Spitzenreiter VfL Wildeshausen geht auf „Adventure-Tour nach Friesland“

Vorne hui, hinten pfui: BVB gibt Bragula Rätsel auf

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Szene aus dem Hinspiel: Janek Jacobs (l.) spitzelt Oliver Rauh den Ball weg.

Wildeshausen - „Das ist ganz unangenehm, da oben zu spielen“, sagt Marcel Bragula und zählt auf: „weite Anreise, schwere Gegner, spezielles Publikum.“ Deshalb spricht der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen vor der Auswärtspartie beim BV Bockhorn (Sonntag, 15 Uhr) auch von einer „Adventure-Tour nach Friesland“.

Das Abenteuer ist für die Krandel-Kicker zugleich eine Fahrt ins Ungewisse, denn ihr Gegner gibt in dieser Saison bislang Rätsel auf. Als Mitfavorit gestartet, dümpelt der BVB mit 30 Punkten in der Tabelle aktuell nur auf Rang sechs und ist damit hinter dem viertplatzierten Heidmühler FC (45) und dem TuS Obenstrohe (44) schlechtester der drei Friesland-Vertreter. Auch Marcel Bragula hätte die Bockhorner „weiter oben erwartet“.

Die Gründe sind offensichtlich. „An der Offensive liegt es jedenfalls nicht – die Gegentore haben’s gemacht“, weiß Marcel Bragula. Denn mit bisher 57 erzielten Treffern stellen die Bockhorner um Niklas Fasshauer (21 Saisontore) und Patrick Degen (16) hinter dem VfL Wildeshausen (63) zusammen mit dem SV Atlas den zweitbesten Angriff der Spielklasse.

Allerdings schlug es auch schon 46 Mal hinter BVB-Keeper Immo Lammers ein – nur sechs Teams sind schlechter. Wieso? Das hat sich auch VfL-Coach Bragula nicht erschlossen, als er Bockhorns 3:0-Erfolg beim Ahlhorner SV miterlebte: „Eigentlich haben sie hinten keine Schwächen.“ Auch beim 2:0-Hinspielsieg seiner Mannschaft hätte der Gegner „gut gestanden“. Die Treffer erzielten Kai Schmale (36.) und Lennart Flege (60.) jeweils nach Standardsituationen.

Trotz des Sprungs an die Tabellenspitze sei die Stimmung bei der Wittekind-Crew „sehr sachlich“, berichtet Marcel Bragula. Zur Euphorie gebe es auch keinen Grund: „Sowohl gegen Tur Abdin als auch gegen Wiefelstede haben wir eine schlechte erste Halbzeit gespielt – das dürfen wir uns in Bockhorn nicht erlauben.“ Deshalb bereite er seine Schützlinge auch ganz akribisch vor.

Allerdings hat das straffe Oster-Pensum mit drei Spielen innerhalb von neun Tagen „ganz schön Körner gekostet“, erklärt Bragula mit ein paar Sorgenfalten auf der Stirn. So gab er den angeschlagenen Kai Schmale (Oberschenkelblessur), Alexander Kupka (Bluterguss im Oberschenkel), Sascha Görke, Jannik Wallner (beide erkältet) und Maximilian Seidel (lädiertes Sprunggelenk) zu Wochenanfang trainingsfrei, um sich auszukurieren. Definitiv fehlen werden Majues Gebhardt-Bauer (Adduktorenprobleme) und Matthias Ruhle (dickes Knie), auf dessen Zweikampfstärke Bragula in Bockhorn nur äußerst ungern verzichtet.

mar

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