicht unzufrieden / Tabke vermisst „Freude“

Starker Hermes beschäftigt Brettorfs Abwehr

Feiner Diagonalball zum Ende: Damit erzwang Brettorfs Hauke Rykena den Matchball gegen Ahlhorn. Insgesamt machte es ihm die aufmerksame ASV-Abwehr im Derby am Freitagabend aber nicht leicht.
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Feiner Diagonalball zum Ende: Damit erzwang Brettorfs Hauke Rykena den Matchball gegen Ahlhorn. Insgesamt machte es ihm die aufmerksame ASV-Abwehr im Derby am Freitagabend aber nicht leicht.

Ahlhorn – Der TV Brettorf wurde seiner Favoritenrolle im Derby der Faustball-Bundesliga gerecht. Doch ganz so klar, wie der 3:0-Auswärtssieg beim Ahlhorner auszusagen scheint, war die Angelegenheit nicht.

Klaus Tabkes Mienenspiel passte so gar nicht zu dem, was von der Anzeigetafel der Ahlhorner Faustball-Arena leuchtete. Binnen 40 Minuten hatte „sein“ TV Brettorf am Freitagabend das Derby der Faustball-Bundesliga beim Ahlhorner SV mit 3:0 (12:10, 11:7, 11:9) gewonnen, doch der TVB-Trainer presste an der Seitenlinie die Lippen zusammen und schüttelte leicht mit dem Kopf.

„Mir hat bei den Jungs die Freude gefehlt“, monierte Tabke: „Wir haben mitgespielt, aber nicht versucht, unser Spiel durchzuziehen – und das wäre in so einer Begegnung eigentlich die beste Gelegenheit gewesen.“ Allerdings räumte er ein, „dass hinterher danach kein Hahn mehr kräht. Das Ergebnis zählt.“

TV Brettorf weiter Spitzenreiter, Ahlhorn am Tabellenende

Somit stehen die Schwarz-Weißen nun weiter an der Spitze – nach dem Nachbarschaftsduell aber mit 6:0 Punkten. Doch Tabke wusste, dass zumindest ein Satzgewinn für die Gastgeber verdient gewesen wäre: „Wenn der Jan Hermes am letzten Wochenende so geschlagen hätte, wäre für Ahlhorn mehr drin gewesen.“

„9:6-Führung muss man nach Hause bringen“

So aber ziert die Mannschaft des gestern verletzt ausgefallenen Spielertrainers Tim Albrecht mit 0:6 Zählern das Tabellenende. Doch Albrecht, der an den Nachwirkungen eines Hexenschusses laboriert, war mit dem Auftreten seiner Mannschaft nicht unzufrieden. Auch er lobte Hermes’ Aufschläge – und seine Defensive: „Gerade bei den Brettorfer Angaben haben wir gut gestanden. Vorne haben wir mehr Druck ausgeübt als vorige Woche – das müssen wir als Positives mitnehmen.“ Andererseits wurmten ihn „einige Stockfehler“, die Ahlhorn mindestens einen Satz gekostet hatten: „Vor allem diese 9:6-Führung im dritten Satz muss man nach Hause bringen.“

Doch das Plus an Routine im Duell dieser beiden sehr jungen Teams setzte sich durch: „Immerhin ihre Erfahrung haben sie gut ausgenutzt“, sagte Tabke über seine Spieler.

Wir haben die Bälle einfach stumpf in den Boden gekloppt, anstatt sie auf Länge zu bringen.

Brettorfs Trainer Klaus Tabke monierte zu viele Schläge in die Mitte.

Dass dieses Derby kein Selbstgänger für den Favoriten werden würde, erkannten die 120 Zuschauer schon von Beginn an. Hermes sorgte im ersten Durchgang für das 4:2, Brettorfs Angreifer Hauke Rykena konterte zwar zum 3:4, doch nach dem 6:3 für den ASV nahm Tabke eine Auszeit und stauchte seine Männer zusammen: „Wir hauen die Bälle nur in die Mitte und haben keine Kontrolle“, forderte er einen besseren Spielaufbau.

Von da an lief es etwas besser – doch es blieb über 6:6 und 9:9 eng. Ahlhorns ersten Satzball wehrte Rykena humorlos mit einem Ass ab, Angriffskollege Vincent Neu sorgte für das 11:10, und mit einem Ball in die Leine besiegelte Ahlhorns Jan Gißler Brettorfs 12:10-Satzgewinn nach 16 Minuten.

Den zweiten Abschnitt gestalteten die Gäste deutlicher und setzten sich nach einem 5:6-Rückstand über 8:6 und 9:7 mit 11:7 durch. Eine Vorentscheidung binnen 13 Minuten.

Der dritte Satz wurde für Tabke dann noch einmal zur Geduldsprobe. Nach Ahlhorns 6:5 wechselte Albrecht Rafael Drenske für den an der Leiste angeschlagenen Andrej Macht ein, die Platzherren zogen über 7:5 auf 9:6 davon. „Da haben wir die Bälle einfach stumpf in den Boden gekloppt, anstatt sie auf Länge zu bringen und so zu punkten“, monierte Tabke. Doch am Ende rissen sich die Schwarz-Weißen zusammen, während sich beim ASV die von Albrecht betrauerten Fehler einschlichen.

Von Cord Krüger

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