VfL Wildeshausen unterliegt VfL Oythe III in nur 58 Minuten mit 0:3

Das Spitzenspiel, das keins war

Roxy Hillmann (M.) kassierte mit dem VfL Wildeshausen eine 0:3-Packung. Foto: Westermann

Wildeshausen – Auf dem Papier war die Partie zwischen den Landesliga-Volleyballerinnen des VfL Oythe III und des VfL Wildeshausen ein Spitzenspiel. Schließlich empfing der Tabellendritte aus Oythe den Klassenprimus. Doch in der Realität sah das schon anders aus. Da hatte die Begegnung dieses Prädikat absolut nicht verdient. „Es war nicht wirklich ein Spitzenspiel“, bestätigte Wildeshausens Trainer Gunther Wieking. Stattdessen verlor seine Crew sang- und klanglos mit 0:3 (17:25, 10:25, 7:25) und musste die Tabellenführung an ihren Bezwinger abtreten.

Allerdings stand das Spiel aus Wildeshauser Sicht auch „unter keinem guten Stern“, führte Wieking entschuldigend an. So hatte sich am Vorabend bereits Libero Angela Bleyle krank abgemeldet. Am Spieltag musste dann auch noch Außenangreiferin Ina Diephaus passen. „Das sind zwei ganz wichtige Spielerinnen“, erläuterte Wieking. Durch die Ausfälle war er zu zahlreichen Umstellungen gezwungen. Da half es auch nicht, dass Lea Schwuchow nach zweimonatigem Auslandsaufenthalt wieder mit von der Partie war. Die Diagonalspielerin hatte davor lediglich einmal gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen trainiert. „Man hat gemerkt, dass sie noch nicht wieder ganz drin war“, meinte Wieking.

Um seiner durcheinandergewürfelten Formation Ruhe und Sicherheit zu geben, verzichte Wieking zunächst auf einen Libero. Später übernahm Florentina Schweinefuß diese Aufgabe. „Alle sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben“, bedauerte der VfL-Coach. Dabei starteten die Wildeshauserinnen gut in den ersten Satz. Doch die anfangs noch ganz ordentliche Annahme entpuppte sich mit zunehmender Spieldauer als Schwachstelle. „Da hatten wir große Probleme“, erkannte Wieking: „Keiner wollte so richtig ran an den Ball. Vor lauter Angst Fehler zu machen, wurden Fehler gemacht.“ In diesen Situationen machte sich das Fehlen von Angela Bleyle besonders bemerkbar.

Die Hausherrinnen nutzten die Wildeshauser Defizite schonungslos aus und verwandelten nach nur 58 Minuten den Matchball zum glatten 3:0-Erfolg. „Oythe ist nicht umsonst oben mit dabei. Trotzdem sind sie zu schlagen, aber dafür hätten wir komplett sein müssen“, sagte Wieking. Die Niederlage sei zwar „ärgerlich, aber unter diesen Voraussetzungen kein Beinbruch“.  mar

VfL Wildeshausen: Andrea Kruse, Klara Schütte, Roxy Hillmann, Lea Schwuchow, Sina Meyer, Emily Charis Wedermann, Katrin Schröder, Lea Gebken, Florentina Schweinefuß.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten

Coronavirus-Verdacht: Züge aus Italien am Brenner angehalten

Morsumer Kinderkarneval beim TSV Morsum

Morsumer Kinderkarneval beim TSV Morsum

Kinderfasching bei Puvogel

Kinderfasching bei Puvogel

Bielefeld feiert nach drohender Spielabsage

Bielefeld feiert nach drohender Spielabsage

Meistgelesene Artikel

Sternchen für Garms und Ahrens

Sternchen für Garms und Ahrens

Leon Fenslage langt fünfmal zu

Leon Fenslage langt fünfmal zu

Steinberg-Sieben geht erneut leer aus

Steinberg-Sieben geht erneut leer aus

Patrick Meyer hat „einen klaren Plan“

Patrick Meyer hat „einen klaren Plan“

Kommentare